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Eierlikörschnitten

Eierlikörschnitten

Auf Wunsch von Mr. KissTheCook wird nun diese Köstlichkeit an die Öffentlichkeit gezerrt. Es nervt ihn, dass ich jedes Mal ewig überlegen muss, aus welchem Backbuch dieses Rezept stammt und gefühlte Stunden danach suchen muss. Nun ist es griffbereit im Blog abgespeichert ;).

Mr. KissTheCooks First-World-Problems kommentiere ich lieber nicht.

Ich finde, die Schnitten eigenen sich auch perfekt als Osternascherei für Erwachsene. Damit ist das hier auch mein erster Beitrag für #ichbacksmir März 2015 von Clara und ihrem schönen Blog tastesherrif.

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Zutaten für ein Blech:

300 g weiche Butter
180 g Zucker
1 Kapperl Vanillextrakt oder 2 Pckg. Vanillezucker (dann aber nur 175 g vom normalen Zucker nehmen)
4 Eier
300 g glattes Mehl
1 Pckg Backpulver
300 mL Eierlikör
75 g Schokodrops
Staubzucker zum Bestäuben

Butter, Zucker und Vanilleextrakt schaumig rühren. Die Eier einzeln hinzugeben und unterrühren.

Mehl, Backpulver und den Eierlikör zu Masse geben und mixen bis ein glatter Teig entsteht. Zum Schluss die Schokodrops unterheben.

Backrohr auf 180° C (Heißluft) vorheizen. Eine große, eckige Kuchenform mit Butter einfetten oder ein Backblech mit Backpapier auslegen. Teig in die Form oder aufs Backblech gießen und glatt streichen. Bei ca. 20-25 Minuten auf mittlerer Schiene backen.

Auskühlen lassen und mit Staubzucker bestäuben.

Gutes Gelingen wünscht Mrs. KissTheCook.

PS: für die Neugierigen: das Ursprungsrezept stammt aus dem Buch „Süße Geschenke zu Weihnachten“. Ich habe es wieder ein wenig abgewandelt.

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Partysnacks (Motto: Russenparty)

 

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Vor einiger Zeit fand im Hause KissTheCook eine wilde Party statt. Man wird ja nicht so schnell *hust*und*hustzig* (beliebigen runden Geburtstag hier einfügen).

Nun kann man natürlich Geburtstag X auch in der XY-Variante feiern. Aber das ist mir zu langweilig. Nachdem sich 2 Kolleginnen (die Avocadosüchtlerin und die andere, die ich liebevoll „mon rêve“ nenne) darüber beschwert haben, dass sich nie eine Gelegenheit bietet ihre hübschen Cocktailkleidchen auszuführen, kam mir/uns/wem auch immer die Idee den Mrs.KissTheCook’schen Geburtstag schick zu feiern – eine Cocktailparty! Pre-Halloween als der liebe Vodka und ich noch nicht auf Kriegsfuß standen und ich noch ein gut gefülltes Vodkalager mein Eigentum nannte, lag es nah die Cocktailparty russisch anzuhauchen. Daraus wurde eine feuchtfröhliche Sause im wilden Gold- und Animalprintlook *Vorurteile juhe*.

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Bei einer waschechten Foodbloggerin setzt man ja nun voraus, dass sie mit ihren eigenen, mehr oder weniger „begabten“ Händen für das kulinarische Wohl der Gäste sorgt. Tja, da blieb mir wohl nichts anderes übrig. Essen für ca. 30 Personen zuzubereiten kann dennoch in Stress ausarten. Deswegen habe ich mich für unkomplizierte Gerichte entschieden. Schwägerin-KissTheCook (die mit den unsichtbaren High Heels – erinnert ihr euch noch?) ist ein Küchenengel, der mir mit Rat und Tat und vor allem guter Laune und der  heißesten und engsten Tigerhose weit und breit bei den Vorbereitungen zur Seite stand.
Davon gibt es diesmal kein Foto ;) die bleiben in meinem Privatbesitz *rrroooaarrrr*. Ich schweife ab.

Was für Snacks passen nun zu so einer Party? Ans russische Motto habe ich mich nur Dekomäßig gehalten. Das Essen war eine wilde Mischung aus „was geht schnell und schmeckt und sieht den ganzen Abend hübsch aus?“.

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Rechts in der Fleischecke bietet sich uns dieser Anblick.
Von links nach rechs:

Roastbeefwraps, Zwiebelquiche, Aufschnittplatte, Lachsspinatröllchen, Knabberzeugs, Liptauer, Rohkost, diese Champignontarte in groß und ohne Pesto und natürlich Brot (Brot und Aufstriche sind nie verkehrt).

Links auf dem Veggietisch gab es folgendes:

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Wackelvodka (Vodkagötterspeise) – O-Ton berühmter Cocktailkollege: mmmmmmh das schmeckt wie Hustensaft :)). Ja, sowas hört man gern :-D 1 Liter Vodka verteilt auf 40 Schnapsgläschen. Nach Stamperl Nr. 10 schmeckt das sogar recht gut.

Wieder die Zwiebelquiche und Champignontarte. Avocado- und Capresewraps. Die kommen immer gut an. Egal ob Brunch, Party, Vorspeise usw. –  die schmecken wirklich allen und in allen Lebenslagen. Klare Zubereitungs- und Essempfehlung!

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Ich entschuldige mich erst gar nicht für die schlechten Fotos. Bei so einer Party liegen die Prioritäten woanders (z.B. nach dem 12. Wackelvodka noch geradeaus gehen zu können).

So, kommen wir zu den Roastbeefwraps. Als Veggie habe ich das Fleisch gekauft und nicht selbst zubereitet. Mengenangaben kann ich euch nicht geben. Pro Wrap nimmt man eine Weizentortilla, 1-2 EL Frischkäse mit Kren, Salatblätter und 1-2 Scheiben Roastbeef. Einen Teil vom oberen Rand freilassen, sonst quillt alles über beim Zusammenrollen. Die Rolle in Frischhaltefolie wickeln und bis kurz vor Partybeginn im Kühlschrank lassen. Danach quer in 4-5 Stücke schneiden und Partyspießchen reinstecken.

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Die Idee zu diesen Spießchen habe ich aus dem schönen Buch  vegetarisch kochen für  Gäste.
Tortellini-Spießchen mit Büffelmozzarella und getrockneten Tomaten. Dazu Petersilienöl.

Gute Tortellini (meine waren mit Spinat und Ricotta gefüllt) kaufen und al dente kochen. Büffelmozzarella und trockene Tomaten in Stücke reißen. Alles auf einen Spieß geben. Eine Handvoll Petersilie, 1 Knoblauchzehe, Salz und Öl in einen Mixer oder Häcksler geben und zu einem eher flüssigem Pesto mixen.

Das Öl gibt man erst kurz bevor die Gäste kommen auf die Spieße.

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Tomaten-Mozzarella-Spieße mit Avocadocreme. Reife Avocado von der Schale befreien, in einer Schüssel mit einer Gabel oder Kartoffelstampfer zerquetschen und mit  Salz und Pfeffer abschmecken. Knoblauch und Zitronensaft dazu. Fertig ist die G’schicht.

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Hier fahren sie, gemeinsam mit dem Wackelvodka, noch ein wenig auf dem Foodtruck durch die Gegend ;)

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Für die Lachswraps  habe ich Frischkäse mit Kren, Salatblätter, ein wenig Zitronensaft und natürlich Räucherlachs verwendet. Das Prinzip ist immer das gleiche. Aufrollen, in Alufolie einwickeln, min. eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen und kurz bevor  die Gäste kommen aufschneiden und servieren.

Die Spinat-Lachsröllchen waren ein wenig aufwendiger.

Zutaten:

350 g TK Spinat
3 Eier
abgeriebene Schale und Saft einer Zitrone
Salz, Pfeffer
Muskatnuss
Frischkäse mit Kren
Petersilie

Spinat auftauen und anschließend in einem Sieb gut ausdrücken.
Die Eier trennen und das Eiweiß zu Schnee schlagen.

Spinat, Eigelbe, Salz, Pfeffer und Muskatnuss miteinander verrühren. Eiweiß vorsichtig unterheben. Ein Backbleck mit Backpapier belegen und die Masse darauf verteilen. Bei 200° C (Umluft) für ca. 10-12 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Aus dem Ofen nehmen und auf ein frisches Backpapier stürzen und auskühlen lassen. Den Frischkäse mit dem Saft und der Schale der Zitrone und der Petersilie verrühren.

Den Frischkäse auf dem Spinatteig verteilen und mit Lachs belegen. Der Länge nach einrollen und in Frischhaltefolie wickeln. Wieder für 30 Minuten in der Kühlschrank legen und kurz bevor die Gäste kommen in Schnecken schneiden und servieren.

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Nachdem ich nicht meine eigene Geburtstagstorte backen wollte und Mr. KissTheCook mit dem Besorgen von Torten völlig überfordert war (ich frage mich, wie sich dieser Mann morgens alleine anziehen kann ;))) haben sich einige Gäste bereit erklärt für den Nachtisch zu sorgen. Ganz zurück halten konnte ich mich dann aber doch nicht. Deswegen habe ich die berühmten Erdnussbutterbömbchen und weiße Kokos-Rumkugeln spendiert.

Das Rumkugelrezept folgt dann später mal – ganz in hübsch und #ichbineineRumkugelichwillmeineigenesRezept.

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Es war schön, es war toll – ich bin jetzt eine alte Schachtel und das ist auch gut so. Nochmals vielen Dank an die besten und schönsten Gäste, die man sich nur wünschen kann.

Wie hat der Mann von mon rêve so schön gemeint? „Ich dachte, die Party wird fad, aber sie ist echt lässig!“ – Butter für meine Hüften und Balsam für meine Seele ;) man merkt, „Komplimente“ zu bekommen liegt mir.

Ein ei-ei für alles Sonntagsdepressionsgeplagten!

– Eure Mrs. KissTheCook

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Molekulare Cocktails (Erlebnisbericht)

Alkohol findet auf den unterschiedlichsten Wegen zu mir. In letzter Zeit meistens in Form von Eis. Wie in der „Ich schleck‘ mich hackedicht!“-Reihe schon mehrfach bewiesen:

Baileyseis, Strawberry-Daiquiri-Sorbet, Eierliköreis, Zuckermelonen-Mango-Daiquiri-Sorbet, Grasshopper Icecream, Tequila Sunrise Eis, Himbeer-Rum-Sorbet, Orangen-Aperol-Sorbet, White Russian Eis, Wassermelonen-Campari-Sorbet und Blutorangen-Gin-Sorbet mit Schokostückchen.

Nun bot sich mir aber eine unwiderstehliche Gelegenheit. mydays.at* war so nett mir einen kleinen Gutschein zu spendieren. Da fiel die Wahl auf das passende Erlebnis nicht schwer.  Alkohol in Form von Cocktails – kein Problem, aber das haut mich (einige Lenzchen alt) jetzt nicht mehr so vom Hocker. Naja Cocktail Nr. *beliebige 2-stellige Zahl hier einfügen* wirft mich dann doch schon meist zu Boden ;).

Was? Blue Curaçao als Kaviar? Cocktailgel aus der Tube?  Alkoholischer Schaum mit Geschmack? Wie?

Und genau das wurde uns innerhalb von 3 feuchtfröhlichen Stunden beigebracht.

Nachdem ich mich ganz alleine in dieses Wagnis gestürzt habe (Mr. KissTheCook wäre schon am Hantieren mit dem Geschirrtuch gescheitert *fieser Seitenhieb der eigenen Ehefrau*) und alle anderen 11 Kursteilnehmer entweder Pärchen oder Freunde in Gruppenform waren, wurde ich aus der Ferne ein klein wenig bemitleidet – zudem ich auch noch die kleine Fingerhandschelle zu Hause auf der Waschmaschine vergessen habe und somit quasi wieder ledig ;) war.

Abgestempelt als einsamer MOF (Mensch ohne Freunde) galt mir die meiste Aufmerksamkeit des Kursleiters und übermenschliche Freundlichkeit (in Zuckerwatte verpacktes Mitleid) der anderen Molekularcocktailfrischlinge. Ich habe mich in diesem Bad der besonderen Zuwendung geaalt, gesuhlt, Kopfsprünge (quasi mehrfache Salti, Schrauben usw.) absolviert und präzise Arschbomben platziert. Ich schweife ab.

Willkommen geheißen wurden wir mit diesem herrlichen Anblick:

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Ich habe schon an die nächsten, möglichen Eissorten gedacht und heimlich die Sabberspuren beseitigt.

Begrüßt und willigt gemacht wurden wir mit einem Sektschaum und Likör (müsste Johannisbeere gewesen sein – ich lege meine Hand dafür aber nicht ins Feuer).

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Und schon ging es ans Eingemachte. Ein Erinnerungsfoto an den noch! sauberen Arbeitsplatz (*seufz* Hach ja, sie werden ja so schnell dreckig ;)).

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Als Vegetarierin mit 17-jähriger Erfahrung bin ich im Umgang mit Kaviar eine Niete. Aber bei diesem hier kann ich mir durchaus vorstellen zur Expertin zu mutieren.

Die Entscheidung zwischen Blue Curaçao und Aperol fiel mir nicht schwer. Her mit dem Schlumpfwasser!

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Präzise die gewünschte Menge an Zauberpulver (verleiht den Tropfen eine Haut) abmessen!

Präzise! Genau das Gegenteil von dem gemacht, was verlangt wurde und schon galt ich als abschreckendes Beispiel.

Das Pülverchen (kein Koks, hab’s getestet ;) *natürlich ein Späßchen, liebe Polizei* kommt ins gelbe Schüsselchen und wird mit einem Milchschaumvibrator gut vermischt und unerwünschterweise aufgeschäumt.

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Mit der Spritze tropft man vorsichtig ins bereitgestellte Glucowasser, sodass sich eine Haut um die Tropfen bilden kann. Anschließend geht’s ins Leitungswasserbad und zu leckerer Letzt in ein Gläschen mit Orangensaft.

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Wirklich gut. Man trinkt ein Schlückchen, zerbeißt oder zerquetscht die Kügelchen am Gaumen und hat eine kleine Geschmacksexplosion im Mund.

Als nächstes ging es an eine wilde Mischung aus Tequila und Obstsäften mit „Kleister“ (Xanthanirgendwas) und Schokosplittern auf einer Schicht Kahlúa.

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Xanthan sei Dank befanden sich die Schokosplitter in einem Schwebezustand und verliehen dem Cocktail optisch das gewisse Etwas. Die Kleisterkonsistenz hat meine Geschmacksknospen leider abgeturnt. Deswegen wurden dann auch nur die Schokosplitter weggelöffelt ;)

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Weil wir so brav waren, gab es vom Kursleiter einen kleinen Tiramisu-Shot. Mmmmmmmmhundorgasmus. Mascarponeschaum auf Kaffee.

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Trotz Alkohol wurde uns „schweres Werkzeug“ anvertraut. Die Bastelstunde hat begonnen. Wieder ein Foto vom Arbeitsplatz bevor alles durch die Gegend flog.

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Also, was sehen wir? Wieder ein Schüsselchen, Messbecher, Milchschaumvibrator, Spritze, eine gefährliche Zange, 2 Augensalbentuben (da schlägt mein altes Apoherz gleich wieder höher) und das jungfräuliche Brett zum Rumpatzen.

Diesmal war Eigenregie angesagt. Ein Cocktailgel selbst zusammenstellen. Nach dem Tequila-mit-verschiedenen-Obstsäften-Debakel, wollte ich mir einen einfachen Vodka Orange mischen. Pustekuchen. Das Xanthan-Kleisterzeug nimmt ziemlich viel vom Eigengeschmack weg. Also musste ich mit dem Johannisbeerlikör ein wenig nachhelfen. Pimp my Cocktailgel. Naja. Lassen wir einfach die Bilder sprechen.

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Tube, here I come!

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Dank jahrelanger Übung, war das Verschließen kein Problem. Im Kühlschrank halten sich die Cocktailgeltuben 3 Tage. Ich frage mich, wer 3 Tage für die Zwerge braucht? Einmal zu kräftig Einatmen und schon sind sie leer.

So, wie ging es weiter? Die nicht mehr ganz so nüchternen Erinnerungen sind lückenhaft.

Achja, Senor Kursleiter hat uns wieder mit einer Eigenproduktion abgefüllt. Dem Cocktailschaum namens Bounty mit Schokoknisterknusper obendrauf. Das Schokozeug knistert lustig auf der Zunge, wenn es schmilzt.

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Und dann kam das Finale. Tadaaaaaaaaa – flüßiger Stickstoff!

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Der übriggebliebene Bountyschaum fiel dem eiskalten Teufelszeug zum Opfer.

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Nach einem 10-Sekunden-Bad war es auch schon fertig.
Jetzt muss ich euch schocken. Ich konnte es leider nicht probieren
:-(.
Mein Zahnarzt hatte kurz zuvor entschieden, dass es Zeit wird mit meinem Weisheitszahn Schluss zu machen. Danke für die „Ooooooh“s. Aber die anderen Teilnehmer waren sehr angetan und haben auch witzig ausgesehen, als ihnen der „Dampf“ aus der Nase geschossen ist, sobald sie draufgebissen haben.

Mit viel Alkohol  im Bauch und wunderbaren neuen Eindrücken hat mich Mr. KissTheCook vom Straßenrand aufgepickt und sicher nach Hause gebracht.

Für den täglichen Gebrauch ist die molekulare Küche natürlich nichts. Aber es macht unheimlich viel Spaß mal Reinzuschnuppern und neue Sachen auszuprobieren. Das Saufen ist natürlich auch toll – das wollen wir mal nicht vergessen ;)

*der Gutschein wurde mir von mydays.at zur Verfügung gestellt. mydays.at hatte keinerlei Einfluss auf die Auswahl des Erlebnisses oder auf den Inhalt und die Optik dieses Beitrages. Die Fotos und die gesammelten Eindrücke stammen von mir und spiegeln meine persönliche Meinung wider.

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Blutorangensorbet mit Gin und Schokostückchen

Blutorangensorbet

Huhu – lange nicht gesehen. Aber so kurze Trennungen sind ja manchmal nicht schlecht. Ich hab‘ mich nun extra geduscht, Haare gekämmt und mich in frische, sexy Schlabbertrainingshosen gequetscht (nur das Beste für Euch, meine Lieben) und die Eismaschine angeschmissen.

Eis isst man nur im Sommer? Pah! Eis mit Schuss geht immer. Zu dieser Eiskreation hat mich ein Kollege (der Ginsüchtler) genötigt.

Naja, für neue Eisrezepte bin ich immer offen. Also warum nicht? Wenn er mal wieder nervt, kann ich ihm eine Kugel ins Gesichtsloch stopfen und a Ruh‘ is‘!

Rezept für 600 mL Eis:

500 mL Blutorangensaft
100 mL Gin
80 g Staubzucker
50 g gehackte Vollmilchschoki (Zartbitter geht bestimmt auch. Aber ich bevorzuge Vollmilch)

Blutorangensaft, Zucker und Gin miteinander vermischen und in die Eismaschine schmeißen. Kurz bevor das Sorbet (nach ca. 20 Minuten) zu fest wird, noch schnell die Schokoladenstückchen dazu geben. Fertig.

Menschen ohne Eismaschine geben das Sorbet (ohne Schoki) in ein tiefkühlgeeignetes Gefäß und geben es für 3-4 Stunden in den Tiefkühler. 1x/Stunde alles mit einer Gabel verrühren, damit nicht einfach nur ein EIsklotz entsteht. Auch hier die Schoki, kurz bevor das Sorbet zu fest wird, dazu geben und umrühren.

Chin-Chin und Gin-Gin!

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Zuckermelonen-Mango-Daiquiri-Sorbet

Zuckermelonen-Mango-Daiquiri-Sorbet

Nach einem erfolgreichen Partyfreitag, geht es heute auch schon wieder feuchtfröhlich weiter – zumindest in meiner Eismaschine. Aber ich darf natürlich auch auf keiner Party fehlen, also habe ich den Partygästen von Don Gelato ein Partyschirmchen spendiert. Sie waren so dankbar, dass sie mir unbedingt in den Mund springen wollten, die kleinen orangenen Kugerl. Gnädigerweise habe ich es ihnen erlaubt und sie haben in meinem Bauch weiter gefeiert.

Rezept für ca. 1400 mL Sorbet

1 reife Zuckermelone
1 reife Mango
Saft von 2 Zitronen
200 mL Orangensaft
300 mL brauner Rum
150 mL Limoncello
4 EL Staubzucker

Das Fruchtfleisch der Melone und Mango von den Schalen befreien und in grobe Würfel schneiden. Alle Zutaten gemeinsam in den Mixer geben und pürieren.

Eismaschinenbesitzer füllen diese Masse nun (ich musste die Menge auf 2 Portionen aufteilen) in die Eismaschine und warten bis das Sorbet gefroren ist.
Eismaschinenlose Menschen geben die Masse in einen gefriergeeigneten Behälter und legen diesen für ca. 4 Stunden in den Tiefkühler. 1 x  pro Stunde kräftig mit einer Gabel durchmischen.

Mit oder ohne Schirmchen – es schmeckt fruchtig, erfrischend und guuuuuuut *hicks* nach Rum.

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Grasshopper Icecream

Grasshopper Icecream-Text

Schokolade trifft Minze, verliebt sich und bekommt diese köstlichen Eiskugelkinder, in die man sich eingraben möchte! Wer After Eight mag, wird das hier lieben! Versprochen. Alle anderen kann ich nur bemitleiden. Ihr solltet besser nicht weiterlesen.

Danke nochmals an Mr. Tigerlilly, der mir mit der Cocktail-Bibel (ja, so heißt das Buch wirklich) eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration geschenkt hat.

Sollten einmal Einbrecher unsere Büchersammlung und Schrankinhalte genauer unter die Lupe nehmen – nein, wir sind keine Alkoholiker. Noch nicht. Achja, und wir sind immer zu Hause. Immer! Wirklich. Es zahlt sich also gar nicht aus einen Versuch zu starten.

Wie auch immer – hier das Rezept für ca. 500 mL Cocktaileis:

200 mL Milch
100 mL Schlagobers
100 mL Schokolikör
100 mL Crème de Menthe (grün)
3 Eigelb
60 g Zucker
50 g gehackte Schokolade (Milch- oder Zartbitter? Das überlasse ich euch)
1/4 Teelöffel grüne Farbpaste (farbtechnisch musste ich ein wenig nachhelfen. Ansonsten hätte die Farbe eher an Babys erste Winde erinnert – aber genug der schönen Umschreibungen)

Eigelb und Zucker schaumig aufschlagen. Milch zum Kochen bringen und in einem  dünnen Strahl, unter ständigem Rühren, zur Ei-Zucker-Mischung geben. Diese Mischung in einer Metallschüssel über einem Wasserbad zur Rose ziehen.

Schlagobers, Schoko- und Minzlikör zu dieser Mischung geben und alles miteinander verrühren. Zu guter Letzt die Lebensmittelpaste hinzufügen, vermischen und in die Eismaschine geben.

Schokolade in kleine Stücke hacken. Wenn das Eis schon gefrorern aber noch cremig ist, werden die Schokstückchen untergerührt. Für min. 3 Stunden in den Tiefkühler stellen. Danach ist das Eis fest genug, um schöne Kugeln zu formen.

Prösterchen!

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Tequila Sunrise Eis

Tequila-Sunrise-Eis

Weiter geht es mit der allseits (ok, vielleicht auch nur bei mir) beliebten „Ich schleck‘ mich hackedicht!“-Reihe. Neben dem White Russian, habe ich auch eine Schwäche für Tequila Sunrise entwickelt. Urlaub für die Augen und Geschmacksknospen.

Rezept für ca. 1 L Eis:

1 l frisch gepresster Orangensaft
80 g plus 2 EL Zucker
4 Eigelb
250 mL Milch
200 mL Schlagobers
200 mL Tequila
100 mL Grenadine

O-Saft mit 2 EL Zucker für ca. 20-30 Minuten leicht köcheln lassen und dabei um ca. die Hälfte reduzieren.
4 Eigelb und 80 g Zucker schaumig (hellgelb aufschlagen). Milch zum Kochen bringen und unter ständigem Rühren in einem dünnen Strahl zur Ei-Zucker-Mischung gießen.
Diese Masse dann zurück in den Milchtopf geben und bei mittlerer Temperatur zur Rose ziehen. Also so lange erhitzen und rühren bis die Masse dickflüßig ist, einen dicken Film auf einem Holzlöffel hinterlässt und ein Rosenmuster bildet wenn man darauf pustet.

Diese Masse dann mit Schlagobers, dem abgekühlten, reduzierten Orangensaft und dem Tequila vermischen und in die Eismaschine geben.

Sobald das Eis fertig ist, in ein TK-geeignetes Gefäß umfüllen und vorsichtig und portionsweise mit dem Grenadine-Sirup übergießen und mit dem dünnen Ende eines Löffels einarbeiten bis hübsche, kleine Wirbel entstehen. Für ein paar Stunden (oder über Nacht) in den Tiefkühler legen, damit das Eis fest wird und sich schöne Kugeln formen lassen.

Prost und Mahlzeit

Weitere Eissorten der „Ich schleck‘ mich hackedicht!“-Reihe:
Himbeer-Rum-Sorbet
Orangen-Aperol-Sorbet
White Russian Eis
Wassermelonen-Campari-Sorbet
Baileyseis
Strawberry-Daiquiri-Sorbet
Eierliköreis

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Himbeer-Rum-Sorbet

Raspberry Daiquiri Sorbet

Abenteuer Baguetteeinkauf – eine wahre Geschichte.
Ich habe Gäste eingeladen, man braucht ja hin und wieder einen Grund, um die Wohnung zu putzen.
Gäste wollen meistens etwas essen (ja, ich weiß. Ich finde das auch ziemlich unverschämt), also begibt man sich ins Wagnis „Lebensmitteleinkauf“ und pilgert zum Supermarkt um die Ecke. Neben ein paar Kräutern und anderen Kleinigkeiten, schreit der Organismus nach Kohlenhydraten – und das ziemlich laut.

Ich schlendere also in meiner üblichen Schneckengeschwindigkeit (man will ja nicht unnötig Kalorien verbrauchen) zur Feinkost, wo man frisches Gebäck holen kann.

Sonst gibt es die Baguettes immer schon fertig verpackt und abholbereit im SB-Regal. Genau so wie ich es mag – so wenig Menschenkontakt wie möglich. Aber natürlich sind die Körbe an einem Donnerstagvormittag leer. Wahrscheinlich ist kurz zuvor eine Pensionistenhorde „heuschreckenplagenähnlich“ über das Brot hergefallen.

Nach nur 5 Minuten werde ich sogar bedient. Neuer Rekord, um den mich meine Kollegen beneiden. Während ich meine Bestellung „Ein Baguette, bitte!“ aufgebe, gesellt sich ein älterer Herr zu mir und wartet geduldig.

Die nette Feinkostdame holt das Baguette und stopft es ins Sackerl, geht feengleich (Vorsicht! Die Geschichte könnte Sarkasmus enthalten) zur ihrer Waage/Kassa und tippt.

„ping, ping, ping, määääh“ Hmmmm, das war wohl die falsche Tastenkombination. Also nochmal. „ping, ping, ping, määäh“ „ping, ping, ping, määäh“ *seufz* Das gibt es doch wohl nicht. Alle guten Dinge sind 3000! Also „ping, ping, ping, määääh“ *zickig-seufz* „ping, ping, ping, määääh“

Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.

Also auf ein Neues „ping, ping, ping, määääh“ Dieser Vorgang wiederholt sich noch einige Male. Ich und mein Leidensgenosse stehen seelenruhig da und beobachten das Geschehen. Um ehrlich zu sein, ist es richtig fesselnd.

Die Baguettefachfrau sieht ein, dass ihr immer gleiches Handeln nichts bringt und ruft ihren Kollegen zu Hilfe, der leicht gestresst während dieser Zeit min. 5 Kunden bedient hat. Nennen wir ihn doch einfach Jean-Jacques.

„Jean-Jacques, welche Nummer hat nochmal das Baguette?!“. Jean-Jacques trägt eine witzige Bäckersmütze, die einem Barett sehr ähnlich sieht und dazu noch einen französischen Schnurrbart.

Stille Begeisterung bei mir und meinem Leidensgenossen.

Jean-Jacques trabt an und sagt „Du musst doch nur aufs Bild tippen“ und macht „ping – tadaaaa“. Die Baguettedame atmet erleichtert aus und sagt „Asoooo! Is ja eh ned so schwer!“. Jean-Jacques entschwindet. So, nun will ein Etikett gedruckt werden. Auch das ist gar nicht so einfach. Raketenwissenschaftler, pudelt euch nicht auf mit euren Raketenwissenschaften. Und wieder ist unser vertrautes Geräusch „ping, ping, ping, määääh“ zu vernehmen.

Der Wahnsinn hält sich dieses Mal in Grenzen und Jean-Jacques wird erst nach Versuch Nummer 4 zu Rate gezogen. Jean-Jacques to the rescue!

Und wieder flitzt Jean-Jacques mit seinen engelsgleichen Fingern über den Touchscreen und zaubert ein Etikett daher. Noch bevor wir um ein Autogramm bitten können, verschwindet er auch schon wieder.

Dieses bösartige Etikett hat sich mit der bösartigen Kassa/Etikettdruckmaschine verschworen und mutiert zu einem bösartigen Luder.

Es klebt sich demonstrativ an den Handschuh unserer mittlerweile angeschlagenen Baguettedame und lässt sich nicht überreden aufs Baguettesackerl zu springen. Erst unter mühsamer Anwendung von Gewalt kapituliert es und wechselt die Fronten.

In meinem Kopf höre ich nun ein leises „Mein Schaaaaaaatz“ und nehme freudestrahlend mein Baguette entgegen. Die Baguettedame atmet erleichtert auf, als ich ihr mitteile, dass ich nun wunschlos glücklich sei.

Ich verlasse diesen magischen Ort und höre wie sie meinen stillen Leidensgenossen fragt, wie sie ihm den helfen könne.

Mit einem Schmunzeln im Gesicht bestellt auch er „Ein Baguette, bitte!“.

Wir lachen beide und sind nun auf ewig in unseren Herzen miteinander verbunden.

500 g frische Himbeeren
80 g Staubzucker
Saft einer Zitrone
10 cl Rum

Alles gemeinsam pürieren (womit, überlasse ich Euch) und ab damit in die Eismaschine. Menschen ohne Eismaschine, füllen das Zeug in einen Behälter und geben alles für mindestens 4 Stunden in den Tiefkühler.

So schnell isst man sich seine Mitmenschen schön. Ich nehme das immer mit ins Büro und schleck‘ mir die Kollegen erträglich. ;)

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Orangen-Aperol-Sorbet

Orangen-Aperol-Eis

Mitte der Woche – Montag #3 – somit höchste Zeit für den nächsten Stimmungsaufheller für Erwachsene.

Zutaten für ca. 500 mL Sorbet:

Saft und geriebene Schale 1 Limette
Saft von 3 Orangen (ca. 400 mL)
geriebene Schale einer Orange
100 g bauner Zucker
125 mL Aperol

Orangensaft und-schale, Limettenschale und braunen Zucker in einen Topf geben und leicht erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Limettensaft und Aperol hinzufügen. Nun kommt die Mischung entweder in die Eismaschine oder in ein Gefäß und dieses wiederum in den Tiefkühler.

Entweder isst man das Sorbet einfach so oooooder man nimmt eine Kugel, gibt sie in ein Glas und füllt dieses mit kühlem Prosecco auf.

Zum Wohl!

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White Russian Eis

White Russian Eis

Habt ihr schon befürchtet, dass kein weiteres Eis für Erwachsene mehr kommt? Keine Panik – da kommen noch einige auf Euch zu.
Und hier kommt Teil 4 der „Ich schleck‘ mich hackedicht!“-Reihe.

Einer meiner Lieblingscocktails – der White Russian – umgewandelt in ein erbarmungslos köstliches Sahneeis (jaja, Schlagoberseis – liebe Mitösterreicher).  Jedenfalls habe ich es ein wenig mit dem Alkohol übertrieben. Vom Geschmack her, hätte ich noch viel mehr reingekippt. Beim Alkohol heißt es bei mir immer „Mehr ist mehr!“. Aber wenn man Eis macht, erreicht man irgendwann die Grenze bzw. Alkoholkonzentration, bei der das gute Zeug einfach nicht mehr gefriert.

Nach einer Nacht im Tiefkühler, war es immer noch cremig (was ja nicht schlecht ist), aber es lassen sich keine schönen Kugeln formen.

Rezept für ca. einen halben Liter Eis:

200 mL Milch
200 mL Schlagobers
3 Eigelb
60 g Zucker
75 mL Vodka (besser nur 50 mL)
75 mL Kahlúa (besser nur 50 mL)

Die Milch in einem Topf zum Kochen bringen. Eigelb und Zucker schaumig (hellgelb) mixen und die Milch langsam in einem dünnen Strahl hinzufügen.
Diese Milch-Zucker-Ei-Masse in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze cremig rühren (zur Rose ziehen). Dann mit dem Schlagobers, Vodka und Kahlúa vermischen und in die Eismaschine geben.

Solltet ihr keine Eismaschine haben –  tja – wie hat mein Biologielehrer immer so schön gesagt „Der eine fährt nach Paris, der andere nicht.“

 

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