Schlagwort-Archiv: Tarte

Tarte mit Kürbis und süßem Knoblauch auf Walnussboden

 

KürbisKnoblauchWalnussTarte ganz

Dieses Essen habe ich mir hart verdient. Eigentlich ist, laut Rezept, ein Mandelboden vorgesehen, aber Oma-KissTheCook hat  mich reichlich  mit Walnüssen aus dem Garten beschenkt.  Über 1 Stunde habe im Schweiße meines Angesichts Walnüsse geknackt (und nur ca. 1/4 davon gleich geknabbert -ohne Knabbereinlagen meinerseits hätte es vielleicht auch nur eine halbe Stunde gedauert).

Das nächste Mal würde ich den Teig dünner „ausrollen“, die Ränder waren mir ein wenig zu dick. Möglicherweise wird es das nächste Mal eine ränderlose Tarte im normalen Springformtortenboden. Lassen wir uns  überraschen. Definitiv wird es ein nächstes Mal geben. In ein paar Wochen steigt eine kleine Party mit einigen Gästen, die sich glutenfrei ernähren.

Übrigens konnte man den Teig nicht ausrollen, da ich die  Walnüsse frisch gemahlen (im Food Processor pulverisiert) habe und  sie  dementsprechend recht feucht waren.

Rezept für  eine Tarte (ca. 28  cm Durchmesser):

Boden:
375 g gemahlene Walnüsse (oder Mandeln)
1 gestrichener TL Salz
1/2 TL Natron
30 g weiche Butter
2 Eier (Größe M)

Füllung:
250 g Kürbis (ich habe Stangenkürbis verwendet)
die geschälten Knoblauchzehen von 2 Knollen
30 g Butter
1 EL Ahornsirup
1 El Weißweinessig
2 Eier (Größe M)
250 g Naturjoghurt
60 g geriebener Käse (ich habe Red Leicester verwendet)
100 g Ziegenfrischkäse
1 EL gehackte Petersilie
Salz und Pfeffer

Für den Teig  die angegebenen Zutaten in die Küchenmaschine (Food Processor) schmeißen und zu einem Teig verarbeiten  (hat die Konsistenz von feuchtem Sand). Eine Tarteform (oder auch Tortenform) einfetten. Den Teig habe ich einfach so hineingegeben und mit den Fingern am Boden und den Wänden entlang flach gedrückt. Wie gesagt, habe ich schlampig gearbeitet und die Ränder sind zu dick geworden.

Form samt Teig für ca. 10-15 Minuten in den Kühlschrank geben. Währenddessen Backrohr auf 180°C Heißluft vorheizen.

Auf mittlerer Schiene den Boden 10 Minuten blindbacken und anschließend weitere 10 Minuten nackert (ohne Bohnen oder Erbsen) backen. Zur Seite stellen.

Für  die Füllung den Kürbis in 1 cm dicke Würfel schneiden und auf einem Backblech (Backpapier nicht vergessen)  für ca. 20-30 Minuten in den Ofen schieben (das habe ich parallel zum Blindbacken gemacht).

Die Knoblauchzehen in einem kleinen Topf mit  etwas Wasser (hmmmm ca. 75 mL) auf mittlerer Stufe köcheln – ca. 10-12 Minuten (bis der Knoblauch fast weich ist). Die Butter hinzufügen und ein wenig die Hitze raufdrehen, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist und der Knoblauch langsam braun wird.

Ahornsirup, Apfelessig und ein wenig Salz hinzufügen und etwa  10 Minuten köcheln, bis  ein dickflüßiger Sirup entsteht (köstlich!).

Joghurt, Eier, geriebenen Käse, Salz, Pfeffer und Petersilie miteinander verquirlen.
Kürbisstückchen auf dem Tarteboden verteilen und mit der Joghurt-Eimasse übergießen. Die karamellisierten Knoblauchzehen und den Ziegenfrischkäse in Tupfen darauf verteilen.

Für ca. 30 Minuten auf mittlerer Schiene bei 170°C im Ofen backen. 
Die Tarte kann  heiß oder lauwarm gegessen werden.

Das Rezept stammt aus dem Buch „Hemsley Hemsley – natürlich gut essen“. Der Kauf war eher ein Zufall, nachdem ich ursprünglich auf der Suche nach etwas ganz anderem war. Verlassen habe ich den Buchladen mit diesem Kochbuch, einem Häkelset (Süße Eule – selbst gemacht) und einem kleinen Wecker.
Aus der Eule ist ein winziger Schal für eine Eule geworden, nachdem ich einfach nur geradeaus stricken kann :).

Der kleine Wecker landet in einem meiner Weihnachtsschuhkartons.

Falls ihr zu viele Euronen habt (wem geht’s nicht so…?*hust* *Ironie*), gerne Weihnachtsgeschenke einkauft (ääääh – ihr seid mir suspekt) oder gerne anderen, insbesondere Kindern, eine Freude macht (willkommen in meiner Welt) – dann würde ich euch die  tolle Aktion Weihnachten im Schuhkarton ans Herz legen. Bis zum 15. November 2015 können die Geschenkkartons abgegeben werden. Sammelstellen findet ihr auf der Homepage.

Meinen Kartons fehlt nur noch ein kleines Spielzeug, dann können sie sich auch schon auf ihre Weihnachtsreise begeben.

(Die Organisation von Weihnachten im Schuhkarton hat diesen Post nicht gesponsert. Es war mir ein persönliches Bedürfnis euch darauf aufmerksam zu machen).

KürbisKnoblauchWalnussTarte Stück

Share This:

Champignontartelettes mit Ricotta

Champignontartelettes

Heute gab es was Feines. Niedliche kleine Champignontartelletes mit Ricotta – mit einem sommerlichen Salat ergibt das ein herrliches Mittagsessen.

Der Mürbteig reicht für 6 Tartelettes – ich habe aber nur 4 gemacht und den restlichen Teig eingefroren. Von den 4 herzhaften Törtchen habe ich auch nur eines gegessen und die restlichen 3 im Tiefkühler versteckt. Einige Minuten in den Ofen schmeißen und zack! das schnellste fast Food ever!

Rezept für 4 kleines Tartes oder eine große:

Mürbteig (reicht für 6 kleine Förmchen oder 1 große):
300 g Dinkelvollkornmehl (normales Weizenmehl geht auch –  Dinkel und Vollkorn muss nicht sein)
180 g kalte Butter in kleine Würfel geschnitten
1/2 TL Salz
1 Eigelb (mittelgroß)
3 EL kaltes Wasser

Füllung (reicht für 4 Tartelettes):
6-7 Egerlinge (braune Champignons)
2 Knoblauchzehen
3 mittelgroße Eier
125 mL Milch
4 EL Ricotta
Salz und Pfeffer

Für den Teig nimmt man am Besten eine Küchenmaschine, küchenmaschinenlose erwartet ein gutes Armtraining.
Mehl, Butter und Salz  in die Maschine geben und zu einem bröseligen Teig verarbeiten. Während die Maschine noch läuft Eigelb und Wasser hinzufügen bis sich ein Teig  bildet.

Teig  aus der Maschine nehmen und ein wenig durchkneten. Zu einer Scheibe formen, in Folie einwickeln und für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Teig zwischen 2 Blättern Backpapier auf ca. 3-4 mm Dicke ausrollen. Die Förmchen ein wenig  mit Butter einfetten,mit dem Teig auskleiden und mit einer Gabel Löcher reinstechen.
Bei 180°c (Heißluft) für 10 Minuten blind backen und weitere 15 Minuten nackig backen.
Währenddessen die Pilze putzen und in Scheiben schneiden. Eine Pfanne mit  ein wenig Öl erhitzen und die Pilze mit Salz und Pfeffer goldbraun brutzeln. Kurz vor Schluss noch den Knoblauch schälen, in dünne Scheiben schneiden und mitbraten.

Eier und Milch miteinander verquirlen und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

Auf je ein Tartelette kommt 1 EL Ricotta, dann die Champignons und zu guter Letzt die Ei-Milchmischung.

Auf mittlerer Scheine bei 180°C für ca.  25 Minuten goldgelb backen.
Dazu einen Salat servieren.

Dieses Rezept habe ich aus dem schönen Buch „Die neuen Klassiker“ von Donna Hay. Ich habe es ein wenig abgewandelt.

Share This:

Brokkoli-Erbsen-Quiche, Level: Restlkochen

Brokkoli-Erbsen-Quiche

Keine Sorge. Die „Ich schleck‘ mich hackedicht“-Reihe wird verlängert.
Das hier ist mein liebstes Rezept, um Gemüse loszuwerden. In diesem Fall wurden die TK-Laden geplündert. Meine ganzen Cocktaileisvorräte wurden an die Kollegen verfüttert und nun geht es dem Gemüse an den Kragen.

Rezept für 6 Personen oder  2x Hauptgericht, 2 Portionen für Mama-KissTheCook und ein Monsterstück fürs Büro.

1 Portion Mürbteig (selbstgemacht oder für Faule (ja, auch ich) eine Packung Fertigteig)
400 g TK Brokkoli
200 g TK Erbsen
250 g Sauerrahm
150 ml Schlagobers
3 Eier
100 g geriebener Stinkikäse (Eure Wahl, zB: Bergkäse)
Salz, Pfeffer
1/2 TL Sambal Oelek

Falls ihr euch für den selbstgemachten Mürbteig entschieden habt, muss der als erstes zubereitet werden, da er ja noch für eine halbe Stunde in den Kühlschrank muss bevor man ihn ausrollen kann. Die Faulen haben’s leicht und kümmern sich gleich um die Füllung.

Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Brokkoli und Erbsen nach Packungsbeilage auftauen. Ich schmeiße das Zeug für 5 Minuten in die Mikrowelle und gut ist. Eier, Sauerrahm, Schlagobers, Salz, Pfeffer und Sambal Oelek miteinander verrühren.

Eine Tarteform mit Butter einfetten. Teig ausrollen oder einfach aus der Verpackung nehmen und die Backform damit auskleiden. Dabei einen 2 cm hohen Rand bilden. Brokkoli und Erbsen gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Alles mit der Sauerrahm-Ei-Masse übergießen und mit dem gerieben Stinkikäse bestreuen.

Für ca. 35 Minuten (bis die Quiche goldbraun ist) auf mittlerer Schiene backen.

Dazu passt Salat oder Paradeiser – was auch immer ihr wollt. Noch ist das ein freies Land.

Share This:

Christkind-Rotkraut-Quiche

Wenn es zu Weihnachten jedes Jahr Ente (oder Gans) mit Kartoffelknödel und Rotkraut gibt, will man als Veggy nicht zum 100. Mal Knödel mit Rotkraut essen. Aber auch nicht völlig aus der Reihe tanzen.

Deswegen kam mir dieses Rotkraut-Quiche-Rezeptchen gerade recht.

Am 24.12. habe ich gerade gemütlich gefrühstückt (es war noch VOR 12:00, also Frühstück!), als mich Mr. KissTheCook plötzlich fragt: „Wann machst du dann dein Essen heut‘?!“
„Ich ess‘ doch grad.“
„Nein Lustige! Dein Essen für heute Abend!!“
„Sch‘!$§§%%=?//&!!! Ganz vergessen! Wir müssen nochmal einkaufen!“
„*Seeeeeeuuuuuuufz*“

Rezept für 4 Personen:
1 Portion Mürbteig (gekauft oder selbst gemacht)
450 g TK-Rotkraut (oder 400 g frisches Rotkraut, frisches gab es bei mir nicht mehr)
100 mL Gemüsebrühe
1 Zwiebel
2 EL Butter
100 g Ziegenfrischkäse (zB: Chavroux)
1 TL getrockneter Thymian (auch keinen frischen mehr gefunden)
300 mL Schlagobers
100 mL Milch
4 Eier
Salz, Pfeffer
etwas Öl
Backpapier
Springform 28 cm Ø

Mürbteig zubereiten. Ofen auf 200 °C Umluft vorheizen. Das TK-Rotkraut lt. Packungsanweisung auftauen und anschließend in ein Sieb geben und die überschüssige Flüßigkeit ausdrücken.

Zwiebel schälen und fein hacken und in heißer Butter anschwitzen. Rotkraut dazugeben und mit der Brühe aufgießen. 5 Minuten schwach köcheln lassen. Dann vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Die Eier mit dem Schlagorbers und der Milch verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen, die Ränder mit ein wenig Öl bepinseln. Teig ausrollen und in die Form geben, dabei einen 2 cm hohen Rand bilden.

Rotkraut auf dem Boden verteilen (ca. 2 EL übrig lassen), mit Thymian besträuen und die Ei-Schlagobers-Mischung darüber gießen. Nun mit einem TL kleine Batzen vom Ziegenfrischkäse nehmen und oben auf der Quiche verteilen. Zum Schluss ebenfalls mit einem TL das restliche Rotkraut auf der Quiche verteilen.
Das Ganze für ca. 45 Minuten (mittlere Schiene) ins Rohr schieben und goldbraun backen.

Oh du Köstliche!

Das Ursprungsrezept stammt aus dem Heft „köstlich vegetarisch“ Nr. 1/2010

Share This:

Schoko-Karamell-Tarte

Ein Protokoll.
Schwiegervater hat Geburtstag. Schwiegervater liebt Pariser Creme Torte. Schwiegermutter macht die beste Pariser Creme Torte der Welt. An Konkurrenz nicht zu denken. Nie im Leben.
Und trotzdem. Eine zweite Nachspeise darf es sein. Gar vom Schwiegervater persönlich erwünscht! Oder geduldet?

Tarte für pffffff mindestens 20 Personen (so vollmundig schokoladig)

1 Portion Mürbteig:
250 g glattes Mehl
150 g kalte Butter (in kleine Würfel geschnitten)
1 Eidotter (Eiweiß habe ich für die Weihnachtsbäckerei eingefroren)
50 g Kristallzucker
1 Packung Vanillezucker
1 Prise Salz

Creme:
400 ml Kondensmilch (gesüßt, oder ungesüßt dann aber zusätzlich noch 2 EL Kristallzucker)
50 g Butter
280 g Zartbitterschoki (70%)
3 Eidotter (Eiweiß eingefroren)
50 g Zucker
250 ml Vollmilch

1 Prise Fleur de Sel

Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und mit einander verkneten. Ich habe das händisch gemacht und heute noch einen Muskelkater.
Laut Rezept sollte man den Teig zu einem Ziegel formen. Das war mir dann zu mühsam. Es wurde eine Kugel. Die habe ich in Frischhaltefolie gewickelt und über Nacht (30 Minuten laut Rezept) in den Kühlschrank gelegt. Danach wieder rausgenommen. Tja, leider waren keine Einbrecher in der Nähe, die ich damit hätte erschlagen können.

Also die Kugel mal draußen lassen, bis sie sich ausrollen lässt.
Backrohr auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit und ein wenig Gewalt, lies sich der Teig doch ausrollen und in eine gefettet Tortenform geben.
Mehrmals mit der Gabel einstechen und für ca. 25 Minuten im Rohr backen.
Danach samt Form auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Für die Schokocreme zuerst die Schokolade in grobe Stücke teilen/hacken und in eine feuerfeste Schüssel geben.
Eidotter und Zucker mit dem Mixer cremig aufschlafen, bis die Masse hellgelb und dicklich ist.
Milch aufkochen und ein Drittel davon zur Ei-Zuckermasse gießen. Zurück in den Topf zur restlichen Milch geben und unter ständigem Rühren solange erhitzen (aber nicht kochen) bis die Masse dicklich wird. Dann gießt man die heiße Masse über die Schokolade und verrührt alles vorsichtig bis die Schokolade geschmolzen ist und eine schöne Creme entstanden ist.

Die, in meinem Fall, ungesüßte Kondensmilch mit 50 g Butter und 2 Esslöffeln Zucker in einem Topf erhitzen und so lange unter ständigem Rühren vor sich hinköcheln lassen bis ein leuchtend-goldener und cremiger Karamell entstanden ist.

Interessanterweise hatte ich mehr Schokocreme als Karamell. Also habe ich  zuerst den Boden der Tarte mit der Hälfte der Schokocreme bedeckt. Dann habe ich abwechselnd löffelweise einen Batzen von der Schokocreme und einen von der Karamellcreme auf der Tarte verteilt. Mit einer Gabel werden die Cremen ineinandergezogen damit ein schönes Muster entsteht.

Die Tarte wird nun für 4 Stunden in den Kühlschrank gestellt. Kurz vor dem Servieren noch eine Prise Fleur de Sel darüber streuen.

Man wird direkt und ohne Umwege in die süße Schoko-Karamell-Hölle katapultiert.
Edit: das Urpsrungsrezept stammt aus dem Heft „Frisch gekocht“ 12/2012

Share This:

Mascarponecremetarte mit Weichseln

Obst ist gesund! Und die Mascarponecreme wollen wir mal getrost ignorieren. Den Hauch von Schokostreuseln nimmt man ja fast gar nicht wahr. Und da Kalorien bekanntermaßen sehr kälteempfindlich sind, sterben sie während des Aufenhalts im Kühlschrank einfach ab.

Das lästige Kalorienzählen fällt somit weg und alle sind rundum glücklich und zufrieden. Hach, wie ich solche Rezepte doch liebe.

Rezept für 6-8 Kalorienmörder:

1 Portion Mürbteig (selbstgemacht, oder gekauft)
500 g Mascarpone
200 ml Schlagobers
1 Packung Agartine
6 Eigelb
1 EL Honig
160 g Zucker
eine handvoll entkernte Weichseln aus dem Glas
30 g geraspelte Vollmilchschokolade

Mürbteig zubereiten und ausrollen. Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen und die Ränder mit Butter einfetten. Mürbteig auf den Boden der Springform geben und mit dem restlichen Teig einen ca. 2 cm hohen Rand formen.

Mir ist noch Teig übrig geblieben. Mit einem Keksausstecher in Sternform habe ich kleine Sternchen gemacht, mit Zucker bestreut und auf ein, mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt.

Den Mürbteig bei 200°C für 18 Minuten blind backen. 10 Minuten vor Schluss auch das Backblech mit den Zuckersternen in den Ofen schieben und knusprig backen.

Währenddessen Schlagobers und 30 g Zucker in einem kleinen Topf erwärmen und gemeinsam mit der Agartine vorsichtig zum Kochen bringen. Unter ständigem Rühren 2 Minuten köcheln lassen. Danach zur Seite stellen.

Eigelb, Honig und den restlichen Zucker 5 Minuten lang über dem Wasserbad mit dem Schneebesen schaumig schlagen, bis die Masse hellgelb ist. Mascarpone und die Schlagobers-Agartinemischung vorsichtig unterrühren.

Die Weichseln gut abtropfen lassen und auf dem Mürbteigboden geben. Die Mascarponecreme darauf verteilen. Mit den Knuspersternen und geraspelter Schokolade dekorieren und über Nacht in den Kühlschrank stellen – damit auch ja alle Kalorientierchen erfrieren.

Die Obstpause kann beginnen.

Das Ursprungrezept ohne Weichseln und Schi-Schi stammt aus dem Buch Raffinierte Tartes – süß und pikant (ISBN: 978-3-8310-1633-4)

Share This:

Weiße Schokotarte mit Himbeeren

Das Märchen Schneeweißchen und Rosenrot als köstliche Tarteinterpretation?
Jetzt müssen schon die Gebrüder Grimm herhalten, um meine übliche Sonntagabenddepression in den Griff zu bekommen. Es hat geholfen – zumindest bis der letzte Krümel weg war.

Die Himbeeren waren für das schlechte Gewissen gedacht, um über die Millionen von Kalorien hinweg zu täuschen – Obst ist doch gesund!

Zutaten für eine leichte- bis mittelschwere „Morgen ist Montag!“-Depression:

1 Portion Sandteig:
170 g Mehl (glatt)
40 g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker
1/2 TL Salz
115 g weiche Butter (in kleine Stückchen geschnitten)
1 Ei

Für die Füllung:
500 g Crème fraîche
300 g weiße Schokolade (gute Qualität – nicht das süße Billigzeug nehmen)
4 Eidotter

Für die Deko:
30 g weiße Schokolade
150 g Himbeeren
Puderzucker

Sandteig: am besten am Vorabend zubereiten und über Nacht im Kühlschrank aufbewahren, ansonsten 1-2 Stunden vor dem Backen und zumindest für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.

Mehl, Puderzucker, Salz und Vanillezucker auf die Arbeitsplatte sieben und zu einem kleinen Hügel formen. Eine kleine Mulde hineindrücken und Ei und Butter hineingeben und miteinander vermischen. Anschließend die Masse schnell unter das Mehl arbeiten. Aus den entstandenden Krümeln eine Teigkugel formen und zu einer dicken Palatschinke formen.
In Klarsichthülle rollen und ab damit in den Kühlschrank.

Eine halbe Stunde vor dem Weiterverarbeiten wieder aus dem Kühlschrank nehmen.
Den Boden einer Tortenform (Ø 28 cm)  mit Backpapier auslegen und den Rand mit Butter einfetten. Teig in die Form geben und einen etwa 2 cm dicken Rand formen.

Mehrmals mit der Gabel einsteichen und für 10 Minuten bei 180° C Heißluft blind backen (Auf den Teig noch eine Schicht Backpapier legen und mit entweder Backerbsen oder einen kleinen Topf beschweren). Nach 10 Minuten das Gewicht entfernen und ohne Backpapier und Gewicht für weitere 10 Minuten backen. Nach dem Blindbacken, das Backrohr auf 150° C runter drehen.

Während der Teig im Backrohr ist, Schokolade und Crème fraîche vorsichtig im Wasserbad schmelzen. Eier trennen und sobald eine gleichmäßige  Masse entstanden ist, vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Anschließend die Eidotter nacheinander mit einem Holzlöffel unterrühren.

Teig aus dem Ofen nehmen und 5 Minuten abkühlen lassen. Die Schokomasse auf dem Tarteboden verteilen und für 25 Minuten bei 150°C Heißluft im Ofen backen.

Die restlichen 30 g der weißen Schokolade mit einem Gemüseschäler raspeln, evt. Himbeeren waschen und gut abtropfen lassen.

Die Tarte vollständig auskühlen lassen und erst kurz vor dem Servieren mit den Himbeeren belegen. Puderzucker darüber sieben und die Schokoraspeln gleichmäßig verteilen.

Das leckerste Antidepressivum seit Langem.

Edit: Ganz vergessen, Grundrezept ohne Schi-Schi stammt aus dem schönen Buch „Tartes & Quiches“ ISBN: 978-3-88472-712-6

Share This:

Champignon-Tartelettes mit Petersilienpesto

Als Herbst- und Winterfan kann man bei den derzeitigen Temperaturen in Wien schon mal unter leichten Depressionen leiden. Die Wetterprognose verspricht weitere höllische Tage (bis über 30°C). Wer denkt da nicht an eine Auswanderung nach Grönland, Alaska, Kanada?

Damit ich nicht vollends in Selbstmitleid versinke, musste eine Beschäftigungstherapie her. In einem Kochbuch (Tartes & Quiches ISBN 978-3-88472-712-6) habe ich ein Rezept für Champignon-Tartes entdeckt. Einfach nachkochen ist mir zu fad. Deshalb wurde das Rezept fast von Grund auf verändert.

Um nicht mehr an die Temperaturen der nächsten Tage denken zu müssen, habe ich mir ein Petersilien-Knoblauch-Pesto überlegt. Und ein einfacher Klecks Crème fraîche?….da geht noch mehr.

Hier also ein schmackhaftes Ablenkungsrezept für alle Hitze-Hasser:

1 Portion Mürbteig:
(Mürbteig lässt sich gut einfrieren. Ich mache meistens die doppelte Menge und friere eine Hälfte ein, damit ich ihn nicht jedes Mal frisch zubereiten muss)
250 g Mehl
5 g Salz
125 g weiche Butter (in kleine Würfel geschnitten)
1 Eigelb

Mehl und Salz auf die Arbeitsplatte sieben und in der Mitte eine kleine Mulde formen. Eigelb und Butterwürfel in die Mulde geben und miteinander verkneten, dann nach und nach das Mehl einarbeiten. Nicht zu lange kneten. Die Krümel zu einer Teigkugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Petersilienpesto:
1/2 Bund Petersilie
2 Knoblauchzehen
2-3 TL Olivenöl
1 TL Sambal Oelek
grobes Meersalz
Mörser und Pistill (als „alte“ Apothekentante hat man sowas natürlich immer griffbereit ;))

Petersilienbätter von den Stängeln zupfen und mit den beiden Knoblauchzehen grob hacken. Alles gemeinsam, ebenfalls mit den Gewürzen und dem Öl, in den Mörser geben und zerstossen und -reiben, bis ein Pesto entsteht.

So sollte es dann aussehen:

Crème fraîche:
100 g vom oben genannten
1/2 TL Curcuma
1/2 TL Cayennepfeffer
1 TL getr. Thymian
grobes Meersalz
einfach alles miteinander verrühren

restilche Zutaten:
40 g frisch geriebener Parmesan
250 g Champignons in Scheiben geschnitten

Backrohr auf 180°C (Heißluft) vorheizen. Mürbteig dünn ausrollen und 30 g vom geriebenen Parmesan darüber streuen und ein wenig in den Teig drücken. Mit einem Glas, kleinen Schüssel oder rundem Ausstecher Kreise ausstechen (bei mir sind sich 12 Kreise ausgegangen, den Rest habe ich nochmal geknetet und ausgerollt und noch einen größeren Kreis daraus gemacht – what happens in the kitchen stays in the kitchen). Teigkreise auf ein Backblech mit Backpapier legen, mit der Gabel mehrmals einstechen und ein zweites Backpapier darüber legen. Mit einer z.B. Auflaufform beschweren und für insgesamt 10 Minuten (nach 5 Minuten einmal umdrehen) backen. Währenddessen Petersilienpesto herstellen, Crème fraîche verrühren und Champignons in Scheiben schneiden.

Die vorgebackenen Tartelettes aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen. Zuerst einen TL Crème fraîche auf den Mini-Tartes verteilen, dann 1/2 TL vom Petersilienpesto und zu guter Letzt die Champignonscheiben auf das Pesto legen. Nachdem alle Tartelettes fertig belegt sind, die restlichen 10 g vom gerieben Parmesan über die Tartes streuen und für 20 Minuten auf mittlerer Schiene knusprig backen.

Dazu passt ein Vogerlsalat mit Cherrytomaten.

Ein kulinarisches Antidepressivum.
Von mir aus kann es jetzt auch 40°C haben, ich leg mich in den Kühlschrank.

Ade!

Share This:

Two-Face Tarte

Auch wenn man es ihr nicht ansieht, aber diese Tarte bietet irdische Genüsse für zwei unterschiedliche Schleckermäuler. Eine Hälfte verspricht käsige Freuden, die andere befriedigt die Bedürfnisse eines jeden Salamifreundes.

Wir sprechen hier von einer Spinat-Gorgonzola/Spinat-Salami-Tarte mit Tomaten-Parmesandeckel.

Wer Blätterteig selbst macht, verdient meinen Respekt. Aber unter der Woche muss es schnell gehen, vorallem wenn man ein Fan der Sendung Liebesg’schichten und Heiratssachen ist und dies ohne, dass es einem die Schamesröte ins Gesicht treibt, zugeben kann. Also ist, in diesem Fall, eine Fertig-Blätterteigrolle mein bester Freund.

Was brauchen wir nun, um diese 2 Spinat-Gesichter für 4 hungrige Gesichter zu formen:

1 Pckg. Blätterteig
200 g Spinat
Salami (nach Geschmack und Bedarf)
70 g Gorgonzola
ca. 100 g Parmesan (gehobelt)
1 Ei
250 mL Schlagobers
Sambal Oelek (oder Chili aus der Mühle)
3 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer
Butter für die Form

Backofen auf 200 °C vorheizen. Tarteform mit Butter einfetten. Blätterteig auspacken und mit der Tarteform auf die passende Größe ausstechen. Teig sollte bis zum oberen Rand reichen. Mit der Gabel mehrmals einsteichen und für ca. 10 Minuten blind backen. Den Spinat dünsten bis er zusammenfällt, kurz abkühlen lassen, Wasser rausdrücken und klein hacken (oder TK-Spinat auftauen und ebenfalls das überschüssige Wasser ausdrücken und klein hacken). Ei und Schlagobers in einer Schüssel verrühren. Knoblauch pressen und zur Ei-Schlagobersmasse geben.

MIt Salz, Pfeffer und Sambal Oelek abschmecken. Spinat hinzugeben und alles gut verrühren. Nun eine Hälfte der Masse in eine andere Schüssel umfüllen und mit klein geschnittenen Salamistückchen vermischen. Unter die andere Hälfte rührt man den, in Würfel geschnittenen, Grogonzola. Nach dem Blindbacken Blätterteig aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen.

Auf eine Hälfte verteilt man die Gorgonzolamasse und auf die andere Hälfte die Salamimasse. Tomaten in Scheiben schneiden und kreisförmig auf der Tarte verteilen. Zum Schluss noch ein wenig Parmesan über die Tarte hobeln und mit Alufolie abdecken. Für 30 Minuten bei 200° C (Umluft) in den Ofen schieben. Nach den 30 Minuten die Folie runter nehmen und weitere 10 Minuten backen.

Ein wenig auskühlen lassen und lauwarm essen.

Wer sich zusammenreißt (so wie ich heute – ausnahmsweise), kann sich am nächsten Tag noch ein Stückchen mit ins Büro nehmen.

Viel Spaß beim schizophrenen Kochen.

Share This: