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Giraffenkuchen

Giiraffenkuchen

Dieser Kuchen wurde vor 5 Jahren gebacken und der Beitrag nie zu Ende geschrieben. Ich glaube mich zu erinnern, dass er gut geschmeckt hat. Aber ich bin ja keine Bank und kann somit nichts garantieren. Ho ho, der war gut.

Wie auch immer – mein geschundenes Hirn weiß noch, woher ich das Rezept habe. Aus einem wunderschönen Buch, das ich vor Jahren gekauft und nach nunmehr 2 Umzügen in einem Schrank wiederentdeckt habe. Hach, die Freude war so groß. Und noch viele weitere Kochbuchschätze wurden ausgegraben. Mein altes Ich war zum Greifen nah. Ich glaube, dieses Gefühl können andere Eltern nachempfinen, wenn sie etwas aus kinderlosen Zeiten finden und sich an diese Momente zurückerinnern können.

Zutaten für eine normale Springform:

150 g Butter
4 Eier
250 g Zucker (es ist durchaus möglich, dass ich damals 200 g verwendet habe, da dies ein altes Rezept ist und damals (Zucker)Geiz nicht geil war)
200 mL Milch
280 g Mehl
1/2 TL Backpulver

Für die Glasur:
2-3 EL Erdbeermarmelade
Schokoglasur (gekaufte)

Backrohr auf 180°C vorwärmen. Eier trennen, Eiweiß zu Schnee schlagen. Alle Zutaten wie aufgelistet nacheinander vermengen. Ich empfehle einen Mixer. Wer in Lockdownzeiten mehr Bewegung braucht, greift zum Kochlöffel und trainiert die Oberarmmuskeln.

Den Teig in 2 Hälften teilen und eine davon mit 2 EL Kakao färben. Wie beim Marmorkuchen nun zuerst den hellen Teig in die Form geben, dann den dunklen und mit einer Gabel nur teilweise verrühren bis ein schönes Muster entsteht.

Ca. 30 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Backprobe (Holzspieß reinstecken) machen, wenn es passt, raus damit, wenn nicht, noch weitere 8-10 Minuten drinlassen.

Nach dem Abkühlen den Kuchen mit Marmelade bestreichen und mit Schokoglasur übergießen.

Hier ist das tolle Buch:

Das übliche Blabla: das ist keine Werbung, oder zumindest unbezahlte Werbung wegen Namensnennung. Ich hab das Buch mit meinen eigenen Euronen vor Jahren gekauft. Leider, leider hat mir niemand für diesen Beitrag Geld geboten. Ich empfehle es, weil es mir gefällt. Kauft es oder auch nicht. Es ist mir egal ;)

Viel Spaß beim Lesen und/oder Nachbacken.

 

Tüdeldü.

Schokokuchen mit Biss für Halloween

Schokokuchen Halloween

Ursprünglich hieß dieser Kuchen mal Zebrakuchen – und das auch berechtigt….wenn man denn die Kinderschokoriegel richtig angeordnet hätte (nämlich der Länge nach). So aber – BAM! – Hallo Halloweenkuchen mit Biss! Ich würde noch eine zweite Reihe an Zähnen empfehlen, damit wir auch ein hübsches Oberkiefer haben ;) aber hey, es war ursprünglich ein Unfall  und den könnt ihr ja noch bis zu eurer Party ausbauen.

Das Originalrezept (mit weniger Schokoriegeln – pfffft!) findet man im netten Büchlein “Cake” von Ursula Furrer-Heim.

Zutaten für eine Kastenform (ca. 35 cm):

170  g weiche Butter
200 g Zucker
4  Eier (Größe L)
1 Prise Salz
200 g Mehl
30 g Kakao (bitte das gute Zeug ohne Zuckerzusatz)
2 gestrichene TL Backpulver
12-15 Kinderschokoriegel bzw. 24-30 Stück für Unter- und Oberkiefer (je nachdem wie lang eure Form ist und ihr eine doppelte Schicht für die oberen und unteren Beißerchen machen wollt)

Backrohr auf 180°C Umluft vorwärmen. Backform einfetten oder mit Backpapier auslegen (ich spreche mich für das Backpapier aus).

Butter, Zucker, Eier und Salz in die Küchenmaschine schmeißen und schaumig (hellgelb) mixen. Die trockenen Zutaten (Mehl, Kakao und Backpulver) vermischen und auf die Ei-Buttermischung sieben und alles miteinander verrühren.

Solltet ihr nur  eine Schokoriegelschicht nehmen, dann reicht es die Masse in die Form zu füllen und die Schokoriegel tief in die Masse zu drücken, bis sie verschwunden sind. Für eine 2. Reihe würde ich zuerst eine Hälfte des Teigs einfüllen, Schokoriegel reindrücken, 2. Teighälfte darüber streichen und die 2. Reihe an Schokoriegeln reindrücken und alles glatt streichen.

Für ca. 40 Minuten auf der unteren Schiene backen und in der Form vollständig auskühlen lassen.

Bis(s) zum nächsten Mal (lahmste Verabschiedung ever!)!

 

Nachgebacken: Mohn-Zwetschkenkuchen

 

Mohn-Zwetschken-Kuchen_teil

Jaja, man bedient sich nicht nur an den geschätzten 300 Koch- und Backbüchern (vor allem, wenn man erst 4 Backbücher letzte Woche ergattert hat), die in den unendlichen Weiten der eigenen Bücherregale vor sich hinschlummern – nein, man durchstöbert auch die Blogs  der Konkurrenz.

Mama-KissTheCook hatte unlängst Geburtstag. So viel sei zum Alter verraten – sie  ist volljährig. Diese Dame, deren Hüften mich heute noch vorwurfsvoll anblicken, wird von mir  liebevoll “der Kuchenfriedhof” genannt. Gute  Beschreibung für ihre quasi unbeschreibliche  Kuchenliebe?
Mohn hat es ihr besonders angetan, Zwetschken mussten aufgebraucht werden, mein Gehirn hat mir ausnahmsweise einen guten Dienst erwiesen und mir Maras Kuchenrezept ins Gedächtnis gezaubert. So schnell lassen sich die Diätabsichten der gnädigen Frau Mutter vernichten.

Ich habe Maras Rezept  ein wenig abgewandelt – ganz ehrlich, wozu sollte ich nur 150 g Mohn nehmen, wenn in der Packung 200 g enthalten sind und man de facto niemals zu viel Mohn in einen Kuchen stopfen kann:

Für den Mürbteig:
125 g kalte Butter in kleine Würfel geschnitten
1 kaltes Ei (Größe M)
75 g Zucker
1 Pckg. Vanillezucker
225 g Mehl
1/2 Pckg. Backpulver

Für die Füllung:
100 g Sauerrahm
400 g Magertopfen
2 Eier (Größe M)
150 g Zucker
200 g Mohn, gemahlen
2  EL Vanillepuddingpulver
500 g Zwetschken (Mara nimmt 1 kg – mein Haushalt konnte nicht mehr entbehren)

Für die Streusel:
125 g Mehl
75 g Zucker
100 g kalte Butter in Würfel geschnitten
25 g gemahlene Mandeln
50 g feine Haferflocken (zartschmelzend)

Den Boden einer 28cm Springform mit Backpapier auslegen und die Seiten mit  Butter einfetten.
Was den Mürbteig  betrifft, bin ich eine ganz eine Faule. Mara hat den Teig ganz fleißig mit ihren eigenen Händen verknetet. Ich habe alle Zutaten in die  Küchenmaschine (Häcksler) geschmissen (ja, nicht einmal liebevoll hineingleiten lassen) und die Maschine so lange arbeiten lassen, bis der Mürbteig die Konsistenz von feuchtem Sand hatte.
Anschließend hat Mara den Teig ganz vorbildlich ausgerollt. Auch das habe ich mir erspart und den Teig in die Form gegeben und mit den Händen glatt gedrückt.  Die Ränder wurden ca. 3-4 cm hoch mit Teig bekleidet. Mit der Rückseite eines Löffels habe ich alles glattgestrichen. Anschließend wandert der Teig samt Form für  eine halbe Stunde in den Kühlschrank.

Für die Füllung mixt (oder lässt mixen – ohne Küchenmaschine würde ich sterben) einfach alle Zutaten zusammen.

Die Zwetschken werden halbiert, entkernt  und einfach in Scheiben geschnitten (jegliches andere Steinobst oder auch Äpfel stelle ich mir genauso wunderbar vor).

Die Streusel habe ich genauso wie den Mürbteig zubereitet – Stichwort feuchter Sand.

Backrohr auf 180°C Umluft vorheizen. Füllung auf dem Mürbteig verteilen und glatt streichen. Obst schön darauf arrangieren und die  Streusel (ruhig auch gröbere Stücke mit den Händen formen) darauf verteilen.

Auf mittlerer Schiene für ca. 35 Minuten backen und vollständig in der Form auskühlen lassen. Anschließend für  ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen, oder (so wie  ich) über Nacht in der kühlen Küche vergessen.

Mohn-Zwetschken-Kuchen_ganz

Übrigens waren nach dem Shooting weit weniger Streuseln auf dem Kuchen zu finden, als davor  *sabber* und das obwohl ich gar nicht dürfte #VerboteneFrüchteSchmeckenAberSoGut

Erdnussbutterkekse

Erdnussbutterkekse

Huch! Da kommt ja noch ein Cookierezept. Aber dieses hier kann ich euch nicht vorenthalten. Mein Blog – meine Regeln. Wenn’s sein muss, veröffentliche ich ein Jahr lang täglich ein Keksrezept. Wer will mich schon aufhalten?

Es werden sowieso noch einige süße Rezepte folgen. Ich habe einen kleinen “Umtrunk” (=Kuchen, Kekse und Cocktaileis) im Büro abgehalten und die lieben Kollegen gemästet und abgefüllt.

Rezept für (in meinem Fall) 27 Kekse:

130 g weiche Butter
200 g brauner Zucker
1 Ei
1 TL Vanilleextrakt (oder das Mark einer Vanilleschote)
200 g Mehl
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
300 g cremige Erdnussbutter (ohne Stückchen)
150 g gesalzene und geröstete Erdnüsse

Los geht’s. Backrohr auf 170°C Umluft vorheizen.
Butter und Zucker in der Küchenmaschine oder mit einem Mixer schaumig rühren. Ei und Vanilleextrakt/mark hinzufügen und weiterrühren. Anschließend die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver und Natron) vermischen und auch unterrühren.
Zu guter Letzt wird die Erdnussbutter hineingegeben aber nicht zu lange gerührt.

Den Teig formt man nun zu Kugeln (golfballgroß), legt sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und drückt sie ein wenig flach.
Die Erdnüsse grob hacken und auf den Teigscheiben verteilen.

Auf ausreichend Abstand achten. Ich habe jeweils 9 Kekse auf ein Backblech verteilt und für ca. 12 Minuten gebacken.

Heiß sind die Kekse noch ganz weich – 5 Minuten ruhen lassen und dann vorsichtig auf ein Kuchengitter legen und auskühlen lassen, damit die nächste Fuhre gebacken werden kann.

Die Kekse schmecken wunderbar zu Eis – hmmmm, wie wäre es schlicht und einfach mit Vanilleeis – vielleicht ein wenig darüber bröseln *sabber* – merkt man, dass ich seit Monaten auf Zuckerentzug bin? *seufz*

Gutes Gelingen und viel Spaß beim Nachbacken.

Übrigens stammt das Rezept aus dem Buch “Baking made easy” von Lorraine Pascale. Ich besitze nur das englischsprachige Buch, daher weiß ich leider nicht wie das deutschsprachige heißt. Obendrein bin ich zu faul es zu googeln.

Nigellas ultra-giga-mega-schokoladige Chocolate Chip Cookies

Schokokekse Nigella

Ich glaube, es ist kein Geheimnis, dass ich ein großer Fan (*hust* Groupie *hust*) von Nigella Lawson bin. Wie kann man diese Frau auch nicht vergöttern? Mit 50+ so auszusehen – würde ich auch gerne mit 50- (wie  jetzt) schaffen ;)

Sie  ist eine der wenigen Köchinnen, der ich es auch abkaufe, dass sie gerne kocht UND isst (!).  Natürlich habe ich nichts gegen schlanke, kochende Menschen einzuwenden – aber die mit kleinen Speckröllchen erobern mein Herz leichter. Man liegt auf ihnen auch viel bequemer. Ich schweife ab.

Nachdem ich ja Süßes derzeit umschiffen muss, aber dennoch gerne backe, profitieren eben meine Gäste davon.

Erst letzte Woche habe ich 4 hübsche Damen quasi zwangsernährt. Eine davon ist Schneebällchens Frauchen, die Käse liebt und mir nicht abkaufen wollte, dass Käsestückchen in den Cookies sind. Recht hatte sie – glaubt keiner Frau, die keinen Zucker essen darf! Die druckt nur Geschichten.

Rezept für (in meinem Fall – weil ich den Keksteig bundesheergenau mit dem Eisportionierer aufs Backblech befördert habe) 21 Kekse:

Übrigens, nachdem ich mich ausnahmsweise mal ganz genau an ein Rezept gehalten habe, könnt ihr das Original in englisch direkt auf Nigellas Homepage nachlesen (ich habe es aus ihrem Buch Nigella Express).

125 g Zartbitterschoki (70%)
150 g glattes Mehl
30 g Kakaopulver (lt. Rezept gesiebt, dafür war ich zu faul)
1 gestrichener TL Natron
1/2 TL Salz
125 g weiche Butter
70  g brauner Zucker
50 g weißer Zucker
1 Pckg. Vanillezucker
1 kaltes Eis (Größe L)
350 g Schokodrops (backfest)

Das Backrohr auf 170°C (Umluft) vorheizen. Schoki in der Mikrowelle oder über dem Wasserbad schmelzen.

Die trockenen Zutaten (Mehl, Natron, Kakao) in einer Schüssel miteinander vermischen. Butter und Zucker (alle 3 Sorten)  in die Küchenmaschine geben und schaumig aufschlagen. Die geschmolzene Schoki dazugeben, anschließend das kalte Ei unterrühren, dann die Mehlmischung und zum Schluss die Schokodrops unterheben.

Das Backblech mit Backpapier auslegen, einen Eisportionierer und ein Buttermesser schnappen.

Mit dem Eisportionierer Keksteig aus der Schüssel entnehmen und mit dem Messer glattstreichen. Den Teigklumpen aufs Backblech plumpsen lassen und nicht flach drücken! So entstehen lauter gleichgroße, hübsche Coookies, die außen knusprig und innen noch saftig weich sind. Mindestabstand von 4-5 cm einhalten!

Ca. 16-18 Minuten backen, aus dem Ofen holen und noch für 5 Minuten auf dem Blech ruhen lassen. Anschließend auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Diese Kekse habe ich zu meinem Himbeer-Mascarpone-Eis serviert.

Himbeer-Mascarpone-Eis (zuckerfrei)

Himbeer-Mascarpone-Eis zuckerfrei

Die neue no-sugar-Diät? Nope, manchmal muss das weiße Gold einfach fernbleiben – aber es gibt ja genug Alternativen. In diesem Fall kein Birkenzucker oder Stevia oder sonstige Ersatzprodukte, sondern stinknormales Flüssigkandisin.

Bei diesem Rezept wird auch keine Eismaschine benötigt, sondern einfach nur ein Tiefkühler und ein wenig Geduld.

Zutaten für ca. 8 Personen:

1 Ei (L)
4 Eidotter (auch Größe L)
nach Gusto 5-8 Spritzer Flüssigsüße, oder 2 1/2 EL Stevia
80 g Mascarpone
1 Verschlusskäppchen Vanilleextrakt oder 1/4 TL gemahlene Vanille oder das Mark einer Vanilleschote
400 g Schlagobers
ca. eine großzügige Handvoll frische oder TK Himbeeren

Ei, Eidotter und Süßungsmittel miteinander verquirlen und über einem Wasserbad hellgelb, schaumig aufschlagen, bis die Masse etwas dicker wird. In einem kalten Wasserbad 2 Minuten weiterrühren und abkühlen.

Mascarpone, Vanille und Schlagobers miteinander verrühren und ein wenig schaumig aufschlagen. Nun die  Eimasse unter die Mascarpone-Schlagobersmischung vorsichtig unterrühren und in gefriergeeignete Formen Füllen. Die Himbeeren drüberstreuen (sie versinken eh von selbst) und für mindesten 3-4 Stunden in den Tiefkühler schieben.

Da dieses Eis eben nicht in der Eismaschine gemacht wird, ist es auch nicht ganz so cremig und wird recht hart. Das Eis muss vor dem Servieren mindestens 10-15 Minuten antauen – aber danach ist es in sekundenschnelle aufgeschnupft ;).

Das Rezept stammt aus meiner neuesten Anschaffung  “Die zuckerfreie Küche” – die samtige Avocado-Schokoladen-Creme steht schon auf meiner to-do-Liste!

Cooles Gelingen wünscht Mrs. KissTheCook,

Vanillecreme mit Zuckerdeckel

Vanillecreme mit Zuckerhaube

Nachdem heute meine Knochen von einem äußerst charmanten, französischen Osteopathen eingerenkt, mein weibliches Ego mit dem schönsten französischen Akzent gestreichelt und aufgebläht wurden, habe ich nun wieder genug Kraft in den alten, krummen Fingern, um dieses wunderbar schnelle und einfache Dessert auf  den Blog zu zaubern.

Zutaten für 4-5 Förmchen:
500 mL Schlagobers
1 1/2 EL Speisestärke (hier: Maisstärke)
5 Eigelb (Größe M)
1TL Vanilleextrakt oder das Mark einer Vanilleschote
70 g brauner Zucker
1 TL feiner Zucker pro Förmchen ( also 4-5)

Schlagobers in einem Topf vorsichtig erhitzen (nicht zum Kochen bringen). Braunen Zucker, Eigelbe, Vanille und Speisestärke in einer Schüssel miteinander verrühren und vorsichtig zum heißen Schlagobers geben und sofort weiterrühren bis die Masse eindickt. Das dauert bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten.

Anschließend in feuerfeste Förmchen eurer Wahl füllen und für mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank stellen –  bei  mir über Nacht, da ich am nächsten Tag Gäste erwartet habe und für das Dessert nicht so lange in der Küche stehen wollte (bei 39°C Außentemperatur und 50°C Küchentemperatur).

Vor dem Servieren die Förmchen aus dem Kühlschrank holen und mit jeweils einem TL Zucker bestreuen.
Mutige karamellisieren den Zucker mit einem Bunsenbrenner. Luschen (so wie ich) stellen die Förmchen für 2-3 Minuten bei 250°C unter den Backofengrill.

Et voilà.

Das Rezept stammt von meiner BFF Donna Hay aus dem Buch “Meine spontane Küche”.

PS: die Tiefkühlbeeren waren nur Deko, aber mei, vielleicht seid ihr ja so verrückte Hühner und besorgt euch frische Beeren, die ihr dazu essen könnt.

 

Eierlikörschnitten

Eierlikörschnitten

Auf Wunsch von Mr. KissTheCook wird nun diese Köstlichkeit an die Öffentlichkeit gezerrt. Es nervt ihn, dass ich jedes Mal ewig überlegen muss, aus welchem Backbuch dieses Rezept stammt und gefühlte Stunden danach suchen muss. Nun ist es griffbereit im Blog abgespeichert ;).

Mr. KissTheCooks First-World-Problems kommentiere ich lieber nicht.

Ich finde, die Schnitten eigenen sich auch perfekt als Osternascherei für Erwachsene. Damit ist das hier auch mein erster Beitrag für #ichbacksmir März 2015 von Clara und ihrem schönen Blog tastesherrif.

ichbacksmir225

Zutaten für ein Blech:

300 g weiche Butter
180 g Zucker
1 Kapperl Vanillextrakt oder 2 Pckg. Vanillezucker (dann aber nur 175 g vom normalen Zucker nehmen)
4 Eier
300 g glattes Mehl
1 Pckg Backpulver
300 mL Eierlikör
75 g Schokodrops
Staubzucker zum Bestäuben

Butter, Zucker und Vanilleextrakt schaumig rühren. Die Eier einzeln hinzugeben und unterrühren.

Mehl, Backpulver und den Eierlikör zu Masse geben und mixen bis ein glatter Teig entsteht. Zum Schluss die Schokodrops unterheben.

Backrohr auf 180° C (Heißluft) vorheizen. Eine große, eckige Kuchenform mit Butter einfetten oder ein Backblech mit Backpapier auslegen. Teig in die Form oder aufs Backblech gießen und glatt streichen. Bei ca. 20-25 Minuten auf mittlerer Schiene backen.

Auskühlen lassen und mit Staubzucker bestäuben.

Gutes Gelingen wünscht Mrs. KissTheCook.

PS: für die Neugierigen: das Ursprungsrezept stammt aus dem Buch “Süße Geschenke zu Weihnachten”. Ich habe es wieder ein wenig abgewandelt.

Mascarponetorte mit dunkler Ganache (klein)

Kuchen mit Mascarpone & dunkler Ganache_klein

Je mehr Bilder ich von meinem Essen mache, desto eindeutiger wird es – ich mag weiß. Weiße Tortenplatte, weißer Teller, weißer Beistelltisch, nicht mehr ganz so weiße Vorhänge. Merkwürdig.

Gibt es Küchenpsychologen unter euch, die das analysieren können?

Zutaten für  ein kleines Törtchen (20 cm ∅):

Biskuitmasse
100 g Butter (geschmolzen)
3 mittelgroße Eier (das gemeine Volk würde die Größe wohl mit M klassifizieren)
3 EL Milch
1 Prise Salz
100 g Zucker
125 g Mehl
1 gestrichenen TL Backpulver
20 g Kakaopulver
2 EL Marillenmarmelade

Mascarponecreme
150 g Mascarpone
25 g Zucker
1 Pckg. Vanillezucker
180 g Schlagobers

Ganache (Glasur)
200 g Schlagobers
150 g Kochschokolade (zB. von Manner und nicht Männer wie vom Rechtschreibprogramm automatisch korrigiert)

Das Backrohr auf 160°C (Heißluft) vorheizen. Den Boden einer kleinen Tortenform mit Backpapier auslegen und die Seiten mit Butter einfetten (da eh Butter geschmolzen werden muss, einfach mit einem Silikonpinsel im Töpfchen rumfahren und damit die Tortenform einfetten).

Butter vorsichtig schmelzen, Eier trennen, Eiweiß zu Schnee schlagen und zur Seite stellen. Eidotter mit Milch und Salz schaumig mixen. Anschließend den Zucker einrieseln lassen. Mehl, Back- und Kakaopulver auf die Eimasse sieben und unterheben. Nun die flüssige Butter langsam dazugeben und unterrühren.

1/3 vom Eischnee wild mit dem Teig verrühren, die restlichen 2/3 vorsichtig unterheben. Teig in die Form füllen und für ca. 30 – 35 Minuten auf mittlerer Schiene backen.

Danach auf ein Kuchengitter stürzen und auskühlen lassen.

Mascarpone, Zucker und Vanillezucker glatt rühren. Schlagobers steif schlagen und unterheben. Sobald der Biskuitteig ausgekühlt ist, 2 mal horizontal durschneiden, sodass 3 Lagen entstehen.

Die unterste Lage auf einen Teller oder Tortenplatte geben. 1 EL Marillenmarmelade darauf verstreichen und die Hälfte der Mascarponecreme darauf verteilen. Nun legt man den 2. (mittleren) Tortenboden darauf und verstreicht wieder einen EL Marillenmarmelade darauf. Die 2 . Mascarponecremehälfte darauf verteilen und zum Abschluss den 3. Tortenboden darauf legen.

Für die dunkle Ganache (oder Pariser Creme) Schlagobers in einem Topf erhitzen und die dunkle Kuvertüre darin schmelzen und auskühlen lassen. Danach mit einem Mixer aufschlagen und das Törtchen damit einstreichen.

Über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen oder für mindestens 3 Stunden.

Das Ursprungsrezept habe ich aus dem Buch “Kleine Wochenend & Festtags Torten” – ich habe es ein wenig abgewandelt.

 

Stinknormaler Schokokuchen

stinknormaler Schokokuchen

Es muss ja nicht immer ein besonderer Kuchen sein. Vor allem, wenn man die Eltern besucht und DEN besten Kuchen der Welt versprochen hat – dann aber erst spät am Abend realisiert, dass der eigentlich über Nacht im Kühlschrank ruhen soll, irgendwie gerade überhaupt keine Lust hat den Kadaver auch nur einen Millimeter von der Couch zu bewegen und somit der Prokrastination frönt und einfach nur zur Dekoration des Wohnzimmers beiträgt.

Stress am nächsten Tag? Bei weitem nicht. Her mit dem kleinen Buch namens “Express-backen”. Ah, da ist er ja schon – der stinknormale, 0815, alle Zutaten vorrätig Schokokuchen.
Den Eltern hat’s geschmeckt und alle waren zufrieden.

Zutaten für ein ordinäres Küchlein:

250 g weiche Butter
180 g Zucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillezucker
4 Eier
250 g Mehl
1 TL Backpulver
40 g Kakaopulver (bitter)
100 mL Milch
75 Schokodrops
100 g Zartbitterkuvertüre
50 g Vollmilchschoki + 1 TL Butter

Backrohr auf 180 °C Umluft vorheizen. Eine Kranzform mit Butter einfetten.

Ich bin ja meist nicht so gut organisiert und backe eher recht spontan. Daher bin ich nie in Besitz von zimmerwarmer Butter. Das erfordert ja Planung – uuuäääääh! Also schneide ich Butter in Würfel und gebe sie für 30 Sekunden in die Mikrowelle – tadaaaaa! Zimmerwarme Butter.

Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz mit der Küchenmaschine hellgelb, schaumig aufschlagen (lassen). Eier einzeln dazugeben und unterrühren, bis eine sehr helle Masse entstanden ist.

Mehl, Backpulver und Kakao zusammen mit der Milch und den Schokodrops unter den Teig rühren.

Teig in die Form geben und ca. 40 – 45 Minuten auf  mittlerer Schiene backen. Auf ein Kuchengitter stürzen und auskühlen lassen.

Schoki und Butter über einem Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen und den abgekühlten (bei mir lauwarm – Geduld ist mir fremd) Kuchen damit überziehen, bzw. einfach nur obendrauf schütten.

Fertig ist der kleine Kuchen, den ich echt unter Wert verkauft habe. Denn er ist wirklich köstlich!

Backt euch die Seele aus dem Leib!