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Nachgebacken: Mohn-Zwetschkenkuchen

 

Mohn-Zwetschken-Kuchen_teil

Jaja, man bedient sich nicht nur an den geschätzten 300 Koch- und Backbüchern (vor allem, wenn man erst 4 Backbücher letzte Woche ergattert hat), die in den unendlichen Weiten der eigenen Bücherregale vor sich hinschlummern – nein, man durchstöbert auch die Blogs  der Konkurrenz.

Mama-KissTheCook hatte unlängst Geburtstag. So viel sei zum Alter verraten – sie  ist volljährig. Diese Dame, deren Hüften mich heute noch vorwurfsvoll anblicken, wird von mir  liebevoll „der Kuchenfriedhof“ genannt. Gute  Beschreibung für ihre quasi unbeschreibliche  Kuchenliebe?
Mohn hat es ihr besonders angetan, Zwetschken mussten aufgebraucht werden, mein Gehirn hat mir ausnahmsweise einen guten Dienst erwiesen und mir Maras Kuchenrezept ins Gedächtnis gezaubert. So schnell lassen sich die Diätabsichten der gnädigen Frau Mutter vernichten.

Ich habe Maras Rezept  ein wenig abgewandelt – ganz ehrlich, wozu sollte ich nur 150 g Mohn nehmen, wenn in der Packung 200 g enthalten sind und man de facto niemals zu viel Mohn in einen Kuchen stopfen kann:

Für den Mürbteig:
125 g kalte Butter in kleine Würfel geschnitten
1 kaltes Ei (Größe M)
75 g Zucker
1 Pckg. Vanillezucker
225 g Mehl
1/2 Pckg. Backpulver

Für die Füllung:
100 g Sauerrahm
400 g Magertopfen
2 Eier (Größe M)
150 g Zucker
200 g Mohn, gemahlen
2  EL Vanillepuddingpulver
500 g Zwetschken (Mara nimmt 1 kg – mein Haushalt konnte nicht mehr entbehren)

Für die Streusel:
125 g Mehl
75 g Zucker
100 g kalte Butter in Würfel geschnitten
25 g gemahlene Mandeln
50 g feine Haferflocken (zartschmelzend)

Den Boden einer 28cm Springform mit Backpapier auslegen und die Seiten mit  Butter einfetten.
Was den Mürbteig  betrifft, bin ich eine ganz eine Faule. Mara hat den Teig ganz fleißig mit ihren eigenen Händen verknetet. Ich habe alle Zutaten in die  Küchenmaschine (Häcksler) geschmissen (ja, nicht einmal liebevoll hineingleiten lassen) und die Maschine so lange arbeiten lassen, bis der Mürbteig die Konsistenz von feuchtem Sand hatte.
Anschließend hat Mara den Teig ganz vorbildlich ausgerollt. Auch das habe ich mir erspart und den Teig in die Form gegeben und mit den Händen glatt gedrückt.  Die Ränder wurden ca. 3-4 cm hoch mit Teig bekleidet. Mit der Rückseite eines Löffels habe ich alles glattgestrichen. Anschließend wandert der Teig samt Form für  eine halbe Stunde in den Kühlschrank.

Für die Füllung mixt (oder lässt mixen – ohne Küchenmaschine würde ich sterben) einfach alle Zutaten zusammen.

Die Zwetschken werden halbiert, entkernt  und einfach in Scheiben geschnitten (jegliches andere Steinobst oder auch Äpfel stelle ich mir genauso wunderbar vor).

Die Streusel habe ich genauso wie den Mürbteig zubereitet – Stichwort feuchter Sand.

Backrohr auf 180°C Umluft vorheizen. Füllung auf dem Mürbteig verteilen und glatt streichen. Obst schön darauf arrangieren und die  Streusel (ruhig auch gröbere Stücke mit den Händen formen) darauf verteilen.

Auf mittlerer Schiene für ca. 35 Minuten backen und vollständig in der Form auskühlen lassen. Anschließend für  ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen, oder (so wie  ich) über Nacht in der kühlen Küche vergessen.

Mohn-Zwetschken-Kuchen_ganz

Übrigens waren nach dem Shooting weit weniger Streuseln auf dem Kuchen zu finden, als davor  *sabber* und das obwohl ich gar nicht dürfte #VerboteneFrüchteSchmeckenAberSoGut

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Kürbis-Quiche

Kürbis Quiche

Sonntag = Kürbistag. 4,5 kg Butternusskürbis – monstermäßig viel Suppe (ohne Scharf) – 1 x Kürbis-Quiche und 1 x Kürbis-Schokokuchen. Ich würde sagen, dieser Sonntag war ein guter Sonntag. Wäre ich nicht schon verheiratet, würde ich einen riesigen Kürbis heiraten, der ein wenig Ähnlichkeit mit Mr. KissTheCook hat.

Würde es unter Mord fallen, wenn man seinen Kürbisehemann isst? Ms. Känns Braut, bitte um Auskunft.

Also, Rezept für eine Quiche:

Teig:
200 g Dinkelvollkornmehl
2 EL geriebener Parmesan
100 g kalte Butter (in Würfel geschnitten)
4-5 EL kaltes Wasser
Salz
Mehl zum Ausrollen

Füllung:
1 kg Kürbis (z.B. Butternuss – geputzt, geschält und gewürfelt)
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
125 mL Schlagobers
2 Eigelb
Salz, weißer Pfeffer
1/2 EL getrockneter Majoran
2 Paradeiser
1 Mozzarella

Für den Teig Mehl, Parmesan, Salz und die klein gewürfelte Butter auf ein Brett geben und schnell zu einem Teig kneten.
In Folie einwickeln und für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

In dieser Zeit kann man in Ruhe die Füllung zubereiten. Kürbis mit etwas Wasser in  einem Topf für ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze weich dünsten. Überschüssiges Wasser abgießen und mit einer Gabel zergatschen oder durch eine Kartoffelpresse jagen und in einem Sieb auskühlen lassen.

Paradeiser in Scheiben schneiden, auf Küchenpapier legen, salzen und stehen lassen. Mozzarella ebenfalls in Scheiben schneiden.

Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel- und Knoblauchstückchen bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Mit dem Schlagobers ablöschen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz aufkochen und vom Herd nehmen und etwas auskühlen lassen.

Eigelb und Kürbispürree unter die Schlagoberssauce mischen und nochmals mit Salz, Pfeffer und Majoran abschmecken.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und dünn ausrollen, in eine gefettete Quicheform geben und fest an den Rand drücken. Nochmals für ca. 10 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Ofen auf 220°C Umluft vorheizen. Füllung in die Form geben, Paradeiser und Mozzarella darauf verteilen und auf unterster Schiene für ca. 25-30 Minuten backen.

Känns Braut hat eine riesige Kochbuchsammlung. Hin und wieder schleicht sich ein 2. Exemplar in ihre Sammlung. Ich bin dann Nutznießerin und erhalte das doppel gemoppelte. In diesem Fall „Wunderbare Kürbisküche“ von Karin Messerli.

Das Rezept habe ich für meine Zwecke abgewandelt.

Viel Spaß beim Nachkochen.

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Brokkoli-Erbsen-Quiche, Level: Restlkochen

Brokkoli-Erbsen-Quiche

Keine Sorge. Die „Ich schleck‘ mich hackedicht“-Reihe wird verlängert.
Das hier ist mein liebstes Rezept, um Gemüse loszuwerden. In diesem Fall wurden die TK-Laden geplündert. Meine ganzen Cocktaileisvorräte wurden an die Kollegen verfüttert und nun geht es dem Gemüse an den Kragen.

Rezept für 6 Personen oder  2x Hauptgericht, 2 Portionen für Mama-KissTheCook und ein Monsterstück fürs Büro.

1 Portion Mürbteig (selbstgemacht oder für Faule (ja, auch ich) eine Packung Fertigteig)
400 g TK Brokkoli
200 g TK Erbsen
250 g Sauerrahm
150 ml Schlagobers
3 Eier
100 g geriebener Stinkikäse (Eure Wahl, zB: Bergkäse)
Salz, Pfeffer
1/2 TL Sambal Oelek

Falls ihr euch für den selbstgemachten Mürbteig entschieden habt, muss der als erstes zubereitet werden, da er ja noch für eine halbe Stunde in den Kühlschrank muss bevor man ihn ausrollen kann. Die Faulen haben’s leicht und kümmern sich gleich um die Füllung.

Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Brokkoli und Erbsen nach Packungsbeilage auftauen. Ich schmeiße das Zeug für 5 Minuten in die Mikrowelle und gut ist. Eier, Sauerrahm, Schlagobers, Salz, Pfeffer und Sambal Oelek miteinander verrühren.

Eine Tarteform mit Butter einfetten. Teig ausrollen oder einfach aus der Verpackung nehmen und die Backform damit auskleiden. Dabei einen 2 cm hohen Rand bilden. Brokkoli und Erbsen gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Alles mit der Sauerrahm-Ei-Masse übergießen und mit dem gerieben Stinkikäse bestreuen.

Für ca. 35 Minuten (bis die Quiche goldbraun ist) auf mittlerer Schiene backen.

Dazu passt Salat oder Paradeiser – was auch immer ihr wollt. Noch ist das ein freies Land.

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Pariser Flan

Was macht man, wenn eine Kollegin Urlaub in Marokko macht und man selbst zu Hause versauern UND arbeiten muss (gibt es eine schlimmere Kombination?!)?

Man macht sich eine Nachspeise mit dem wohlklingenden Namen Pariser Flan, schießt ein Foto und schickt es der Kollegin per Mail mit einem frechen „Äääääääätsch!“

Für 6 Nicht-Urlauber:
1 Portion Mürbteig (selbstgemacht, oder gekauft)
500 mL Milch
1 EL Butter (gesalzen, oder später noch eine Prise Salz hinzufügen)
3 Eier
100 g Zucker
1/2 TL gemahlene Vanille
40 g Mehl
1 Packung Vanillepuddingpulver

Eine Tortenform (28 cm Durchmesser) mit Butter einfetten und den Teig hineingeben. Einen ca. 2 cm hohen Rand bilden und  in den Kühlschrank geben.

Milch und Butter (und evt. Salz) vorsichtig aufkochen und nicht überkochen lassen. Meine ist natürlich übergekocht, weil ich mit Mr. KissTheCook diskutieren musste. Er konnte sich nicht mehr erinnern, wohin er meinen Teigschaber geräumt hat. Nach einem kurzen „Du bist Schuld! Nein, DU bist Schuld!!….“-Wechsel *hehehe*, ging es weiter.

Eier, Zucker und Vanille mit dem Mixer schaumig schlagen. Vorsichtig Mehl und Puddingpulver hinzufügen. Nachdem die Milch ein wenig abgekühllt ist, auch diese nach und nach einrühren.

Ofen auf 160°C (Umluft) vorheizen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und die Vanillemasse rein füllen.

Für ca. 35. Minuten backen. Auskühlen lassen und am Besten kalt genießen.

Das Grundrezept stammt aus dem schönen Buch „Sophies Tartes, Quiches und Salate“.

So, und Mr. KissTheCook darf nochmals ein „Wie räume ich Küchenutensillien richtig weg?“-Seminar über sich ergehen lassen.

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Christkind-Rotkraut-Quiche

Wenn es zu Weihnachten jedes Jahr Ente (oder Gans) mit Kartoffelknödel und Rotkraut gibt, will man als Veggy nicht zum 100. Mal Knödel mit Rotkraut essen. Aber auch nicht völlig aus der Reihe tanzen.

Deswegen kam mir dieses Rotkraut-Quiche-Rezeptchen gerade recht.

Am 24.12. habe ich gerade gemütlich gefrühstückt (es war noch VOR 12:00, also Frühstück!), als mich Mr. KissTheCook plötzlich fragt: „Wann machst du dann dein Essen heut‘?!“
„Ich ess‘ doch grad.“
„Nein Lustige! Dein Essen für heute Abend!!“
„Sch‘!$§§%%=?//&!!! Ganz vergessen! Wir müssen nochmal einkaufen!“
„*Seeeeeeuuuuuuufz*“

Rezept für 4 Personen:
1 Portion Mürbteig (gekauft oder selbst gemacht)
450 g TK-Rotkraut (oder 400 g frisches Rotkraut, frisches gab es bei mir nicht mehr)
100 mL Gemüsebrühe
1 Zwiebel
2 EL Butter
100 g Ziegenfrischkäse (zB: Chavroux)
1 TL getrockneter Thymian (auch keinen frischen mehr gefunden)
300 mL Schlagobers
100 mL Milch
4 Eier
Salz, Pfeffer
etwas Öl
Backpapier
Springform 28 cm Ø

Mürbteig zubereiten. Ofen auf 200 °C Umluft vorheizen. Das TK-Rotkraut lt. Packungsanweisung auftauen und anschließend in ein Sieb geben und die überschüssige Flüßigkeit ausdrücken.

Zwiebel schälen und fein hacken und in heißer Butter anschwitzen. Rotkraut dazugeben und mit der Brühe aufgießen. 5 Minuten schwach köcheln lassen. Dann vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Die Eier mit dem Schlagorbers und der Milch verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen, die Ränder mit ein wenig Öl bepinseln. Teig ausrollen und in die Form geben, dabei einen 2 cm hohen Rand bilden.

Rotkraut auf dem Boden verteilen (ca. 2 EL übrig lassen), mit Thymian besträuen und die Ei-Schlagobers-Mischung darüber gießen. Nun mit einem TL kleine Batzen vom Ziegenfrischkäse nehmen und oben auf der Quiche verteilen. Zum Schluss ebenfalls mit einem TL das restliche Rotkraut auf der Quiche verteilen.
Das Ganze für ca. 45 Minuten (mittlere Schiene) ins Rohr schieben und goldbraun backen.

Oh du Köstliche!

Das Ursprungsrezept stammt aus dem Heft „köstlich vegetarisch“ Nr. 1/2010

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Mascarponecremetarte mit Weichseln

Obst ist gesund! Und die Mascarponecreme wollen wir mal getrost ignorieren. Den Hauch von Schokostreuseln nimmt man ja fast gar nicht wahr. Und da Kalorien bekanntermaßen sehr kälteempfindlich sind, sterben sie während des Aufenhalts im Kühlschrank einfach ab.

Das lästige Kalorienzählen fällt somit weg und alle sind rundum glücklich und zufrieden. Hach, wie ich solche Rezepte doch liebe.

Rezept für 6-8 Kalorienmörder:

1 Portion Mürbteig (selbstgemacht, oder gekauft)
500 g Mascarpone
200 ml Schlagobers
1 Packung Agartine
6 Eigelb
1 EL Honig
160 g Zucker
eine handvoll entkernte Weichseln aus dem Glas
30 g geraspelte Vollmilchschokolade

Mürbteig zubereiten und ausrollen. Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen und die Ränder mit Butter einfetten. Mürbteig auf den Boden der Springform geben und mit dem restlichen Teig einen ca. 2 cm hohen Rand formen.

Mir ist noch Teig übrig geblieben. Mit einem Keksausstecher in Sternform habe ich kleine Sternchen gemacht, mit Zucker bestreut und auf ein, mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt.

Den Mürbteig bei 200°C für 18 Minuten blind backen. 10 Minuten vor Schluss auch das Backblech mit den Zuckersternen in den Ofen schieben und knusprig backen.

Währenddessen Schlagobers und 30 g Zucker in einem kleinen Topf erwärmen und gemeinsam mit der Agartine vorsichtig zum Kochen bringen. Unter ständigem Rühren 2 Minuten köcheln lassen. Danach zur Seite stellen.

Eigelb, Honig und den restlichen Zucker 5 Minuten lang über dem Wasserbad mit dem Schneebesen schaumig schlagen, bis die Masse hellgelb ist. Mascarpone und die Schlagobers-Agartinemischung vorsichtig unterrühren.

Die Weichseln gut abtropfen lassen und auf dem Mürbteigboden geben. Die Mascarponecreme darauf verteilen. Mit den Knuspersternen und geraspelter Schokolade dekorieren und über Nacht in den Kühlschrank stellen – damit auch ja alle Kalorientierchen erfrieren.

Die Obstpause kann beginnen.

Das Ursprungrezept ohne Weichseln und Schi-Schi stammt aus dem Buch Raffinierte Tartes – süß und pikant (ISBN: 978-3-8310-1633-4)

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Schwebende Tomatentorte

Woran erkennt man, dass jemand im KissTheCook-Haushalt keine Oliven mag?
Jaja, der unscharfe Kuchen im Hintergrund zeigt es deutlich. Meine Hälfte ist mit Oliven, seine Hälfte ohne. Es ist zwar bestimmt schon mehr als 20 Jahre her, dass er welche probiert hat (falls er überhaupt jemals welche gekostet hat) und trotzdem weicht er keinen Millimeter von seiner Abneigung.

Gut, darauf habe ich mich freiwillig eingelassen, nun muss ich auch damit leben.

Tomatentorte für 4 hungrige Olivenfans/-hasser-Esser:

1 Portion Mürbteig (selbstgemacht hier, oder gekaufter von guter Qualität)
350 g Paradeiser (z.B. Eiertomaten oder Ochsenherztomaten) (toll, wie ich ohne mit der Wimper zu zucken von Paradeiser zu Tomaten wechseln kann und wieder retour ;))
4 EL geriebener Parmesan
2 EL Semmerbrösel
1 Kugel (Büffel)mozzarella
150 g Provolone dolce (oder ein anderer Käse nach Gusto)
2 Eier
1/2 Bund gehacktes Basilikum
1/2 EL getrockneter Oregano
5 gehackte schwarze Oliven für die Halbe Torte, oder 10 für die Ganze ;)
Salz, Pfeffer

Ofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Paradeiser in Scheiben schneiden, auf einen Teller mit Küchenrolle schlichten, salzen und abtropfen lassen. Parmesan reiben und 2 EL vom Parmesan mit den Semmelbröseln mischen.

Mozzarella in kleine Stücke reißen, Provolone dolce reiben oder in kleine Stücke schneiden. Basilikum hacken.
In einer Schüssel die Eier, Mozzarella, Käse, Basilikum, Oregano und Salz und Pfeffer (nach Geschmack) verrühren.

Den Boden einer Tortenform mit Backpapier auslegen und die Ränder mit Butter einfetten. Mürbteig in die Form geben und einen ca. 1,5 – 2 cm dicken Rand formen.

Die Parmesan/Semmelbrösel-Mischung auf dem Teig verteilen. Die Paradeisscheiben auf dem Boden verteilen und die Ei-käsemischung darauf geben.

Oliven hacken und auf eine oder beide Hälften streuen. Zum krönenden Abschluss noch die restlichen 2 EL vom gerieben Parmesan über die Torte streuen.

Für ca. 40 Minuten in den Ofen schieben und heiß essen.
Wenn man nicht ganz so gierig ist wie ich, schafft man das vielleicht auch ohne Brandblasen auf der Zunge.

Ciao!

Übrigens stammt das Grundrezept wieder aus dem schönen Buch „La cucina verde“.

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Champignon-Tartelettes mit Petersilienpesto

Als Herbst- und Winterfan kann man bei den derzeitigen Temperaturen in Wien schon mal unter leichten Depressionen leiden. Die Wetterprognose verspricht weitere höllische Tage (bis über 30°C). Wer denkt da nicht an eine Auswanderung nach Grönland, Alaska, Kanada?

Damit ich nicht vollends in Selbstmitleid versinke, musste eine Beschäftigungstherapie her. In einem Kochbuch (Tartes & Quiches ISBN 978-3-88472-712-6) habe ich ein Rezept für Champignon-Tartes entdeckt. Einfach nachkochen ist mir zu fad. Deshalb wurde das Rezept fast von Grund auf verändert.

Um nicht mehr an die Temperaturen der nächsten Tage denken zu müssen, habe ich mir ein Petersilien-Knoblauch-Pesto überlegt. Und ein einfacher Klecks Crème fraîche?….da geht noch mehr.

Hier also ein schmackhaftes Ablenkungsrezept für alle Hitze-Hasser:

1 Portion Mürbteig:
(Mürbteig lässt sich gut einfrieren. Ich mache meistens die doppelte Menge und friere eine Hälfte ein, damit ich ihn nicht jedes Mal frisch zubereiten muss)
250 g Mehl
5 g Salz
125 g weiche Butter (in kleine Würfel geschnitten)
1 Eigelb

Mehl und Salz auf die Arbeitsplatte sieben und in der Mitte eine kleine Mulde formen. Eigelb und Butterwürfel in die Mulde geben und miteinander verkneten, dann nach und nach das Mehl einarbeiten. Nicht zu lange kneten. Die Krümel zu einer Teigkugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Petersilienpesto:
1/2 Bund Petersilie
2 Knoblauchzehen
2-3 TL Olivenöl
1 TL Sambal Oelek
grobes Meersalz
Mörser und Pistill (als „alte“ Apothekentante hat man sowas natürlich immer griffbereit ;))

Petersilienbätter von den Stängeln zupfen und mit den beiden Knoblauchzehen grob hacken. Alles gemeinsam, ebenfalls mit den Gewürzen und dem Öl, in den Mörser geben und zerstossen und -reiben, bis ein Pesto entsteht.

So sollte es dann aussehen:

Crème fraîche:
100 g vom oben genannten
1/2 TL Curcuma
1/2 TL Cayennepfeffer
1 TL getr. Thymian
grobes Meersalz
einfach alles miteinander verrühren

restilche Zutaten:
40 g frisch geriebener Parmesan
250 g Champignons in Scheiben geschnitten

Backrohr auf 180°C (Heißluft) vorheizen. Mürbteig dünn ausrollen und 30 g vom geriebenen Parmesan darüber streuen und ein wenig in den Teig drücken. Mit einem Glas, kleinen Schüssel oder rundem Ausstecher Kreise ausstechen (bei mir sind sich 12 Kreise ausgegangen, den Rest habe ich nochmal geknetet und ausgerollt und noch einen größeren Kreis daraus gemacht – what happens in the kitchen stays in the kitchen). Teigkreise auf ein Backblech mit Backpapier legen, mit der Gabel mehrmals einstechen und ein zweites Backpapier darüber legen. Mit einer z.B. Auflaufform beschweren und für insgesamt 10 Minuten (nach 5 Minuten einmal umdrehen) backen. Währenddessen Petersilienpesto herstellen, Crème fraîche verrühren und Champignons in Scheiben schneiden.

Die vorgebackenen Tartelettes aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen. Zuerst einen TL Crème fraîche auf den Mini-Tartes verteilen, dann 1/2 TL vom Petersilienpesto und zu guter Letzt die Champignonscheiben auf das Pesto legen. Nachdem alle Tartelettes fertig belegt sind, die restlichen 10 g vom gerieben Parmesan über die Tartes streuen und für 20 Minuten auf mittlerer Schiene knusprig backen.

Dazu passt ein Vogerlsalat mit Cherrytomaten.

Ein kulinarisches Antidepressivum.
Von mir aus kann es jetzt auch 40°C haben, ich leg mich in den Kühlschrank.

Ade!

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