Archiv der Kategorie: Hey Süße!

Naschkatze? Nein. Naschtiger!

Weiße Schokotarte mit Himbeeren

Print Friendly, PDF & Email

Das Märchen Schneeweißchen und Rosenrot als köstliche Tarteinterpretation?
Jetzt müssen schon die Gebrüder Grimm herhalten, um meine übliche Sonntagabenddepression in den Griff zu bekommen. Es hat geholfen – zumindest bis der letzte Krümel weg war.

Die Himbeeren waren für das schlechte Gewissen gedacht, um über die Millionen von Kalorien hinweg zu täuschen – Obst ist doch gesund!

Zutaten für eine leichte- bis mittelschwere “Morgen ist Montag!”-Depression:

1 Portion Sandteig:
170 g Mehl (glatt)
40 g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker
1/2 TL Salz
115 g weiche Butter (in kleine Stückchen geschnitten)
1 Ei

Für die Füllung:
500 g Crème fraîche
300 g weiße Schokolade (gute Qualität – nicht das süße Billigzeug nehmen)
4 Eidotter

Für die Deko:
30 g weiße Schokolade
150 g Himbeeren
Puderzucker

Sandteig: am besten am Vorabend zubereiten und über Nacht im Kühlschrank aufbewahren, ansonsten 1-2 Stunden vor dem Backen und zumindest für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.

Mehl, Puderzucker, Salz und Vanillezucker auf die Arbeitsplatte sieben und zu einem kleinen Hügel formen. Eine kleine Mulde hineindrücken und Ei und Butter hineingeben und miteinander vermischen. Anschließend die Masse schnell unter das Mehl arbeiten. Aus den entstandenden Krümeln eine Teigkugel formen und zu einer dicken Palatschinke formen.
In Klarsichthülle rollen und ab damit in den Kühlschrank.

Eine halbe Stunde vor dem Weiterverarbeiten wieder aus dem Kühlschrank nehmen.
Den Boden einer Tortenform (Ø 28 cm)  mit Backpapier auslegen und den Rand mit Butter einfetten. Teig in die Form geben und einen etwa 2 cm dicken Rand formen.

Mehrmals mit der Gabel einsteichen und für 10 Minuten bei 180° C Heißluft blind backen (Auf den Teig noch eine Schicht Backpapier legen und mit entweder Backerbsen oder einen kleinen Topf beschweren). Nach 10 Minuten das Gewicht entfernen und ohne Backpapier und Gewicht für weitere 10 Minuten backen. Nach dem Blindbacken, das Backrohr auf 150° C runter drehen.

Während der Teig im Backrohr ist, Schokolade und Crème fraîche vorsichtig im Wasserbad schmelzen. Eier trennen und sobald eine gleichmäßige  Masse entstanden ist, vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Anschließend die Eidotter nacheinander mit einem Holzlöffel unterrühren.

Teig aus dem Ofen nehmen und 5 Minuten abkühlen lassen. Die Schokomasse auf dem Tarteboden verteilen und für 25 Minuten bei 150°C Heißluft im Ofen backen.

Die restlichen 30 g der weißen Schokolade mit einem Gemüseschäler raspeln, evt. Himbeeren waschen und gut abtropfen lassen.

Die Tarte vollständig auskühlen lassen und erst kurz vor dem Servieren mit den Himbeeren belegen. Puderzucker darüber sieben und die Schokoraspeln gleichmäßig verteilen.

Das leckerste Antidepressivum seit Langem.

Edit: Ganz vergessen, Grundrezept ohne Schi-Schi stammt aus dem schönen Buch “Tartes & Quiches” ISBN: 978-3-88472-712-6

Brownies nach Sacher Art

Print Friendly, PDF & Email

Wie bereitet man sich am Besten auf eine New York Reise vor? Genau! Man macht zu aller erst einmal eine Ladung Brownies – um sich schon mal mental auf das Reiseziel einzustellen.

Tja, nun lebe ich in Wien und da kann man die Traditionen nicht einfach ignorieren. Also: pimp my Brownie Sacher-Style.

Ganz furchtlos habe ich zu Marillenmarmelade und (aus Mangel an Kuvertüre) zu Vollmilchschokolade gegriffen.

Ich packe meinen Koffer und nehme 1 Blech Brownies mit. Vorsicht vor Übergepäck. Das könnte lecker werden.

Das Ursprungs-(nicht Sacher-Style) Rezept stammt aus dem netten Buch “Schokolade” ISBN: 978-1-4075-7940-5 – ich habe es, wie immer, meinen Bedürfnissen angepasst.

100 g Butter (und ein Stückchen zum Einfetten)
150 g Zucker
75 g brauner Zucker
130 g Zartbitterschokokolade (70%)
2 Eier
1 Pckg. Vanillezucker
100 g Mehl (glatt)
2 EL Kakaopulver
1/2 TL Backpulver
3 EL Marillenmarmelade
150 g gute Vollmilchschokolade

Die Seiten einer kleinen, quadratischen Kuchenbackform einfetten und den Boden mit Backpapier auslegen (meinen eigenen Rat werde ich beim nächsten Mal auch befolgen, dieses Mal leider vergessen und prompt ist ein Teil kleben geblieben).

Butter, Zucker, Vanillezucker, Zartbitterschoki in einem Topf vorsichtig erwärmen, währenddessen rühren und sobald eine homogene Masse enstanden ist, vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Die beiden Eier in die abgekühlte Schokoladenmasse einrühren.

Mehl, Kakao und Backpulver ebenfalls zur Schokomischung sieben und sorgfältig vermengen.

Den Teig in die Backform geben und 15 – 18 Minuten bei 180°C backen. Der Teig sollte in der Mitte noch feucht sein.

Brownies gut abkühlen lassen. Anschließend die Vollmilchschokolade im Wasserbad oder der Mikrowelle (DER Tipp für Faule) schmelzen. Die 3 EL Marillenmarmelade auf dem Kuchen verteilen und dann vorsichtig mit der geschmolzenen Schokolade übergießen.

Die gesamte Backform nun für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen, damit die Glasur ein wenig aushärtet.

Zu guter Letzt alles in schöne Quadrate schneiden und zu Frank Sinatras New York, New York Walzer tanzen.

Da steht der Reise nun nichts mehr im Wege.

Edit: mein 2. Beitrag für Uwes Cookbook of Colors

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

 

Vanille-Eierlikörpudding mit Beerensauce

Print Friendly, PDF & Email

Also irgendwie sieht es ja wie ein kleines Puddingmonster aus, das die Zunge rausstreckt. Zur Strafe, weil es so frech war, wurde es kaltblütig verschlungen.
Bestrafen macht Spaß!

Ich hatte noch eine kleine Flasche Eierlikör aus Kärnten – wie ich zugeben muss, im Schrank vergessen. Wie es der Zufall so wollte, habe ich mir vor kurzem ein paar bunte Puddingförmchen gekauft – und wie es das Schicksal so wollte, überfiel mich eine unbändige Lust auf Vanillepudding.

Da lag es doch Nahe Likör und Pudding einander bekannt zu machen und das Beste zu hoffen. Ich wurde nicht enttäuscht.

Und da ich unbedingt bei Uwes Cookbook of Colors mitmachen wollte, überlegte ich mir noch eine fruchtig-violette Beerensauce.

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Was braucht man nun für 500 mL Pudding und Beerensauce?

Für den Eierlikör-Vanillepudding:
300 mL Milch
200 mL Eierlikör
4 EL Speisestärke
4 EL Zucker
10 g Butter
1 Vanilleschote

Beerensauce:
aus Mangel an frischen Beeren (man sollte echt nicht am späten Samstagnachmittag einkaufen gehen) 250 g TK-Beerenmischung
200 g schwarze Ribiseln (die konnte ich noch ergattern)
50 mL roten Multivitaminsaft
1 EL Zucker
1 EL Speisestärke
1/2 EL geriebene Orangenschale

Für den Pudding zweigt man 5 EL von der Milch ab und verrührt sie mit der Stärke. Die restliche Milch, den Eierlikör, Zucker Butter, das ausgekratzte Vanillemark und die Vanilleschote gibt man in einen kleinen Topf und erhitzt vorsichtig, bis die Mischung aufkocht. Anschließend verrührt man das Ganze mit der Stärke und lässt es noch eine Minute köcheln. Währenddessen schön brav mit dem Schneebesen rühren und Arme trainieren. Nicht vergessen die ausgekratzte Vanilleschote wieder zu entfernen.

Die TK-Beeren und 2/3 der frischen, schwarzen Ribiseln in einem Topf, mit dem Multivitaminsaft und Zucker erhitzen, bis alles schön weich ist. Orangenschale hinzufügen und alles mit einem Kartoffelstampfer bearbeiten. Ich mag es rustikal, deswegen habe ich die Sauce nicht durch ein Sieb passiert – mich stören die kleinen Kernchen nicht.

Zum Schluss noch 1 EL Speisestärke einrühren und noch 1 Minute köcheln lassen.

Auf dem Boden der Puddingförmchen ein paar frische Ribiseln verteilen und anschließend abwechselnd mit Pudding und Beerensauce schichten.
Bei mir sind sich 6 Puddingförmchen ausgegangen.

Abkühlen lassen und für min. 4 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Fertig ist das Puddingmonster.

Joghurtmuffins

Print Friendly, PDF & Email

Mr. KissTheCook frühstückt nur süße Sachen. Und, oh mein Gott, an einem Sonntag hat er das letzte Stück Kuchen gegessen und ist dann voller Panik darauf gekommen, dass er nun den Montag nicht mehr süß starten kann. Also musste ein Last-Minute-Muffin-Rezept her. Ist nur schlecht, wenn man nicht alle Zutaten, die das Rezept von einem verlangt, zu Hause hat. Also mal checken, was der Kühl- und Vorratsschrank so hergeben.

Naja, 1 Joghurt und mit Milchcreme gefüllte Schokoherzen – könnte schlimmer sein. Mehl, Butter, Zucker und Eier habe ich immer da…..fast immer.

Nun gut – damit lässt sich schon was anfangen. Und aus Mangel an Kreativität heißen diese “Mr. KissTheCook-geht-mir-am-Keks-wenn-er-nicht-frühstückt-weil-Butterbrot-mit-Käse-Marmelade-Honig-wasauchimmer-kann-man-doch-in-der-Früh-nicht-essen-Pfuipfuipfui!-Muffins” (wäre ein langer Titel geworden) nun kurz und knapp Joghurtmuffins (weil, erraten!, Joghurt drin ist).

Was für eine Einleitung!

Übrigens stammt das Originalrezept, das ich stark abwandeln musste, aus dem netten Schoko-Kochbüchlein (inkl. Musik-CD , leider noch nie angehört…..weil mir gehts mehr um die Schoki ;)) “Schokolade – Kochen mit verführerischen Melodien” ISBN: 978-1-4075-7940-5

Für 12 Muffins:

70 g weiche Butter
200 g Zucker
2 Eier
150 g Naturjoghurt
5 EL Milch
250 g Mehl
1 TL Natron
Schokotröpfchen (ich hatte leider nur noch ca. 40 g – da können ruhig viiiiiel mehr rein, ca. 200 g)
und die köstlichen Schokoherzchen, gefüllt mit Milchcreme
Staubzucker

Backrohr auf 200 °C vorheizen, Muffinblech und Papierförmchen herrichten.

Weiche Butter und Zucker in einer großen Schüssel schaumig rühren. Eier, Joghurt und Milch unterrühren. Mehl und Natron über den Teig sieben und ebenfalls unterrühren. Anschließend die Schokotröpfchen mit dem Teig vermischen.

Nun gibt man einen 1 EL Teig in die Förmchen und legt ein Schokoherz darauf, dann den restlichen Teig in die Förmchen füllen, sodass sie ca. zu 2/3 voll sind.

Alles in den Ofen schieben und für ca. 20-25 Minuten bei 200°C backen. Am besten sieht man nach 20 Minuten nach. Wenn sie goldgelb sind und kein Teig mehr an einem (z.B.) Holzstäbchen kleben bleibt, kann man sie rausnehmen.

Abkühlen lassen und mit ein wenig Staubzucker bedecken.

Fertig ist das Frühstück, oder in meinem Fall, die Nachspeise.

 

 

Mmmmm(h)ousse-au-Chocolat Törtchen

Print Friendly, PDF & Email

Heute wäre Julia Child 100 Jahre alt geworden . In den USA war sie DIE Fernsehköchin der 60er und 70er Jahre. Ihr Buch “Mastering the Art of French Cooking” (geschrieben mit Simone Beck und Louisette Bertholle) revolutionierte den Stil der US-amerikanischen Küche. Übrigens ist der Film Julie&Julia wirklich sehenswert. Meryl Streep spielt Julia Child in ihren Jahren in Paris, als sie das Kochen im berühmten “Le Cordon Bleu” erlernte.

Was hat das jetzt alles mit der Torte zu tun? Nichts. Ich wollte nur mal meine geliebte Julia Child erwähnen.

Aber nun zur Torte. Im Sommer ist ja Backen nicht gerade das Wahre. Deswegen bin ich ein Fan von Kühlschranktorten. Hier habe ich nun 2 geniale Sachen kombiniert. Den Boden einer typischen Kühlschranktorte und Mousse au Chocolat.
Himmlisch!

Und hier geht’s zum Himmel:

120 g Schokokekse
50 g Vollkornkekse (welche Kekse man nimmt ist egal. Es sollten insgesamt 170 g sein)
75 g zerlassene Butter
200 g Zartbitterschokolade
120 g Vollmilchschokolade
3 Eier (getrennt)
50 g Zucker
1 Prise Salz

Zuerst zerbröselt man die Kekse und vermischt sie mit der zerlassenen Butter (ich habe sie in der Mikrowelle geschmolzen – Faulheit siegt). Die Keks-Buttermischung drückt man fest auf den Boden einer Springform (Durchmesser 23 cm), dann abdecken und in den Kühlschrank stellen.

Für die Mousse schmilzt man beide Schokosorten über dem Wasserbad (die Faulen machen das wieder in der Mikrowelle), lässt sie ein wenig abkühlen und verrührt sie mit dem Eigelb.

Das Eiweiß schlägt man mit einer Prise Salz steif. Während des Schlagens den Zucker nach und nach zugeben. Nun den Eischnee vorsichtig unter die Schokomasse heben. Kleiner Tipp: 1/3 des Eischnees mit der Schokomasse verrühren, dabei muss man nicht vorsichtig sein – die Masse soll einfach cremiger werden, sodass sich der Rest des Schnees leichter unterheben lässt.

Die Mousse auf den Keksboden verteilen und über Nacht (min. 8 Std.) in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag packt man das gute Stück aus und hobelt mit dem Gemüseschäler ein wenig Vollmilchschoki darüber.

Endstation Schokihimmel. Bitte alle aufessen!

Tiramisu à la Mama

Print Friendly, PDF & Email

Ja klar. Ich weiß. Es ist kein typisches Tiramisu-Rezept, aber meine Mama hat es erfunden und deswegen muss ich es in den Himmel loben. Sie hat es sich an irgendeinem heißen Sommertag ausgedacht, als sie Angst hatte rohe Eier zu verwenden. Danke Petrus, sonst wären wir alle hier wohl nie in den Genuss gekommen.

Und hier kommt nun das tolle Rezept. Ein kleiner Tipp noch am Rande: immer ein bisschen mehr von der Creme machen. Es bleibt leider nie bei einer Kostprobe ;)

Rezept für 4 gierige oder 6 zivilisierte Esser:

1 Packung Biskotten
1 Tasse Kaffee
1 Schuss Rum
500 g Mascarpone
250 ml Cremefine
6-8 EL Zucker (je nach Stärke des Naschkatzensyndroms)
Kakao

Es ist schon fast zu einfach. Cremefine und Zucker steif schlagen und anschließend Mascarpone vorsichtig unterrühren. Kaffee kochen, kurz abkühlen lassen und einen Schuss Rum hinzufügen. Die Biskotten nur kurz in den Kaffee tunken, damit sie nicht zu matschig werden. Die Biskotten in eine schöne Form schlichten, anschließend eine Hälfte der Mascarponecreme darüber verstreichen. Dann die zweite Schicht Biskotten schlichten und die restliche Creme darauf verteilen. Sofort die Schüssel auslecken, um anschließend zu guter Letzt den Kakao über das Tiramisu zu streuen. Am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen und am nächsten Tag sofort genießen.

Gutes Gelingen!