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Kaisersemmeln (Gastbeitrag von Känns Braut)

Es ist endlich wieder soweit.  Känns Braut ist zu Besuch und verwöhnt uns mit einem neuen Gastbeitrag. Diesmal wagt sie sich an die Kaisersemmel. Lasst uns eintauchen in ihr mutiges Abenteuer:

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Es gibt Influencer und Trendsetter. (Vielleicht ist das eh das gleiche und ich bin einfach nur zu alt für diesen neumodischen Kram.) Es gibt Menschen, die Trends folgen. Und es gibt mich: verschläft jeden Trend und wundert sich dann, dass alle Menschen seit Monaten das machen, was sie gerade für sich entdeckt hat. Menschen wie ich stehen dann im Supermarkt und suchen so Sachen wie Mehl, Hefe usw., weil sie ja gerade das Brotbacken für sich entdecken. Und sind bass erstaunt, wenn sie vor leeren Regalen stehen und erfahren, dass ganz (oder fast ganz) Österreich im Lockdown der letzten Wochen nichts Anderes gemacht hat als Brot zu backen.

Ein netter Mensch hat mich irgendwann auf Kruste & Krume aufmerksam gemacht. Ich weiß nicht mehr, wer es war, aber an dieser Stelle nochmals DANKE! (Beziehungsweise – ich habe ja unlängst auch so neumodisches Zeug wie PODCASTS entdeckt und lerne dort eine ganz neue Sprache – FETTE PROPS!) (Bei dieser Gelegenheit kann ich Euch den wunderbaren Podcast „WIMAF – Meine Freundin (später Meine Frau) hasst die Lindenstraße“ von Maria Lorenz-Bokelberg und Nils Bokelberg ans Herz legen. Ich LIEBE ihn!)

Jedenfalls, zurück zum wichtigen Thema: Kruste & Krume ist ein Brotbackatelier in Wien, das auch Backzubehör für Brot und Gebäck verkauft: ausgesuchte Mehle, Malz, Brotbackkörbchen usw. (Fragt der Mann doch tatsächlich, wozu ich ein Teigthermometer brauche, wo wir doch insgesamt 4 Fleischthermometer besitzen. Männer!) Gegründet hat es Barbara van Melle, Leiterin von Slow Food Wien, mit einigen Gleichgesinnten.

Kruste & Krume hat auch einen exzellenten Onlineshop unter https://krusteundkrume.at/ (Ich bekomme natürlich keine Prozente. Ich empfehle den Shop nur, weil ich ihn in mein Herz geschlossen habe.) Jedenfalls habe ich dort vor einiger Zeit zugeschlagen. (Nochmals sorry an den armen Zusteller, der das 10-Kilo-Paket schleppen musste. Aber es ging ihm besser als dem armen Tropf, der letztes Jahr meine Hanteln zugestellt hat. Der durfte 18 Kilo durch die Gegend tragen.) Die wunderbare Barbara van Melle hat mit gemeinsam mit Pierre Reboul ein Buch über Wiener Bäckerei namens Vom Kipferl zum Croissant verfasst. Selbstredend findet sich in der sehr, sehr umfangreichen Koch- und Backbuchbibliothek, in der mehr als 10 Bücher zum Thema Brotbacken ihr Dasein fristen, auch dieses Buch. Und was liegt näher, als an einem Urlaubstag, an dem man nichts machen kann (Danke Lockdown! Danke Reisebeschränkungen! Danke Corona!), endlich endlich das Projekt Handsemmel anzugehen. Vorab: Wer diese Semmeln bäckt, wird den Preis für Handsemmeln mit neuen Augen sehen. Es ist viel Arbeit, aber die Semmeln sind definitiv ein Genuss!

Ich mache den Teig immer in der Tupperware-Germteigschüssel und stelle ihn zum Gehen bei 30 Grad ins Backrohr. In meiner Wohnung hat es gewöhnlich im Winter kuschelige 16 – maximal 19 Grad. Da geht kein Germteig. (Außer vielleicht ein trotziger: der packt seine sieben Zwetschken und übersiedelt über die Temperatur schimpfend zum Nachbarn und zeigt mit jeden Tag die Zunge, wenn ich bei der Nachbarwohnung vorbeigehe.)

Here we go:

Kaisersemmeln (Zutaten für 20 Stück):

Vorteig:

215g Weizenmehl Type 700

160g Milch

160g Wasser

8 g frische Hefe

Hauptteig:

Vorteig

60g Milch

415g Weizenmehl Type 700

4g aktives Gerstenmalz

5g Zucker

10g Salz

(Laut Rezept soll man Rohmilch verwenden. Es funktioniert aber mit pasteurisierter Milch ebenso gut. Rohmilch gibt es zB bei den Bioschwestern in der Ungargasse im 3. Wiener Gemeindebezirk.)

Für den Vorteig alle Zutaten circa 2 Minuten mit den Händen in einer Schüssel vermischen und mit einem Tuch abgedeckt bei Raumtemperatur rasten lassen (ideale Teigtemperatur: 25 Grad Celsius). Nach circa 2 Stunden hat der Teig sein volles Volumen erreicht und beginnt in der Mitte einzufallen.

Für den Hauptteig alle Zutaten bis auf das Salz, mit dem Vorteig und der Milch beginnend, in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und 4 Minuten langsam mischen. Dann erst das Salz beifügen und 2 Minuten schneller kneten (ideale Teigtemperatur nach dem Mischen: 27 – 28 Grad Celsius); die relativ hohe Temperatur ist wichtig, weil der Teig mit den etwas schwächeren unbehandelten Mehlen dadurch ehr Spannung und Stabilität erhält.)

Teig in der Schüssel mit einem Tuch abgedeckt bei Raumtemperatur 50 Minuten rasten lassen, den Teig einmal zusammenstoßen und weiter 25 Minuten abgedeckt rasten lassen.

Arbeitsfläche leicht mit Roggenmehl stauben. Vom Teig Stücke zu je 50g abstechen, Teigstücke rundschleifen und bei Raumtemperatur mit einem Tuch abgedeckt 30 Minuten rasten lassen.

Teigstücke in reichlich Roggenmehl zu runden Fladen flach drücken und zu 5-teiligen Sternen wirken. Dafür den Daumen der linken Hand auf die linke Hälfte eines Fladens legen und den oberen Teil zur Mitte klappen. Mit einem Schlag durch die rechte Handkante die Faltung fixieren, Teigfladen mit den Fingerspitzen der linken Hand etwas nach links drehen, oberen Teil wieder einklappen und die Faltung wiederum mit einem Handkantenschlag fixieren. Die letzten beiden Arbeitsschritte noch zweimal wiederholen. Das noch abstehende Teigende etwas wegziehen, in den Hohlraum stecken, in dem vorher der Daumen war, und gut festdrücken. (Kleiner Tipp für die, die sich ähnlich kompetent anstellen wie ich: es gibt im Internet zig Videos, in denen man sich ansehen kann, wie Semmeln geformt werden. Hat man es einmal durchschaut, geht es sehr leicht.)

Die so geformten Handsemmeln mit dem Stern nach unten auf ein bemehltes Bäckerleinen setzen und mit einem Tuch abgedeckt circa 20 Minuten rasten lassen. Die Semmeln sind zum Backen bereit, wenn eine durch leichtes Drücken aufgebrachte Kerbe zu 2/3 wieder hochsteigt.

Backofen auf 235 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Handsemmeln mit dem Stern nach oben auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und mit Wasser bestreichen. Mit viel Schwaden 14 Minuten backen. Sofort nach dem Backen nochmals kurz mit Wasser besprühen. Dadurch erhalten die Semmeln einen besonders schönen Glanz.

Mein Backrohr hat eine sogenannte Klimagaren-Funktion. Dabei kann man händisch oder automatisch Dampfstöße auslösen, die für die notwendige Feuchtigkeit sorgen. Man kann aber auch einfach eine Schüssel oder einfach ein zweites Backbleck mit heißem Wasser ins Backrohr stellen.

Nach diesem Rezept schafft man es nicht, zum Frühstück frische Semmeln zu backen. Es sei denn, man steht um 2 Uhr morgens auf, damit der Teig genug Zeit zum rasten hat. Ich werde aber einmal probieren, den Teig abends zuzubereiten über Nacht im Kühlschrank gehen zu lassen. Das funktioniert bei Pizzateig, No-Knead-Brot und auch Faschingskrapfen sehr gut, warum also nicht auch beim Semmelteig? Dann muss man in der Früh nur die Semmeln formen, nochmals kurz gehen lassen und backen.

Dazu empfehle ich selbst gemachte Butter (die ich letztes Jahr in mein Repertoire aufgenommen habe) und man macht echt Eindruck bei den Gästen! (Ach, Gäste! Wie schön war das früher, als man noch Menschen einladen durfte…)

Gestern habe ich übrigens nach einem Rezept aus dem genannten Buch erstmals Faschingskrapfen gemacht. Sensationell! Einfach sensationell, aber das ist ein Thema für einen weiteren Gastkoch-Beitrag.

***

Eine Runde Applaus für Känns Braut und für alle, die bis zum Schluss durchgehalten haben 😉.

Was für ein toller Beitrag! Ich muss dann jetzt mal ein paar Sachen bestellen und kaufen. Känns Braut ist sehr gefährlich für mein Geldbörsl.

Ich schreib hier noch unbezahlte Werbung, wegen der ganzen Namensnennungen. Ich wünschte, ich könnte bezahlte Werbung schreiben, denn Känns Braut und ich stehen auf kostenlose Kochbücher und Koch-/Backzubehör 😁 aber leider wird immer alles selbst bezahlt.

Viel Spaß beim Nachbacken wünschen Känns Braut und Mrs. Kiss-the-Cook.

Tüdeldü

Chinakohlpfanne mit Rosinen

Letztens, als ich in der Garage aus dem Auto gestiegen bin (liest sich schnöselig, oder? egal), hab ich einen kurzen Moment inne gehalten und überlegt, ob ich das Auto nicht anders hinparken sollte. Es steht immer mit den Scheinwerfen zur Wand und sieht die anderen Autos gar nicht. Die Scheinwerfer sind selbstredend die Augen.

Vielleicht ist es ja mit einigen der Autos befreundet und sieht sie fast nie. Wie traurig. Dann kam der Gedanke, dass es vielleicht zwischen Scheinwerfern und Rücklichtern switchen kann. Dann dachte ich mir, so ein Blödsinn, das ginge ja nur, wenn es eine Rückfahrkamera hätte.

Dann dachte ich mir, ich sollte das mit dem Denken lassen und einfach nach Hause gehen.

Beim letzten Mädls-Videochat wurde über die Geschichte gelacht. Tage später mache ich mir immer noch Gedanken, um das arme, einsame Auto.

Morgen parke ich mit den Rücklichtern zur Wand und zerbreche mir den Kopf, ob das wieder ein Fehler war, weil es mit dem gegenüberstehenden Auto evt. einen Streit gab und sie derzeit gar nicht miteinander reden und sich nun stundenlang anstarren müssen. Egal wie man es macht….. nicht wahr?

Zutaten für eine Pfanne mit Inhalt, der für eine gewisse Anzahl von Personen reicht oder für 2-3 Mahlzeiten (Beilage) für eine Person. Wie soll man einschätzen, wie viel andere Menschen essen?

300g Chinakohl
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
ein wenig Chili aus der Mühle (3-4 Umdrehungen für Zartbesaitete)
3 EL Pinienkerne
2 EL Olivenöl
50 mL Gemüsebrühe
2 EL Rosinen
Salz
1 EL Zitronensaft

Chinakohl putzen, waschen und in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. Zwiebeln detto und ebenfalls in feine Streifen schneiden.

Die Pinienkerne in eine Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten. Die Mutigen entfernen sich von der Pfanne – die mit Erfahrung bzw. die schon mehrmals Minibriketts fabriziert haben, entfernen sich keinen Millimeter von der Pfanne, warten bis die Kerne fertig sind und geben sie in eine kleine Schüssel.

Das Öl in die Pfanne geben, Zwiebel dazu und ein paar Minuten (3-4 für die, die es genau wissen müssen) dünsten. Chinakohl, Knoblauch und Chili dazugeben, umrühren und weiterdünsten, bis der Chinakohl einen auf Spinat macht und ein wenig zusammenfällt.

Die Brühe dazugießen und die Rosinen untermischen, Deckel drauf und 5-10 Minuten dünsten (ich mags gern weich, deswegen eher 10 Minuten).

Den Kohl mit Salz und Zitronensaft abschmecken und mit den Pinienkernen bestreuen.
Ich hab die halbe Pfanne einfach so gegessen, als Hauptspeise.

Viel Spaß beim Nachkochen.

Tüdeldü

Ps: die Inspiration zum Rezept stammt aus dem Buch: Herbst, Winter, Gemüse! von Cornelia Schinharl (empfehlenswert).

Wieder füge ich hinzu, dass es sich um unbezahlte Werbung handelt (da ich das Buch mit meinen eigenen Euronen bezahlt habe), aber ich habe nunmal den Namen genannt und nun haben wir diesen nervigen Salat.

Bioleks Schokokuchen

Ha. Letzte Woche schreibt sie noch von einer zickigen Bauchspeicheldrüse und jetzt gibt es wieder einen bombastischen Schokokuchen – nach einem Rezept von Herrn Biolek persönlich, somit köstlich, süß und schokoladig?

Ja, irgendwie muss man ja die Lendenfrucht beschäftigen. Übrigens die easy peasy Staubzuckerdeko hat mir mindestens 10 Coolheitspunkte eingebracht, wenn nicht gar 11. Booya – in your face.

Rezept für eine Springform:

200 g Kochschoki + 2 EL Wasser
100 g Butter
160 g Zucker
3 Eier (Größe L)
50 g Mehl
Staubzucker für die coole Deko

Backrohr auf 180°C Umluft vorheizen. Eine Springform mit Backpapier auslegen und die Ränder einfetten.

Schoki und Wasser in einer Schüssel in der Mikro schmelzen (jeweils 30 Sekunden und immer zwischendrin umrühren). Dann die Butter und den Zucker hinzufügen und umrühren (nicht mehr in die Mikro geben) bis eine homogene Masse entsteht.
Der Lendenfrucht den Löffel (den man nicht mehr braucht) zum Abschlecken geben.

Eier trennen, Eiweiß zu Schnee schlagen. Eigelb und Mehl zur Schokomasse geben und gut vermengen (mit dem Mixer). 1/3 von der Schneemasse hinzufügen und ebenfalls gefühllos reinmixen. Mixstäbe dem menschlichen Geschirrspüler zum Abschlecken geben.

Die restlichen 2/3 der Eismasse nun mit viel Gefühl unterheben.

Die Masse in die Tortenform füllen und ab damit in den Ofen.
Sollte nach 30 Minuten fertig sein – Stäbchenprobe nicht vergessen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Haushaltsobjekte nach Wahl (hier Teelöffel und Kuchengabel) auf den Kuchen legen und dann Staubzucker drüberstreuen. Ooohs und Aaaahs vom zukünftigen Steuerzahler einheimsen und cool abwinken.

Viel Spaß beim Nachbacken.

Tüdeldü

Das Rezept stammt aus Alfred Bioleks Buch “Die Rezepte meines Lebens”. Ich markiere das hier als unbezahlte Werbung, wegen Namensnennung und füge noch ein “Augenverdreh”-Emoji hinzu.

Giraffenkuchen

Giiraffenkuchen

Dieser Kuchen wurde vor 5 Jahren gebacken und der Beitrag nie zu Ende geschrieben. Ich glaube mich zu erinnern, dass er gut geschmeckt hat. Aber ich bin ja keine Bank und kann somit nichts garantieren. Ho ho, der war gut.

Wie auch immer – mein geschundenes Hirn weiß noch, woher ich das Rezept habe. Aus einem wunderschönen Buch, das ich vor Jahren gekauft und nach nunmehr 2 Umzügen in einem Schrank wiederentdeckt habe. Hach, die Freude war so groß. Und noch viele weitere Kochbuchschätze wurden ausgegraben. Mein altes Ich war zum Greifen nah. Ich glaube, dieses Gefühl können andere Eltern nachempfinen, wenn sie etwas aus kinderlosen Zeiten finden und sich an diese Momente zurückerinnern können.

Zutaten für eine normale Springform:

150 g Butter
4 Eier
250 g Zucker (es ist durchaus möglich, dass ich damals 200 g verwendet habe, da dies ein altes Rezept ist und damals (Zucker)Geiz nicht geil war)
200 mL Milch
280 g Mehl
1/2 TL Backpulver

Für die Glasur:
2-3 EL Erdbeermarmelade
Schokoglasur (gekaufte)

Backrohr auf 180°C vorwärmen. Eier trennen, Eiweiß zu Schnee schlagen. Alle Zutaten wie aufgelistet nacheinander vermengen. Ich empfehle einen Mixer. Wer in Lockdownzeiten mehr Bewegung braucht, greift zum Kochlöffel und trainiert die Oberarmmuskeln.

Den Teig in 2 Hälften teilen und eine davon mit 2 EL Kakao färben. Wie beim Marmorkuchen nun zuerst den hellen Teig in die Form geben, dann den dunklen und mit einer Gabel nur teilweise verrühren bis ein schönes Muster entsteht.

Ca. 30 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Backprobe (Holzspieß reinstecken) machen, wenn es passt, raus damit, wenn nicht, noch weitere 8-10 Minuten drinlassen.

Nach dem Abkühlen den Kuchen mit Marmelade bestreichen und mit Schokoglasur übergießen.

Hier ist das tolle Buch:

Das übliche Blabla: das ist keine Werbung, oder zumindest unbezahlte Werbung wegen Namensnennung. Ich hab das Buch mit meinen eigenen Euronen vor Jahren gekauft. Leider, leider hat mir niemand für diesen Beitrag Geld geboten. Ich empfehle es, weil es mir gefällt. Kauft es oder auch nicht. Es ist mir egal ;)

Viel Spaß beim Lesen und/oder Nachbacken.

 

Tüdeldü.

Naan-Brot (Keto)

Im Hause Kiss-The-Cook gibt es eine beleidigte Speicheldrüse. Um die Zicke zu besänftigen, wird hier nun öfters Low Carb oder Keto gekocht und, selbstredend, gegessen.

Meine Faulheit erlaubt es mir nicht die amerikanischen “Cups” in Gramm oder eine andere metrische Einheit umzurechnen. Für die Nachbacker, kauft euch ein günstiges Set online.

Euren Unmut über meine Faulheit lasst bitte an euren Mitbewohner/menschen aus ;)

Zutaten:

  • 1,5 Cups Mandelmehl (teilentölt)
  • 1 EL Backpulver
  • 2 Eier (Größe L)
  • 3 Cups geriebener Mozzarella
  • 2 EL griechischer Joghurt (10% Fett)
  • Butter (2-3 EL)
  • Petersilie (frisch oder TK, bissl halt)
  • Knoblauch (1 Zehe)
  • Salz

Mandelmehl, Backpulver und Eier miteinander verrühren.

Mozzarella und griech. Joghurt in einer mikrowellengeeigneten Schüssel miteinander vermischen (als ob das möglich wäre :-D) und jeweils 20 Sekunden erhitzen, rausnehmen, umrühren, erhitzen usw. bis der Käse geschmolzen ist und eine schöne, weiche Masse entsteht. Ich sag nur Käse-Playdoh.

Danach die Mandelmehl-Eiermischung zum Käse geben und miteinander verkneten.

Backrohr auf 180°C (Umluft) vorheizen, Backpapier auf ein Backblech klatschen, den Teig zu 8 Kugeln formen und aufs Backblech geben. Mit ein wenig Frust den Teig zu Fladen flachdrücken. Der Frust und die leichten Aggressionen sind die Geheimzutat.

8-10 Minuten backen, bis das “Brot” goldbraun ist.

Ein wenig Butter (2-3 EL) in einem kleinen Topf schmelzen, Petersilie und Knoblauch fein hacken und mit etwas Salz mit der geschmolzenen Butter vermischen.

Die Naan-Brote mit der Kräuterbutter bestreichen und warm genießen. Sie sind wirklich überraschen köstlich. Niemand war überraschter als ich. Köstlich. Überrascht. 2 wurden sofort inhaliert. Tja.

Viel “Spaß” beim Nachbacken. Es macht keinen Spaß, weil es so klebrig ist. Aber es schmeckt und das ist wichtig, wenn man eh schon die geliebten Kohlenhydrate reduzieren muss.

Tüdeldü.

Rezeptinspiration von Dr. Eric Berg auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=OZecT2aGxu4

Nuss-Nougat-Kipferl

Naja, ich bin mir nicht ganz sicher, aber es besteht die Möglichkeit, dass ich wieder zurück bin. Ich blogge, also bin ich…?

Und wie es sich gehört, gibt es zu meinem fulminanten Comeback ein faszinierend unspektakuläres Rezept. Aus einer Kindergartenzeitung. Nachgebacken, einfach so, an einem Wochenende, mit dem Handy fotografiert. Wer bin ich überhaupt?

Nach so langer Zeit, will ich hier niemanden mit diesen vielen unverständlichen Wörtern verwirren. Daher geht es auch gleich zum Rezept. Ich muss mich hier wieder ein wenig zurecht finden. In 5 Jahren kann sich einiges ändern – blogtechnischerweise.

Rezept für ca. 40 Stk. Nuss-Nougat-Kipferl:

Zutaten:

350 g glattes Weizenmehl

80g geriebene Haselnüsse

1 Prise Salz

1 Eidotter (Größe L)

200 g weiche Butter

100 g Nuss-Nougat-Creme (wir wissen doch alle, wozu 90% der Nachbacker greifen werden ;))


Dann noch für das nette Endergebnis:

100 g Noisetteschoki

50 g geriebene Haselnüsse zum Bestreuen


Zubereitung:

  1. Für den Teig alle Zutaten in die Küchenmaschine schmeißen (die Noisetteschoki und 50 g geriebenen Haselnüsse fürs Endergebnis natürlich nicht) und mit dem Knethaken durchkneten. In Frischhaltefolie einwickeln und min. 30 Minuten in den Kühlschrank geben. Ich hab verschiedene Teige am Vortag zubereitet und im Kühlschrank gelagert. Am Tag darauf wurde dann nur noch gerollt, ausgestochen, gegessen.
  2. Backrohr auf 160° C (Umluft) vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
  3. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu Rollen formen (ca. 2cm im Durchmesser). Danach in 1 cm dicke Scheiben schneiden und zu schön hässlichen Kipferln formen. Mit Gefühl aufs Backblech klatschen und ins Rohr schieben.
  4. Ca. 10-12 Minuten backen. Dann no na auskühlen lassen. Auf einem Gitter selbstreden, wegen der Vorbildwirkung für die nächste Generation an Kexbäckern.
  5. Schoki in der Mikrowelle schmelzen, zuerst 1 Minute, dann umrühren und jeweils 30 Sekunden erwärmen und jedes Mal umrühren bis die gewünschte Schmelzigkeit erreicht ist. Ja das ist jetzt ein Wort.
  6. Die Kipferlspitzen in die flüßige Schoki tunken auf frisches Backpapier legen und je nach Wunsch mit geriebenen Haselnüssen bestreuen.
  7. Die Kekse halten sich ca. 4 Wochen in der Keksdose …? Überleben die denn wirklich so lange bei manchen Menschen?

Viel Spaß beim Nachbacken und bis zum nächsten Mal. Mit etwas Glück, vielleicht in weniger als 5 Jahren. Man soll die Hoffnung nicht aufgeben.

Tüdeldü.

Zitronen-Ricottakuchen

Zitronenricottakuchen

Bevor meine liebe Kollegin Olga noch Amok läuft, weil sie seit Wochen auf dieses Rezept hier wartet, werde ich  es doch schnell veröffentlichen.

Olga ist  ein ganz heißer Feger, der auf  Partys gerne Netzstrümpfe trägt und mit einem heißen Ostblockakzent aufwarten kann. Somit Traum aller Männer und betrunkener Mrs.KissTheCooks.

Die liebe Olga heißt ja in Wirklichkeit ganz anders, aber als überaus  engagierter und motivierter Partygast, hat sie  für meine Russenparty doch glatt eine eigene Partyfigur entwickelt, Perücke und knallroten Lippen inklusive. Ich muss jetzt noch die Klimaanlage einschalten, wenn ich an die Netzstrümpfe zurück denke. Solche Gäste lob ich mir.

Nach der Party hat sie mich mehrmals verzweifelt gebeten nach ihrem verlorenen Russenring zu suchen. So viel Zeit habe ich schon sehr lange nicht mehr auf meinen Knien verbracht ;) dennoch war er unauffindbar. Selbst den Staubsaugerbeutel habe ich halb würgend durchsucht. Nada.

Jetzt, fast  ein Jahr später, hat sie ihn in einem ihrer Schuhe gefunden. Die Frau hat entweder eindeutig schuhtechnisch zu viel Auswahl oder so viel Hornhaut an den Hüfchen, dass ihr dieser Fremdkörper beim Gehen nicht aufgefallen ist. Über diese Verfehlungen ihrerseits, sehe ich aber großzügig hinweg und heirate sie in meinem nächsten Leben. Hoffentlich trägt sie zur Hochzeit dann wieder ihre Netzstrümpfe.

Rezept für eine Kastenform (ca. 35 cm):

4 Eier (Größe M)
150 g weiche Butter
160 g Zucker
250 g Ricotta
abgeriebene Schale und Saft von 2 Zitronen (muss ich erwähnen, dass sie unbehandelt sein sollen?)
160 g gemahlene Haselnüsse
80 g Mehl (ich habe für Olga glutenfreies verwendet)
2 gestrichene TL Backpulver
1 Prise Salz
 Staubzucker zum Bestäuben

Die Kastenform entweder gut einfetten oder mit Backpapier auslegen (ich empfehle das Backpapier). Das Backrohr auf 180°C (Heißluft) vorheizen.

Die Eier trennen und das Eiweiß mit dem Salz zu Schnell schlagen. Danach zur Kühlung in den Kühlschrank stellen.

Eigelb, Butter und Zucker schaumig (hellgelb rühren) und anschließend mit dem Ricotta und der Zitronenschale und -saft verrühren.

Nun den Eischnee vorsichtig unter die Masse heben. Am besten zuerst 1/3 vom Schnee eher wild umrühren, dann lassen sich die letzten 2/3 leichter unterheben (behutsam).

Den Teig in die Form füllen, glatt streichen und für  ca. 50-55 Minuten in der unteren Hälfte des Backrohrs backen.

Danach in der Form auskühlen lassen und mit Staubzucker bestäuben.

Viel Spaß beim Nachbacken  und ein Bussi an Olga!

Das Originalrezept stammt aus dem Buch “Cake – Genial einfach und schnell” von Ursula Furrer-Heim.

Tarte mit Kürbis und süßem Knoblauch auf Walnussboden

 

KürbisKnoblauchWalnussTarte ganz

Dieses Essen habe ich mir hart verdient. Eigentlich ist, laut Rezept, ein Mandelboden vorgesehen, aber Oma-KissTheCook hat  mich reichlich  mit Walnüssen aus dem Garten beschenkt.  Über 1 Stunde habe im Schweiße meines Angesichts Walnüsse geknackt (und nur ca. 1/4 davon gleich geknabbert -ohne Knabbereinlagen meinerseits hätte es vielleicht auch nur eine halbe Stunde gedauert).

Das nächste Mal würde ich den Teig dünner “ausrollen”, die Ränder waren mir ein wenig zu dick. Möglicherweise wird es das nächste Mal eine ränderlose Tarte im normalen Springformtortenboden. Lassen wir uns  überraschen. Definitiv wird es ein nächstes Mal geben. In ein paar Wochen steigt eine kleine Party mit einigen Gästen, die sich glutenfrei ernähren.

Übrigens konnte man den Teig nicht ausrollen, da ich die  Walnüsse frisch gemahlen (im Food Processor pulverisiert) habe und  sie  dementsprechend recht feucht waren.

Rezept für  eine Tarte (ca. 28  cm Durchmesser):

Boden:
375 g gemahlene Walnüsse (oder Mandeln)
1 gestrichener TL Salz
1/2 TL Natron
30 g weiche Butter
2 Eier (Größe M)

Füllung:
250 g Kürbis (ich habe Stangenkürbis verwendet)
die geschälten Knoblauchzehen von 2 Knollen
30 g Butter
1 EL Ahornsirup
1 El Weißweinessig
2 Eier (Größe M)
250 g Naturjoghurt
60 g geriebener Käse (ich habe Red Leicester verwendet)
100 g Ziegenfrischkäse
1 EL gehackte Petersilie
Salz und Pfeffer

Für den Teig  die angegebenen Zutaten in die Küchenmaschine (Food Processor) schmeißen und zu einem Teig verarbeiten  (hat die Konsistenz von feuchtem Sand). Eine Tarteform (oder auch Tortenform) einfetten. Den Teig habe ich einfach so hineingegeben und mit den Fingern am Boden und den Wänden entlang flach gedrückt. Wie gesagt, habe ich schlampig gearbeitet und die Ränder sind zu dick geworden.

Form samt Teig für ca. 10-15 Minuten in den Kühlschrank geben. Währenddessen Backrohr auf 180°C Heißluft vorheizen.

Auf mittlerer Schiene den Boden 10 Minuten blindbacken und anschließend weitere 10 Minuten nackert (ohne Bohnen oder Erbsen) backen. Zur Seite stellen.

Für  die Füllung den Kürbis in 1 cm dicke Würfel schneiden und auf einem Backblech (Backpapier nicht vergessen)  für ca. 20-30 Minuten in den Ofen schieben (das habe ich parallel zum Blindbacken gemacht).

Die Knoblauchzehen in einem kleinen Topf mit  etwas Wasser (hmmmm ca. 75 mL) auf mittlerer Stufe köcheln – ca. 10-12 Minuten (bis der Knoblauch fast weich ist). Die Butter hinzufügen und ein wenig die Hitze raufdrehen, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist und der Knoblauch langsam braun wird.

Ahornsirup, Apfelessig und ein wenig Salz hinzufügen und etwa  10 Minuten köcheln, bis  ein dickflüßiger Sirup entsteht (köstlich!).

Joghurt, Eier, geriebenen Käse, Salz, Pfeffer und Petersilie miteinander verquirlen.
Kürbisstückchen auf dem Tarteboden verteilen und mit der Joghurt-Eimasse übergießen. Die karamellisierten Knoblauchzehen und den Ziegenfrischkäse in Tupfen darauf verteilen.

Für ca. 30 Minuten auf mittlerer Schiene bei 170°C im Ofen backen. 
Die Tarte kann  heiß oder lauwarm gegessen werden.

Das Rezept stammt aus dem Buch “Hemsley Hemsley – natürlich gut essen”. Der Kauf war eher ein Zufall, nachdem ich ursprünglich auf der Suche nach etwas ganz anderem war. Verlassen habe ich den Buchladen mit diesem Kochbuch, einem Häkelset (Süße Eule – selbst gemacht) und einem kleinen Wecker.
Aus der Eule ist ein winziger Schal für eine Eule geworden, nachdem ich einfach nur geradeaus stricken kann :).

Der kleine Wecker landet in einem meiner Weihnachtsschuhkartons.

Falls ihr zu viele Euronen habt (wem geht’s nicht so…?*hust* *Ironie*), gerne Weihnachtsgeschenke einkauft (ääääh – ihr seid mir suspekt) oder gerne anderen, insbesondere Kindern, eine Freude macht (willkommen in meiner Welt) – dann würde ich euch die  tolle Aktion Weihnachten im Schuhkarton ans Herz legen. Bis zum 15. November 2015 können die Geschenkkartons abgegeben werden. Sammelstellen findet ihr auf der Homepage.

Meinen Kartons fehlt nur noch ein kleines Spielzeug, dann können sie sich auch schon auf ihre Weihnachtsreise begeben.

(Die Organisation von Weihnachten im Schuhkarton hat diesen Post nicht gesponsert. Es war mir ein persönliches Bedürfnis euch darauf aufmerksam zu machen).

KürbisKnoblauchWalnussTarte Stück

Schokokuchen mit Biss für Halloween

Schokokuchen Halloween

Ursprünglich hieß dieser Kuchen mal Zebrakuchen – und das auch berechtigt….wenn man denn die Kinderschokoriegel richtig angeordnet hätte (nämlich der Länge nach). So aber – BAM! – Hallo Halloweenkuchen mit Biss! Ich würde noch eine zweite Reihe an Zähnen empfehlen, damit wir auch ein hübsches Oberkiefer haben ;) aber hey, es war ursprünglich ein Unfall  und den könnt ihr ja noch bis zu eurer Party ausbauen.

Das Originalrezept (mit weniger Schokoriegeln – pfffft!) findet man im netten Büchlein “Cake” von Ursula Furrer-Heim.

Zutaten für eine Kastenform (ca. 35 cm):

170  g weiche Butter
200 g Zucker
4  Eier (Größe L)
1 Prise Salz
200 g Mehl
30 g Kakao (bitte das gute Zeug ohne Zuckerzusatz)
2 gestrichene TL Backpulver
12-15 Kinderschokoriegel bzw. 24-30 Stück für Unter- und Oberkiefer (je nachdem wie lang eure Form ist und ihr eine doppelte Schicht für die oberen und unteren Beißerchen machen wollt)

Backrohr auf 180°C Umluft vorwärmen. Backform einfetten oder mit Backpapier auslegen (ich spreche mich für das Backpapier aus).

Butter, Zucker, Eier und Salz in die Küchenmaschine schmeißen und schaumig (hellgelb) mixen. Die trockenen Zutaten (Mehl, Kakao und Backpulver) vermischen und auf die Ei-Buttermischung sieben und alles miteinander verrühren.

Solltet ihr nur  eine Schokoriegelschicht nehmen, dann reicht es die Masse in die Form zu füllen und die Schokoriegel tief in die Masse zu drücken, bis sie verschwunden sind. Für eine 2. Reihe würde ich zuerst eine Hälfte des Teigs einfüllen, Schokoriegel reindrücken, 2. Teighälfte darüber streichen und die 2. Reihe an Schokoriegeln reindrücken und alles glatt streichen.

Für ca. 40 Minuten auf der unteren Schiene backen und in der Form vollständig auskühlen lassen.

Bis(s) zum nächsten Mal (lahmste Verabschiedung ever!)!

 

Nachgebacken: Mohn-Zwetschkenkuchen

 

Mohn-Zwetschken-Kuchen_teil

Jaja, man bedient sich nicht nur an den geschätzten 300 Koch- und Backbüchern (vor allem, wenn man erst 4 Backbücher letzte Woche ergattert hat), die in den unendlichen Weiten der eigenen Bücherregale vor sich hinschlummern – nein, man durchstöbert auch die Blogs  der Konkurrenz.

Mama-KissTheCook hatte unlängst Geburtstag. So viel sei zum Alter verraten – sie  ist volljährig. Diese Dame, deren Hüften mich heute noch vorwurfsvoll anblicken, wird von mir  liebevoll “der Kuchenfriedhof” genannt. Gute  Beschreibung für ihre quasi unbeschreibliche  Kuchenliebe?
Mohn hat es ihr besonders angetan, Zwetschken mussten aufgebraucht werden, mein Gehirn hat mir ausnahmsweise einen guten Dienst erwiesen und mir Maras Kuchenrezept ins Gedächtnis gezaubert. So schnell lassen sich die Diätabsichten der gnädigen Frau Mutter vernichten.

Ich habe Maras Rezept  ein wenig abgewandelt – ganz ehrlich, wozu sollte ich nur 150 g Mohn nehmen, wenn in der Packung 200 g enthalten sind und man de facto niemals zu viel Mohn in einen Kuchen stopfen kann:

Für den Mürbteig:
125 g kalte Butter in kleine Würfel geschnitten
1 kaltes Ei (Größe M)
75 g Zucker
1 Pckg. Vanillezucker
225 g Mehl
1/2 Pckg. Backpulver

Für die Füllung:
100 g Sauerrahm
400 g Magertopfen
2 Eier (Größe M)
150 g Zucker
200 g Mohn, gemahlen
2  EL Vanillepuddingpulver
500 g Zwetschken (Mara nimmt 1 kg – mein Haushalt konnte nicht mehr entbehren)

Für die Streusel:
125 g Mehl
75 g Zucker
100 g kalte Butter in Würfel geschnitten
25 g gemahlene Mandeln
50 g feine Haferflocken (zartschmelzend)

Den Boden einer 28cm Springform mit Backpapier auslegen und die Seiten mit  Butter einfetten.
Was den Mürbteig  betrifft, bin ich eine ganz eine Faule. Mara hat den Teig ganz fleißig mit ihren eigenen Händen verknetet. Ich habe alle Zutaten in die  Küchenmaschine (Häcksler) geschmissen (ja, nicht einmal liebevoll hineingleiten lassen) und die Maschine so lange arbeiten lassen, bis der Mürbteig die Konsistenz von feuchtem Sand hatte.
Anschließend hat Mara den Teig ganz vorbildlich ausgerollt. Auch das habe ich mir erspart und den Teig in die Form gegeben und mit den Händen glatt gedrückt.  Die Ränder wurden ca. 3-4 cm hoch mit Teig bekleidet. Mit der Rückseite eines Löffels habe ich alles glattgestrichen. Anschließend wandert der Teig samt Form für  eine halbe Stunde in den Kühlschrank.

Für die Füllung mixt (oder lässt mixen – ohne Küchenmaschine würde ich sterben) einfach alle Zutaten zusammen.

Die Zwetschken werden halbiert, entkernt  und einfach in Scheiben geschnitten (jegliches andere Steinobst oder auch Äpfel stelle ich mir genauso wunderbar vor).

Die Streusel habe ich genauso wie den Mürbteig zubereitet – Stichwort feuchter Sand.

Backrohr auf 180°C Umluft vorheizen. Füllung auf dem Mürbteig verteilen und glatt streichen. Obst schön darauf arrangieren und die  Streusel (ruhig auch gröbere Stücke mit den Händen formen) darauf verteilen.

Auf mittlerer Schiene für ca. 35 Minuten backen und vollständig in der Form auskühlen lassen. Anschließend für  ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen, oder (so wie  ich) über Nacht in der kühlen Küche vergessen.

Mohn-Zwetschken-Kuchen_ganz

Übrigens waren nach dem Shooting weit weniger Streuseln auf dem Kuchen zu finden, als davor  *sabber* und das obwohl ich gar nicht dürfte #VerboteneFrüchteSchmeckenAberSoGut