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Schokokuchen mit Biss für Halloween

Schokokuchen Halloween

Ursprünglich hieß dieser Kuchen mal Zebrakuchen – und das auch berechtigt….wenn man denn die Kinderschokoriegel richtig angeordnet hätte (nämlich der Länge nach). So aber – BAM! – Hallo Halloweenkuchen mit Biss! Ich würde noch eine zweite Reihe an Zähnen empfehlen, damit wir auch ein hübsches Oberkiefer haben ;) aber hey, es war ursprünglich ein Unfall  und den könnt ihr ja noch bis zu eurer Party ausbauen.

Das Originalrezept (mit weniger Schokoriegeln – pfffft!) findet man im netten Büchlein „Cake“ von Ursula Furrer-Heim.

Zutaten für eine Kastenform (ca. 35 cm):

170  g weiche Butter
200 g Zucker
4  Eier (Größe L)
1 Prise Salz
200 g Mehl
30 g Kakao (bitte das gute Zeug ohne Zuckerzusatz)
2 gestrichene TL Backpulver
12-15 Kinderschokoriegel bzw. 24-30 Stück für Unter- und Oberkiefer (je nachdem wie lang eure Form ist und ihr eine doppelte Schicht für die oberen und unteren Beißerchen machen wollt)

Backrohr auf 180°C Umluft vorwärmen. Backform einfetten oder mit Backpapier auslegen (ich spreche mich für das Backpapier aus).

Butter, Zucker, Eier und Salz in die Küchenmaschine schmeißen und schaumig (hellgelb) mixen. Die trockenen Zutaten (Mehl, Kakao und Backpulver) vermischen und auf die Ei-Buttermischung sieben und alles miteinander verrühren.

Solltet ihr nur  eine Schokoriegelschicht nehmen, dann reicht es die Masse in die Form zu füllen und die Schokoriegel tief in die Masse zu drücken, bis sie verschwunden sind. Für eine 2. Reihe würde ich zuerst eine Hälfte des Teigs einfüllen, Schokoriegel reindrücken, 2. Teighälfte darüber streichen und die 2. Reihe an Schokoriegeln reindrücken und alles glatt streichen.

Für ca. 40 Minuten auf der unteren Schiene backen und in der Form vollständig auskühlen lassen.

Bis(s) zum nächsten Mal (lahmste Verabschiedung ever!)!

 

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Nachgebacken: Mohn-Zwetschkenkuchen

 

Mohn-Zwetschken-Kuchen_teil

Jaja, man bedient sich nicht nur an den geschätzten 300 Koch- und Backbüchern (vor allem, wenn man erst 4 Backbücher letzte Woche ergattert hat), die in den unendlichen Weiten der eigenen Bücherregale vor sich hinschlummern – nein, man durchstöbert auch die Blogs  der Konkurrenz.

Mama-KissTheCook hatte unlängst Geburtstag. So viel sei zum Alter verraten – sie  ist volljährig. Diese Dame, deren Hüften mich heute noch vorwurfsvoll anblicken, wird von mir  liebevoll „der Kuchenfriedhof“ genannt. Gute  Beschreibung für ihre quasi unbeschreibliche  Kuchenliebe?
Mohn hat es ihr besonders angetan, Zwetschken mussten aufgebraucht werden, mein Gehirn hat mir ausnahmsweise einen guten Dienst erwiesen und mir Maras Kuchenrezept ins Gedächtnis gezaubert. So schnell lassen sich die Diätabsichten der gnädigen Frau Mutter vernichten.

Ich habe Maras Rezept  ein wenig abgewandelt – ganz ehrlich, wozu sollte ich nur 150 g Mohn nehmen, wenn in der Packung 200 g enthalten sind und man de facto niemals zu viel Mohn in einen Kuchen stopfen kann:

Für den Mürbteig:
125 g kalte Butter in kleine Würfel geschnitten
1 kaltes Ei (Größe M)
75 g Zucker
1 Pckg. Vanillezucker
225 g Mehl
1/2 Pckg. Backpulver

Für die Füllung:
100 g Sauerrahm
400 g Magertopfen
2 Eier (Größe M)
150 g Zucker
200 g Mohn, gemahlen
2  EL Vanillepuddingpulver
500 g Zwetschken (Mara nimmt 1 kg – mein Haushalt konnte nicht mehr entbehren)

Für die Streusel:
125 g Mehl
75 g Zucker
100 g kalte Butter in Würfel geschnitten
25 g gemahlene Mandeln
50 g feine Haferflocken (zartschmelzend)

Den Boden einer 28cm Springform mit Backpapier auslegen und die Seiten mit  Butter einfetten.
Was den Mürbteig  betrifft, bin ich eine ganz eine Faule. Mara hat den Teig ganz fleißig mit ihren eigenen Händen verknetet. Ich habe alle Zutaten in die  Küchenmaschine (Häcksler) geschmissen (ja, nicht einmal liebevoll hineingleiten lassen) und die Maschine so lange arbeiten lassen, bis der Mürbteig die Konsistenz von feuchtem Sand hatte.
Anschließend hat Mara den Teig ganz vorbildlich ausgerollt. Auch das habe ich mir erspart und den Teig in die Form gegeben und mit den Händen glatt gedrückt.  Die Ränder wurden ca. 3-4 cm hoch mit Teig bekleidet. Mit der Rückseite eines Löffels habe ich alles glattgestrichen. Anschließend wandert der Teig samt Form für  eine halbe Stunde in den Kühlschrank.

Für die Füllung mixt (oder lässt mixen – ohne Küchenmaschine würde ich sterben) einfach alle Zutaten zusammen.

Die Zwetschken werden halbiert, entkernt  und einfach in Scheiben geschnitten (jegliches andere Steinobst oder auch Äpfel stelle ich mir genauso wunderbar vor).

Die Streusel habe ich genauso wie den Mürbteig zubereitet – Stichwort feuchter Sand.

Backrohr auf 180°C Umluft vorheizen. Füllung auf dem Mürbteig verteilen und glatt streichen. Obst schön darauf arrangieren und die  Streusel (ruhig auch gröbere Stücke mit den Händen formen) darauf verteilen.

Auf mittlerer Schiene für ca. 35 Minuten backen und vollständig in der Form auskühlen lassen. Anschließend für  ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen, oder (so wie  ich) über Nacht in der kühlen Küche vergessen.

Mohn-Zwetschken-Kuchen_ganz

Übrigens waren nach dem Shooting weit weniger Streuseln auf dem Kuchen zu finden, als davor  *sabber* und das obwohl ich gar nicht dürfte #VerboteneFrüchteSchmeckenAberSoGut

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Stinknormaler Schokokuchen

stinknormaler Schokokuchen

Es muss ja nicht immer ein besonderer Kuchen sein. Vor allem, wenn man die Eltern besucht und DEN besten Kuchen der Welt versprochen hat – dann aber erst spät am Abend realisiert, dass der eigentlich über Nacht im Kühlschrank ruhen soll, irgendwie gerade überhaupt keine Lust hat den Kadaver auch nur einen Millimeter von der Couch zu bewegen und somit der Prokrastination frönt und einfach nur zur Dekoration des Wohnzimmers beiträgt.

Stress am nächsten Tag? Bei weitem nicht. Her mit dem kleinen Buch namens „Express-backen“. Ah, da ist er ja schon – der stinknormale, 0815, alle Zutaten vorrätig Schokokuchen.
Den Eltern hat’s geschmeckt und alle waren zufrieden.

Zutaten für ein ordinäres Küchlein:

250 g weiche Butter
180 g Zucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillezucker
4 Eier
250 g Mehl
1 TL Backpulver
40 g Kakaopulver (bitter)
100 mL Milch
75 Schokodrops
100 g Zartbitterkuvertüre
50 g Vollmilchschoki + 1 TL Butter

Backrohr auf 180 °C Umluft vorheizen. Eine Kranzform mit Butter einfetten.

Ich bin ja meist nicht so gut organisiert und backe eher recht spontan. Daher bin ich nie in Besitz von zimmerwarmer Butter. Das erfordert ja Planung – uuuäääääh! Also schneide ich Butter in Würfel und gebe sie für 30 Sekunden in die Mikrowelle – tadaaaaa! Zimmerwarme Butter.

Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz mit der Küchenmaschine hellgelb, schaumig aufschlagen (lassen). Eier einzeln dazugeben und unterrühren, bis eine sehr helle Masse entstanden ist.

Mehl, Backpulver und Kakao zusammen mit der Milch und den Schokodrops unter den Teig rühren.

Teig in die Form geben und ca. 40 – 45 Minuten auf  mittlerer Schiene backen. Auf ein Kuchengitter stürzen und auskühlen lassen.

Schoki und Butter über einem Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen und den abgekühlten (bei mir lauwarm – Geduld ist mir fremd) Kuchen damit überziehen, bzw. einfach nur obendrauf schütten.

Fertig ist der kleine Kuchen, den ich echt unter Wert verkauft habe. Denn er ist wirklich köstlich!

Backt euch die Seele aus dem Leib!

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Marmorguglhupf (Känns Braut)

Hier haben wir den aller-aller-aller-aller-ersten Gästekochbeitrag! Was ist das? Menschen schicken mir ihre liebsten (und geheimsten) Rezepte. Ich koche/backe sie nach, schieße ein Foto und stelle sie hier rein. Den Text zum Rezept schreiben die Menschen. Ich bin froh, dass Känns Braut die erste Mutige ist :)
Ich hoffe, es folgen noch viele weitere.
Viel Vergnügen!
Mrs.KissTheCook

Känns Braut:

Ich gebe es gleich zu: ich bin süchtig nach Kochbüchern! Derzeit kratze ich an der 1000 Stück- Marke, die ich dieses Jahr sicher erreichen werde. Nicht umsonst machen die Verkäufer in meiner zweiten Heimat Thalia die Welle,  wenn ich komme… Und ich komme oft!
Von meiner Mutter habe ich das nicht. Deren Kochbuchsammlung war klein (und nicht besonders fein), was mich aber nicht davon abhielt, bereits als Kind stundenlang ehrfürchtig die Bücher durchzublättern…. Im wesentlichen bestand ihre Sammlung aus einigen Backbüchern, einem Gundel-Kochbuch ( mhhhh Gundel palacsinta- aber die sind ein eigenes Kapitel), einer Prato aus 1911, einer ‚Wiener Küche‘ von Adolf und Olga Hess aus 1949 (lt. dem sehr verehrten und leider viel zu früh verstorbenen Christoph Wagner immer noch das beste Kochbuch der Wiener Küche….) und der ‚Wiener Küche‘ von Eva Bakos. Die Jüngeren hier im Forum (also ab etwa 35 abwärts) können ihre Mütter fragen: Eva Bakos hatte in den Achtziger Jahren unter anderem eine Kolumne im Gusto, der österreichischen Kochzeitschrift.
In ebendiesem sehr unterhaltsamen Kochbuch findet sich (neben so illustren Rezepten wie dem zur Zubereitung von Fischottern) auch das allerbeste Rezept für Marmorguglhupf! Mein Tipp: doppelte Menge Teig machen, dann gehen sich ein normal großer Gugelhupf und ein kleiner Gugelhupf aus UND (sehr wichtig) es bleibt genug Teig übrig, dass man sich den Magen beim Naschen ordentlich verderben kann…

Übrigens: den Hess hat mir meine Mutter zur Sponsion geschenkt, nachdem ihr mein Gebettel auf die Nerven gegangen ist. Da sie noch im vordigitalen Zeitalter lebt, kann ich jetzt und hier ruhig gestehen, dass ich ihr die Prato und Bakos geklaut habe… Ich bin immer noch fest davon überzeugt, dass diese Bücher unbedingt zusammen bleiben wollten :-)

Rezept für einen Guglhupf:
100 g Butter
300 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
Schale 1 Zitrone
3 Eier
300 g Weizenmehl
1 Päckchen Backpulver
Milch
1-3 TL Kakaopulver

Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
100 g Butter werden mit 270 g Zucker, einem Päckchen Vanillezucker und der angeriebenen Schale einer Zitrone schaumig gerührt. 3 Dotter dazu rühren, 300 g Weizenmehl, 1 Päckchen Backpulver und so viel Milch einrühren, dass ein lockerer Teig entsteht.

Den Schnee von 3 Eiklar und 30g Zucker steif schlagen, unter die Masse ziehen und die Hälfte der Masse mit 1-3 Kaffeelöffel Kakaopulver färben.
Abwechselnd einen Schöpflöffel dunklen und einen Schöpflöffel hellen Teig in die gefettete, mit Bröseln bestreute Gugelhupfform füllen.

In das erhitzte Rohr schieben und bei 180° C circa 60 Minuten backen. Stürzen, auskühlen lassen und überzuckert servieren.

 Gehet hin und backet!

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