Stinknormaler Schokokuchen

Print Friendly, PDF & Email

stinknormaler Schokokuchen

Es muss ja nicht immer ein besonderer Kuchen sein. Vor allem, wenn man die Eltern besucht und DEN besten Kuchen der Welt versprochen hat – dann aber erst spät am Abend realisiert, dass der eigentlich über Nacht im Kühlschrank ruhen soll, irgendwie gerade überhaupt keine Lust hat den Kadaver auch nur einen Millimeter von der Couch zu bewegen und somit der Prokrastination frönt und einfach nur zur Dekoration des Wohnzimmers beiträgt.

Stress am nächsten Tag? Bei weitem nicht. Her mit dem kleinen Buch namens “Express-backen”. Ah, da ist er ja schon – der stinknormale, 0815, alle Zutaten vorrätig Schokokuchen.
Den Eltern hat’s geschmeckt und alle waren zufrieden.

Zutaten für ein ordinäres Küchlein:

250 g weiche Butter
180 g Zucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillezucker
4 Eier
250 g Mehl
1 TL Backpulver
40 g Kakaopulver (bitter)
100 mL Milch
75 Schokodrops
100 g Zartbitterkuvertüre
50 g Vollmilchschoki + 1 TL Butter

Backrohr auf 180 °C Umluft vorheizen. Eine Kranzform mit Butter einfetten.

Ich bin ja meist nicht so gut organisiert und backe eher recht spontan. Daher bin ich nie in Besitz von zimmerwarmer Butter. Das erfordert ja Planung – uuuäääääh! Also schneide ich Butter in Würfel und gebe sie für 30 Sekunden in die Mikrowelle – tadaaaaa! Zimmerwarme Butter.

Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz mit der Küchenmaschine hellgelb, schaumig aufschlagen (lassen). Eier einzeln dazugeben und unterrühren, bis eine sehr helle Masse entstanden ist.

Mehl, Backpulver und Kakao zusammen mit der Milch und den Schokodrops unter den Teig rühren.

Teig in die Form geben und ca. 40 – 45 Minuten auf  mittlerer Schiene backen. Auf ein Kuchengitter stürzen und auskühlen lassen.

Schoki und Butter über einem Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen und den abgekühlten (bei mir lauwarm – Geduld ist mir fremd) Kuchen damit überziehen, bzw. einfach nur obendrauf schütten.

Fertig ist der kleine Kuchen, den ich echt unter Wert verkauft habe. Denn er ist wirklich köstlich!

Backt euch die Seele aus dem Leib!

Partysnacks (Motto: Russenparty)

Print Friendly, PDF & Email

 

RU-1

Vor einiger Zeit fand im Hause KissTheCook eine wilde Party statt. Man wird ja nicht so schnell *hust*und*hustzig* (beliebigen runden Geburtstag hier einfügen).

Nun kann man natürlich Geburtstag X auch in der XY-Variante feiern. Aber das ist mir zu langweilig. Nachdem sich 2 Kolleginnen (die Avocadosüchtlerin und die andere, die ich liebevoll “mon rêve” nenne) darüber beschwert haben, dass sich nie eine Gelegenheit bietet ihre hübschen Cocktailkleidchen auszuführen, kam mir/uns/wem auch immer die Idee den Mrs.KissTheCook’schen Geburtstag schick zu feiern – eine Cocktailparty! Pre-Halloween als der liebe Vodka und ich noch nicht auf Kriegsfuß standen und ich noch ein gut gefülltes Vodkalager mein Eigentum nannte, lag es nah die Cocktailparty russisch anzuhauchen. Daraus wurde eine feuchtfröhliche Sause im wilden Gold- und Animalprintlook *Vorurteile juhe*.

RU-19

Bei einer waschechten Foodbloggerin setzt man ja nun voraus, dass sie mit ihren eigenen, mehr oder weniger “begabten” Händen für das kulinarische Wohl der Gäste sorgt. Tja, da blieb mir wohl nichts anderes übrig. Essen für ca. 30 Personen zuzubereiten kann dennoch in Stress ausarten. Deswegen habe ich mich für unkomplizierte Gerichte entschieden. Schwägerin-KissTheCook (die mit den unsichtbaren High Heels – erinnert ihr euch noch?) ist ein Küchenengel, der mir mit Rat und Tat und vor allem guter Laune und der  heißesten und engsten Tigerhose weit und breit bei den Vorbereitungen zur Seite stand.
Davon gibt es diesmal kein Foto ;) die bleiben in meinem Privatbesitz *rrroooaarrrr*. Ich schweife ab.

Was für Snacks passen nun zu so einer Party? Ans russische Motto habe ich mich nur Dekomäßig gehalten. Das Essen war eine wilde Mischung aus “was geht schnell und schmeckt und sieht den ganzen Abend hübsch aus?”.

RU-2

Rechts in der Fleischecke bietet sich uns dieser Anblick.
Von links nach rechs:

Roastbeefwraps, Zwiebelquiche, Aufschnittplatte, Lachsspinatröllchen, Knabberzeugs, Liptauer, Rohkost, diese Champignontarte in groß und ohne Pesto und natürlich Brot (Brot und Aufstriche sind nie verkehrt).

Links auf dem Veggietisch gab es folgendes:

RU-13

Wackelvodka (Vodkagötterspeise) – O-Ton berühmter Cocktailkollege: mmmmmmh das schmeckt wie Hustensaft :)). Ja, sowas hört man gern :-D 1 Liter Vodka verteilt auf 40 Schnapsgläschen. Nach Stamperl Nr. 10 schmeckt das sogar recht gut.

Wieder die Zwiebelquiche und Champignontarte. Avocado- und Capresewraps. Die kommen immer gut an. Egal ob Brunch, Party, Vorspeise usw. –  die schmecken wirklich allen und in allen Lebenslagen. Klare Zubereitungs- und Essempfehlung!

RU-5

Ich entschuldige mich erst gar nicht für die schlechten Fotos. Bei so einer Party liegen die Prioritäten woanders (z.B. nach dem 12. Wackelvodka noch geradeaus gehen zu können).

So, kommen wir zu den Roastbeefwraps. Als Veggie habe ich das Fleisch gekauft und nicht selbst zubereitet. Mengenangaben kann ich euch nicht geben. Pro Wrap nimmt man eine Weizentortilla, 1-2 EL Frischkäse mit Kren, Salatblätter und 1-2 Scheiben Roastbeef. Einen Teil vom oberen Rand freilassen, sonst quillt alles über beim Zusammenrollen. Die Rolle in Frischhaltefolie wickeln und bis kurz vor Partybeginn im Kühlschrank lassen. Danach quer in 4-5 Stücke schneiden und Partyspießchen reinstecken.

RU-8

Die Idee zu diesen Spießchen habe ich aus dem schönen Buch  vegetarisch kochen für  Gäste.
Tortellini-Spießchen mit Büffelmozzarella und getrockneten Tomaten. Dazu Petersilienöl.

Gute Tortellini (meine waren mit Spinat und Ricotta gefüllt) kaufen und al dente kochen. Büffelmozzarella und trockene Tomaten in Stücke reißen. Alles auf einen Spieß geben. Eine Handvoll Petersilie, 1 Knoblauchzehe, Salz und Öl in einen Mixer oder Häcksler geben und zu einem eher flüssigem Pesto mixen.

Das Öl gibt man erst kurz bevor die Gäste kommen auf die Spieße.

RU-6

Tomaten-Mozzarella-Spieße mit Avocadocreme. Reife Avocado von der Schale befreien, in einer Schüssel mit einer Gabel oder Kartoffelstampfer zerquetschen und mit  Salz und Pfeffer abschmecken. Knoblauch und Zitronensaft dazu. Fertig ist die G’schicht.

RU-11

RU-10

Hier fahren sie, gemeinsam mit dem Wackelvodka, noch ein wenig auf dem Foodtruck durch die Gegend ;)

RU-15

Für die Lachswraps  habe ich Frischkäse mit Kren, Salatblätter, ein wenig Zitronensaft und natürlich Räucherlachs verwendet. Das Prinzip ist immer das gleiche. Aufrollen, in Alufolie einwickeln, min. eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen und kurz bevor  die Gäste kommen aufschneiden und servieren.

Die Spinat-Lachsröllchen waren ein wenig aufwendiger.

Zutaten:

350 g TK Spinat
3 Eier
abgeriebene Schale und Saft einer Zitrone
Salz, Pfeffer
Muskatnuss
Frischkäse mit Kren
Petersilie

Spinat auftauen und anschließend in einem Sieb gut ausdrücken.
Die Eier trennen und das Eiweiß zu Schnee schlagen.

Spinat, Eigelbe, Salz, Pfeffer und Muskatnuss miteinander verrühren. Eiweiß vorsichtig unterheben. Ein Backbleck mit Backpapier belegen und die Masse darauf verteilen. Bei 200° C (Umluft) für ca. 10-12 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Aus dem Ofen nehmen und auf ein frisches Backpapier stürzen und auskühlen lassen. Den Frischkäse mit dem Saft und der Schale der Zitrone und der Petersilie verrühren.

Den Frischkäse auf dem Spinatteig verteilen und mit Lachs belegen. Der Länge nach einrollen und in Frischhaltefolie wickeln. Wieder für 30 Minuten in der Kühlschrank legen und kurz bevor die Gäste kommen in Schnecken schneiden und servieren.

RU-16

Nachdem ich nicht meine eigene Geburtstagstorte backen wollte und Mr. KissTheCook mit dem Besorgen von Torten völlig überfordert war (ich frage mich, wie sich dieser Mann morgens alleine anziehen kann ;))) haben sich einige Gäste bereit erklärt für den Nachtisch zu sorgen. Ganz zurück halten konnte ich mich dann aber doch nicht. Deswegen habe ich die berühmten Erdnussbutterbömbchen und weiße Kokos-Rumkugeln spendiert.

Das Rumkugelrezept folgt dann später mal – ganz in hübsch und #ichbineineRumkugelichwillmeineigenesRezept.

RU-17

Es war schön, es war toll – ich bin jetzt eine alte Schachtel und das ist auch gut so. Nochmals vielen Dank an die besten und schönsten Gäste, die man sich nur wünschen kann.

Wie hat der Mann von mon rêve so schön gemeint? “Ich dachte, die Party wird fad, aber sie ist echt lässig!” – Butter für meine Hüften und Balsam für meine Seele ;) man merkt, “Komplimente” zu bekommen liegt mir.

Ein ei-ei für alles Sonntagsdepressionsgeplagten!

– Eure Mrs. KissTheCook

Briochestriezel

Print Friendly, PDF & Email

Briochestriezel 11

Angst in der Küche ist mir fremd. Neue Rezepte probiere ich am liebsten, wenn Gäste da sind. Im Kochbuchgesetz von Herrn Rach steht, dass man niemals (NIEMALS!) für Gäste Rezepte wählen sollte, die man vorher noch nicht probegekocht hat. Pffff!

Was soll schon passieren? Worst-Case-Szenario: entweder es schmeckt nicht (das passiert eher selten) oder es sieht scheiße aus (kommt schon häufiger vor ;) ). Aber für solche Fälle gibt es Kräuter und Staubzucker, die alles, was sich darunter befindet, verbergen.

Wie auch immer –  das hier ist das Endergebnis meines ersten Briochestriezelversuchs. Jaaaaa, ist ausbaufähig. Geschmacklich aber top. Nur Mr. KissTheCook hat mal wieder rumgemotschkert. Es war ihm nicht süß genug! Und das obwohl er sich eine 1 cm dicke Schicht Nutella aufs Brioche schmiert! ….nicht süß genug….

Also, los geht’s.

Rezept für 2 Striezel:

Teig:
500 g Mehl
1/4 TL gemahlene Vanille oder 1 TL Vanilleextrakt
18 g Germ (frisch)
200 mL kalte Milch
90 g weiche Butter

75 g Zucker (100 g Zucker für Süßmäuler)
1 Ei und 2 Eigelb
1 gehäufter TL Salz

Außerdem:
1 Ei zum Bestreichen
Mehl für die Arbeitsfläche
und Hagelzucker (oder Mandelblätter)

Der Teig muss (sollte) über Nacht gehen. Deswegen empfiehlt sich das Rezept eher fürs Wochenende. Am Freitag Nachmittag gemütlich anfangen und am Samstag in Ruhe genießen.

Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel schmeißen (hier ist eine Küchenmaschine wirklich empfehlenswert) – das Mehl aber unbedingt sieben. Einen Knethaken (für Germ-/Hefeteig) verwenden und bei niedriger Stufe (bei mir Stufe 1 1/2 von 6) 10 Minuten kneten. Dann die Stufe höher drehen (Stufe 4 von 6) und weitere 5 Minuten kneten. Passt auf eure Küchenmaschine auf. Meine hat dann kurz vor Schluss Rodeo gespielt.

Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und bei Zimmertemperatur eine Stunde gehen lassen.

Mehl auf die Arbeitsfläche streuen und den Teig darauf ein wenig durchkneten. So nun kann man entweder 2 große Striezel machen, falls der Haushalt aus mehr als 2 Personen besteht oder in 4 kleinere. Ein Mensch, wie Mr. KissTheCook, kann davon 2 Tage lang frühstücken.

Für 2 Große: den Teig halbieren und beide Hälften wiederum in 3  gleich große Stücke teilen (insgesamt 6 gleich große Teigstücke).

Briochestriezel 1

Die 3 Teigstücke zu ca. 25 cm langen Strängen rollen. Es sollte nicht zu viel Mehl auf der Arbeitsfläche sein (so wie bei mir), dann lässt es sich nicht gut rollen  und die Stränge sehen so aus wie im unteren Bild (es soll Schlimmeres geben).

Briochestriezel 2

Nun wird geflochten. Ich lasse mal die Bilder sprechen:

Briochestriezel 3

Briochestriezel 4

Briochestriezel 5

Die Prozedur wederholt sich mit der 2. Teighälfte und schon haben wir 2 mehr oder weniger hübsche Briochestriezel.

Briochestriezel 6

Nun wird 1 Ei verquirlt und die Zöpfe damit bepinselt. mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Das verquirlte Ei aufheben und ebenfalls in den Kühlschrank stellen. Das brauchen wir morgen wieder.

Am nächsten Tag 1 Zopf rausnehmen und 1 Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen.  Den 2. Zopf kann man nun einpacken und in den Tiefkühler legen. Falls ihr ihn dann backen wollt, am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und wie beim frischen Zopf fortfahren.

Den Zopf wieder mit dem verquirlten Ei bestreichen und Hagelzucker darüber streuen.

Briochestriezel 7

Backofen auf 180°C (Umluft) vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen und den Zopf darauf legen.

Briochestriezel 8

Auf mittlerer Schiene ca. 30 – 35 Minuten backen. Herrlich!

Briochestriezel 10

Viel Spaß beim Nachbacken. Vielleicht schaut es bei Euch beim ersten Versuch ja hübscher aus. Mein 2. Versuch hat übrigens auch schon besser geklappt, aber davon gibt es keine Fotos.

Das Ursprungsrezept stammt von Hannes Weber aus “Lust auf Backen”. Ich habe es ein wenig abgewandelt und die Rumrosinen weggelassen.

Tüdeldü!

Blutorangensorbet mit Gin und Schokostückchen

Print Friendly, PDF & Email

Blutorangensorbet

Huhu – lange nicht gesehen. Aber so kurze Trennungen sind ja manchmal nicht schlecht. Ich hab’ mich nun extra geduscht, Haare gekämmt und mich in frische, sexy Schlabbertrainingshosen gequetscht (nur das Beste für Euch, meine Lieben) und die Eismaschine angeschmissen.

Eis isst man nur im Sommer? Pah! Eis mit Schuss geht immer. Zu dieser Eiskreation hat mich ein Kollege (der Ginsüchtler) genötigt.

Naja, für neue Eisrezepte bin ich immer offen. Also warum nicht? Wenn er mal wieder nervt, kann ich ihm eine Kugel ins Gesichtsloch stopfen und a Ruh’ is’!

Rezept für 600 mL Eis:

500 mL Blutorangensaft
100 mL Gin
80 g Staubzucker
50 g gehackte Vollmilchschoki (Zartbitter geht bestimmt auch. Aber ich bevorzuge Vollmilch)

Blutorangensaft, Zucker und Gin miteinander vermischen und in die Eismaschine schmeißen. Kurz bevor das Sorbet (nach ca. 20 Minuten) zu fest wird, noch schnell die Schokoladenstückchen dazu geben. Fertig.

Menschen ohne Eismaschine geben das Sorbet (ohne Schoki) in ein tiefkühlgeeignetes Gefäß und geben es für 3-4 Stunden in den Tiefkühler. 1x/Stunde alles mit einer Gabel verrühren, damit nicht einfach nur ein EIsklotz entsteht. Auch hier die Schoki, kurz bevor das Sorbet zu fest wird, dazu geben und umrühren.

Chin-Chin und Gin-Gin!

Vanillesterne mit Dulce-de-leche-Creme

Print Friendly, PDF & Email

Vanillesterne mit Dulce-de-leche-Creme

Ab einem gewissen Alter freut man sich über jedes Kompliment – auch über die fragwürdigen. “Ich hätte gedacht, du wirst lesbisch aussehen. Aber nein, gar nicht!” hat eine Kollegin mein Outfit (schwarzer Smoking mit dunkelroter Fliege und dunkelrotem Kummerbund aka Partybund) für die Weihnachtsfeier kommentiert. Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen.

Zutaten für ca. 30 Stück:

Teig:
250 g Mehl
60 g Staubzucker
Mark von 1 Vanilleschote oder 1/2 TL gemahlene Vanille oder 1 Pckg. Vanillezucker
125 g weiche Butter
1 Eigelb

Creme:
400 mL gezuckerte Kondensmilch
oder ungezuckerte und 4 EL Zucker

Mehl, Staubzucker, Vanillemark (oder die Alternativen), Butter und Eigelb in eine Schüssel geben und rasch zu einem glatten Teig verkneten. Anschließend in Frischhaltefolie verpackt für ca. 2 Stunden in den Kühlschrank legen.

In der Zwischenzeit wird die Creme hergestellt. Die Kondensmilch in eine Metallschüssel geben und ca. 2 Stunden lang über dem Wasserbad cremig köcheln. Öfters umrühren.

Backrohr auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Den Keksteig aus dem Kühlschrank nehmen und ca. 3 mm dick ausrollen und in diesem Fall mit einem Sternchenkeksausstecher Sternchen ausstechen. Wählt die Form, die euch am besten gefällt.
In eine Hälfte der Sterne mit einem kleineren Sternenkeksausstecher Ministernchen ausstechen, muss aber nicht sein. Meine Faulheit hat mich nach der Hälfte der Hälfte dazu getrieben aufzugeben und auf die Löcher zu pfeifen ;) schaut auch schön aus.

Kekse auf mittlerer Schiene für ca.  10-12 Minuten backen und anschließend auskühlen lassen.

Die Mitlochhälften mit Staubzucker bestäuben und auf die Ohnelochhälften einen Klecks der Creme geben und verstreichen.
Mit- und Ohnelochhälften vereinen und freudig strahlen, weil das anstrengende Werk vollbracht ist.

In einer Keksdose halten die Sternchen eine gute Woche bis 10 Tage.

Das Rezept stammt aus “Frisch gekocht” 12/2014.

Schokobällchen

Print Friendly, PDF & Email

Schokobällchen

Da ist man so nett und dekoriert den Arbeitsplatz des Kollegen während dieser auf einer Geschäftsreise ist und was ist der Dank?

Man droht mir um 07:18 (!!!) in der Früh per SMS, dass die Rache gigantisch sein wird und am Nachmittag werden meine Kekse beschimpft und schlecht gemacht. Eine bodenlose Frechheit, die ich so nicht durchgehen lassen werde.

Da müssen Erziehungsmaßnahmen her.
Wie ich den Platz verschönert habe? I love Justin Bieber-Poster so weit das Auge reicht. Auf dem Bildschirm, Bürosessel, an den Wänden. Das Telefon, Notizbuch, Stempel, Stiftebecher und Handysitzsack damit eingewickelt.

Die Schokolade auf dem Tisch (ein Geschenk vom Chef) mit Papier eingewickelt, auf dem 3 wirklich hübsche, leicht bekleidete Männer zu sehen waren. Offenbar waren sie sehr müde, denn alle 3 sind im Bett gelegen ;)

Alles völlig harmlos.

Wie auch immer.

Rezept für ca. 40 Stück.

Für die Kugeln:
50 g Zartbitterschoki (70%)
250 g Mehl
100 g gemahlene Haselnüsse
1 EL Kakaopulver
1 Prise geriebene Muskatnuss
175 g kalte Butter (in kleine Würfel geschnitten)
2 EL Schlagobers

Zum darin wälzen:
1 EL Kakaopulver
3 EL Zucker
1 Pckg. Vanillezucker

Alles in die Küchenmaschine schmeißen und zu einem glatten Teig verkneten lassen.
Zu 2 Rollen formen, in Frischhaltefolie einwickeln und für 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Backrohr auf 175° C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Teigrollen aus dem Kühlschrank nehmen und walnussgroße Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben.

Auf mittlerer Schiene für ca. 15 Minuten backen. Danach noch warm in der Kakao-Zucker-Vanillezuckermischung wälzen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Vorschläge für Kollegenerziehungsmethoden bitte in den Kommentaren oder auf meiner Facebookseite posten oder per Mail an info@kiss-the-cook.at schicken . Immer her damit!

 

 

Pinienkern-Biscotti

Print Friendly, PDF & Email

Pinien-Biscotti

Hallo! Mein Name ist Mrs. KissTheCook und ich hasse es, Kekse zu backen.

Da, jetzt ist es raus. Und dennoch backe ich dieses Jahr wieder Unmengen. Total gestört! Mal ehrlich – wieso das Ganze? Teig kneten, in den Kühlschrank legen und ruhen lassen, ausrollen, ausstechen, backen, auskühlen lassen, bla bla. Ich bin schon ganz erschöpft nur vom Aufschreiben.

Aber dann – fuchtelt man mit der vollen Keksdose vor den Nasen der Familie, Freunden oder Kollegen rum und fragt “Naaaa? Riecht das gut? Hättest gerne ein Keksi?”. Das Sabbern deute ich dann meistens als ein ja. “Wie gerne hättest du denn ein Keksi? Die sind nämlich traumhaft gut.” Schön brav die Erwartungen schüren. Denn mal ehrlich – alle Kekse, die hier noch kommen, sind auch traumhaft gut. Machen wir uns nichts vor (btw, Bescheidenheit ist nicht so mein Ding).

Sobald die armen Opfer nun also ihr Hirn ausschalten und nur noch im Keksland leben, kann man alles von ihnen einfordern, was man will. Alles!

Und genau deswegen backe ich also Kekse!

Rezept für ca. 30 Stück:

200 g weiche Butter
50 g Staubzucker
1 Prise Salz
1 TL gemahlene Vanille (oder das Mark einer Vanilleschote)
200 g Mehl
3 EL brauner Zucker
4-5 EL Pinienkerne

Das Backrohr auf 180° C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Butter, Staubzucker, Salz, Vanille und Mehl in die Küchenmaschine schmeißen und zu einem krümeligen Teig verarbeiten lassen (die Betonung liegt auf lassen – wir heimsen das Lob  ein, lassen aber die Arbeit von anderen erledigen ;)).

Walnussgroße Stücke vom Teig nehmen, Kugeln formen und aufs Backblech (Backpapier nicht vergessen) legen.

Die Teigkügelchen mit braunem Zucker bestreuen und mit dem Boden eines Glasen ein wenig runterdrücken. Nun die Pinienkerne draufstreuen und die Kugerl mit dem Glas auf ca. 1 cm flach drücken.

Auf mittlerer Schiene für ca. 12 Minuten backen. Die Plätzchen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Macadamiastangerl

Print Friendly, PDF & Email

Macadamiastangerl

Es beginnt – das große WeihnachtsbäckereirezepteaufsAugdrücken! Es gibt kein Entkommen. Niemand wird verschont. Alle werden mit Kalorien beworfen und gemästet. Es soll ja nicht nur meine Figur ruiniert werden. Wo kämen wir da hin?!

Starten wir also mit diesen süßen, kleinen Macadamiastangerl. Im Original heißen sie Juwelenstangen, aber ich pfeife auf Glitzerzeug! Bling-Bling akzeptiere ich nur in Form von echten Juwelen und/oder Gold (Mr.KissTheCook! *Wink mit dem Zaunpfahl”).

Rezept für ca. 50 Stück:
110 g weiche Butter
90 g brauner Zucker
1 Packg. Vanillezucker
1 Ei
175 g Mehl
2 Prisen Salz
100 g Macadamianüsse

Butter, Eigelb, Zucker, Vanillezucker, Mehl und Salz in eine Rührschüssel schmeißen und miteinander Verrühren (Handmixer oder Küchenmaschine). Eiweiß in eine separate Schüssel geben und vorerst kühl stellen.

Den Teig in Frischhaltefolie geben und für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Ich habe nur gesalzene Macadamianüsse gefunden (ich gebe zu, ich habe mir beim Suchen auch nicht viel Mühe gegeben) und diese einfach in einem Sieb unter fließenden Wasser vom Salz befreit. Sollten ein paar gesalzene Nüsse in den Mund springen (einfach so), kann das auch nicht so verkehrt sein.

Die Macadamianüsse trocken tupfen und hacken. Es ist schön, wenn auch noch ein paar grobe Stückchen übrig bleiben. Dann hat man was zum Beißen.

Backrohr auf 175°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen und das Backblech mit Backpapier auslegen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 0,5 cm dick ausrollen und mit einem Messer Stangerl (ca. 2×5 cm) rausschneiden. Ich bin mir sicher, man kann auch Keksausstecher (was auch immer euch gefällt) nehmen und runde/eckige/whatever Kekse ausstechen.

Das Eiweiß verquirlen. Die Stangerl darin tunken und dann von beiden Seiten mit den Macadamianüssen bestreuen oder wie ein Schnitzerl darin wenden.

DIe Stangerl auf mittlerer Schiene ca. 12-15 Minuten backen. Tadaaaa – Kekssorte Nr. 1 ist fertig. Bleiben noch 20 *seufz*.

KännsBraut hat mal wieder den Vogel abgeschossen (so wie immer) und hier ist ihr diesjähriges Ergebnis:

Kekse_KännsBraut

Letztes Jahr waren es über 30 Sorten. Und dieses? Wer zählt schnell durch?

Erbsenkuchen

Print Friendly, PDF & Email

Erbsenkuchen

Jaha, da hat sich jetzt niemand verlesen. Da steht Erbsenkuchen. Mrs. KissTheCook und ein gesunder Kuchen? Keine Schokolade, kein Alkohol? Ist sie krank? Ja ist sie…..aber nur verkühlt. Und trotzdem. Irgendwie unheimlich. Wie auch immer – genug der Skepsis. Das grüne Zeug da oben ist echt gut. Auch kalt, mit ein paar eingelegten Zwiebeln oder Paradeisern oder beides. Mr.-Salami ist auch fast Gemüse-KissTheCook hat’s  mit *Überraschung*  Salami gegessen.

Rezept für ein grünes Küchlein:

400 g TK-Erbsen (selbstverständlich kann man in der passenden Jahreszeit auch frische nehmen. Wo kein Kläger, da kein Richter)
4 Eier
2 EL gehackte Petersilie
ein paar Chiliflockerl
100 g geriebener Parmesan
2 EL Semmelbrösel
Olivenöl
Salz, Pfeffer

DIe TK-Erbsen ca. 5-6 Minuten in gesalzenem Wasser kochen und anschließend abgießen. Eier trennen und das Eiweiß  steif schlagen.

Erbsen im Häcksler oder mit dem Mixstab pürieren und mit der Petersilie, den Chiliflocken, Eigelb und dem Parmesan verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Eischnee vorsichtig unterheben (wie immer zuerst 1/3 wild mit der Masse verrühren, dann lässt sich der Rest leichter unterheben).

Backrohr auf 180°C Heißluft vorheizen. Eine Tortenform (26 cm Durchmesser) einfetten und mit den Semmelbröseln ausstreuen. Die Erbsenmasse hinein füllen und auf mittlerer Schiene für ca. 30-35 Minuten backen.

Fertig. Danach könnt ihr euch ja noch immer Schoko reinstopfen und einen hinter die Binde kippen. Ich verrate es niemandem.

Übrigens stammt das Urspungsrezept wieder einmal aus einem meiner Lieblingskochbücher “La Cucina verde”. Ich habe es leicht abgeändert.

Apfel-Sauerrahmkuchen…

Print Friendly, PDF & Email

Apfel-Sauerrahmkuchen

…oder Mr. KissTheCooks Kadaver ist wieder ein Jahr älter. Es soll sie geben – diese Pärchen, die immer nett über den Partner reden und auch sonst immer nett zueinander sind. Jaaaaa, nein, danke. Das ist nichts für mich und Mr. KissTheCook. (Der Esel nennt sich selbst zuerst!). Wir halten uns an das Motto “Was  sich liebt, das neckt sich”. Selten verlässt das Wort “Ehemann” meine Lippen – meist nur “der Mitbewohner” oder “der Mann, der bei mir lebt”. Er hingegen spricht von mir als “die Präsidentin”. Keiner hat ihn dazu gezwungen – zumindest nicht aktiv ;). Aber er ist wohl immer auf der Hut, nachdem im KissTheCook-Haushalt ich die einzige bin, die halbwegs mit Lebensmitteln umgehen und daraus was Essbares zaubern kann.

Was sollen diese ganzen schnulzigen Höfichkeiten? Naja, Mr. KissTheCook wird einmal im Jahr halbwegs menschlich von mir behandelt. In diesem Sinne, alles Liebe, mein kleines Scheißerl! Cmok

Rezept für einen Kuchen:

Teig:
5 Eier
190 g Butter
225 g Zucker
225 g Mehl
1 Prise Salz

Belag:
1 kg Äpfel (Ich habe solche genommen, die auch nach dem Backen noch schön fest und knackig sind – aber das ist Geschmackssache)
Zitronensaft
500 mL Milch
50 g Zucker
1 Pckg. Vanillepuddingpulver
1 Ei
1 Eigelb

Topping:
250 g Sauerrahm
50 g Zucker
2 Pckg. Vanillezucker
3 Eier

Butter und Semmelbrösel fürs Blech
Staubzucker für das Siegerfoto

Die Geburtstagskerzen sind natürlich kein Muss ;)

Backofen auf 175° C (Heißluft) vorheizen. Backblech oder eure Lieblingskuchenform mit Butter einfetten und Semmelbröseln bestreuen. Eier trennen und Eiweß steif schlagen.
Butter schmelzen und nicht zu heiß werden lassen – sonst muss sie wieder auskühlen und wer ist schon so geduldig? Eigelb, Zucker und die Prise Salz mit der Küchenmaschine oder Handmixer cremig rühren. Vorsichtig das Mehl unterrühren und anschließend die flüßige  Butter einrühren. 1/3 des Eischnees mit der Masse verrühren. Hierbei müsst ihr nicht vorsichtig sein. Es macht die Masse flüßiger und luftiger und der Rest des Eischnees lässt sich dann einfacher unterheben. Bei den restlichen 2/3 müsst ihr dann natürlich vorsichtiger sein, damit nicht zu viel Luft entweicht.

Äpfel schälen, halbieren und in Spalten schneiden. Muss ich dazu schreiben, dass das Kerngehäuse entfernt gehört? Die Apfelspalten mit Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.

Pudding nach Packungsanleitung zubereiten (Puddingpulver, Milch und Zucker). Das ganze Ei und Eigelb miteinander verquirlen und schnell unter den fertigen und noch heißen Pudding rühren.

Den Teig nun auf das Backblech streichen. Dann den Pudding drüber gießen und die Apfelspalten mehr oder weniger dekorativ darauf verteilen.

Sauerrahm, Zucker, Vanillezucker und Eier miteinander verrühren und diese Masse vorsichtig auf den Äpfeln verteilen.
Den Kuchen auf der unteren Schiene ca. 40 Minuten backen.  Mit Zucker bestreuen und heiß servieren. Wobei er kalt am nächsten Tag auch noch gut schmeckt.

Das Ursprungsrezept stammt aus dem Buch “111 Kuchen aus 1 Teig”.

Ein unprofessioneller Kochblog, ohne Ziel, dafür mit zeitweiliger Motivation und einer Prise Sarkasmus.

Social media & sharing icons powered by UltimatelySocial