Kategorie-Archiv: Gemüsestars

Hier steht das Gemüse im Mittelpunkt

Zucchinikuchen

Heute war ich ein wenig in Schönbrunn spazieren. Bei einer kurzen Pause oben auf der Gloriette, habe ich die Enten und Möwen beobachtet. Faszinierend was sich da so abspielt.

Da war eine kleine Entendame, die plötzlich aus dem Wasser gesprungen ist. Sie hat uns beobachtet. Kam einen Schritt auf uns zu. Blieb stehen. Wieder beobachtet. Wieder ein Schritt. Wir haben uns nicht bewegt. Nicht einen Millimeter. Sie hat mir direkt in die Augen geschaut. Ein wenig unschlüssig. Etwas unheimlich. Gelangweilt watschelte sie wieder davon.

Was hat sie sich wohl gedacht? Meine bescheidene Meinung:
„Oh! Neue Brotautomaten. Na die werde ich doch gleich mal abchecken. Aber ganz langsam. Die sind wohl neu. Schauen mich so blöd an. Denkt ihr, die Show hier ist gratis? Ich mach mal ’nen Schritt nach vor. Tssss. Die schauen noch immer so blöd. Was ist? Wo habt ihr das Brot versteckt?! Hmmmm, ich glaub die sind ein wenig…naja…..langsam. Ich werde mal die rechte anschauen und meine Augenbraue heben, vlt. versteht sie dann was nun zu tun ist. Nö, die schaut noch blöder als vorher – falls das möglich ist. Ach, das wird mir hier zu dumm. Da hinten scheint es intelligentere Brotautomaten zu geben.“

Mr. KissTheCook will sich auch noch zu Wort melden:
Enten haben keine Augenbrauen!

Zutaten für den Kuchen (Springform Ø 26 cm):

3 mittelgroße Zucchini
250 g Ricotta
4 Eier
80 g geriebener Grana Padano
1 EL Butter
1/2 Bund Petersilie
Salz, Pfeffer
Olivenöl, Semmelbrösel

Zucchini grob raspeln und mit der Butter bei niedriger Hitze 10 Minuten in einer Pfanne dünsten.
Währenddessen Käse reiben und Petersilie klein hacken.
Zucchini in ein feines Sieb geben und mit einem Löffel die Flüssigkeit raus drücken.
Zucchini, Eier, Ricotta und Grana Padano in einer Schüssel zu einer homogenen Masse vermischen. Petersilie, Salz und Pfeffer hinzufügen und nochmals durchmischen.

Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Den Boden einer Tortenform mit Backpapier auslegen. Die Ränder mit Olivenöl bestreichen und mit Semmelbrösel bestreuen. Den überschüssigen Rest ausleeren.

Die Zucchinimasse in die Form geben und für 35 Minuten in den Ofen geben.
Heiß servieren.

Das Grundrezept stammt aus dem tollen Buch „La cucina verde“.
Prädikat empfehlenswert.

Mr. KissTheCook hat einen Tomatensalat dazu gegessen und er und sein Bauchi sind zufrieden und glücklich. Jetzt werden übrigens die armen Drageekeksi vernichtet.

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Kürbisspalten aus dem Ofen

Was macht man eigentlich mit einem 3,5 kg schweren Butternusskürbis?

Richtig! Zuerst kauft man ihn voller Begeisterung und bekommt dann zu Hause einen Hauch von Panik. Was mach ich jetzt mit dem Riesending?
Naja, ich entschied mich für ein Dreierlei vom Kürbis. Zuerst stelle ich diese köstlich süßen Kürbisspalten vor. Eigentlich ein „keine Ahnung was ich mit dem Rest machen soll – schieben wir’s doch einfach mal in den Ofen – und dann überlegen wir weiter“-Essen und dann stellt es sich doch glatt als mein Favorit heraus.

Man nehme also, ganz ohne Panik:

1 kg Butternusskürbis
Salz
KürbisKern-Petersilien-Pesto
Crème fraîche

Kürbis in dünne Spalten schneiden und in eine Auflaufform schlichten. Öl wird nicht benötigt. Ein bisschen Meersalz aus der Mühle darüber streuen und bei 180°C Heißluft für 20-25 Minuten in den Ofen schieben.

Kürz abkühlen lassen und mit 1 EL Crème fraîche und dem Pesto servieren.

Huch, habe noch das gute steirische Kürbiskernöl vergessen. Ein paar Tröpfchen machen das Tüpfelchen auf dem i.

Sattes Orange – wie kann ich da nicht mitmachen bei Uwes Cookbook of Colors?
HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

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Ratatouille-Couscous mit Sauerrahmnockerl

Ich glaube, mittlerweile weiß jeder, dass ich Couscous liebe. Wie kann man Couscous auch nicht lieben? Es ist köstlich – „mmmmh delicious“ wie Nigella Lawson so schön sagen würde.

Als Foodbloggerin ist man ja schon beinahe gesetzlich dazu verpflichtet mit Begeisterung auch andere Food-Blogs zu verfolgen. Ich nun schon seit Jahren – und vor einigen habe ich bei Buntköchin folgendes entdeckt und umgehend nachgekocht. Mit einer großen Ausnahme: Melanzani kommen mir nicht ins Haus! Ich bin ja tolerant – aber ich vertrete die Meinung, dass Melanzaniesser böse, böse Menschen sind ;)

Fazit: Couscous hui – Melanzani pfui.

Ich habe es meistens als Hauptspeise für 2 (1 x am Abend und 1 x am nächsten Tag fürs Büro) und auch schon als Vorspeise für 6 gekocht:

2 kleine Zucchini
1 Paprika
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 TL Sambal Oelek (oder 1/2 TL Chiliflocken)
200 mL passierte Tomaten (oder 200 ml selbstgemachten, scharfen Tomatensaft von der lieben Omi – dann kann man sich auch den Chili sparen)
150 mL Gemüsebrühe
150 g Couscous
1/2 TL Thymian (ich nehme frischen, aber der getrocknete tut’s auch)
1 Zweig Rosmarin
Salz, Pfeffer
Olivenöl
4 EL Sauerrahm (oder mehr)

Zwiebel und Paprika in Würfel schneiden und in einem großen Topf mit etwas Ölivenöl scharf anbraten. Zucchini halbieren und in feine Halbmonde schneiden, gemeinsam mit den passierten Tomaten und der Gemüsebrühe in den Topf geben.
Couscous hinzufügen, Knoblauch pressen und mit den Gewürzen abschmecken.
15 Minuten bei niedriger Temperatur vor sich hinköcheln lassen. Bei Bedarf noch etwas Wasser oder Brühe nachgießen, bis der Couscous gar ist. Immer wieder umrühren. Zum Schluss noch mal abschmecken.

Mit einem oder auch zwei oder drei EL Sauerrahm anrichten und sofort essen, sonst geht die Welt unter.

Und ich will nie wieder das böse Gemüse mit M lesen/hören.

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Kartoffel-Rucola-Pfanne

Mr. KisstheCook ist im kulinarischen Sinne ein Bauer – was er nicht kennt, das isst er nicht. Deswegen habe ich schon vor Jahren damit aufgehört, ihm zu erzählen was genau ich da koche und welche Zutaten ich verwende. So war das auch bei Rucola….wääääh das ess‘ ich nicht. Ja, schon klar.

Was soll ich sagen, heute ist das eines seiner Leibgerichte.

Wie bringt man diese „Bauern“ zum Schweigen? Genau so:

Kartoffel-Pfanne für 4-6:

ca. 1 kg festkochende Kartoffeln
250 g Champignons
1 Zwiebel
1 handvoll Cherrytomaten
ca. 150 g Rucola
Salz, Pfeffer
Öl

Die Kartoffeln schälen, vierteln und in gesalzenem Wasser 10 – 15 Minuten vorkochen. Währenddessen die Champignons und Zwiebel in feine Streifen schneiden. Die Kartoffelspalten abseihen und gut abtropfen und ausdampfen lassen. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und die Kartoffeln hinzu fügen und von allen Seiten goldbraun-knusprig braten. Champignons und Zwiebeln zu den Kartoffeln geben und für 3 – 4 Minuten bei mittlerer Hitze mitbraten. Die Tomaten halbieren und ebenfalls noch 1 Minute mitbrutzeln. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und kurz vor dem Servieren den Rucola unterheben.

Das Essen und das bewundernde Schweigen des ehemaligen „Rucola-Hassers“ genießen. ;)

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Spinatpalatschinken im knusprigen Parmesanmantel

Inspiriert von einem italienischen Veggy-Kochbuch, welches mir eine Spinatlasagne schmackhaft machen wollte, entschied ich mich gegen die Pasta und für die österreichische Alternative – Palatschinken.

Beim Ausräumen des Kühlschranks fiel mir doch glatt der Parmesan in die Hände und da kam mir die Idee den gefüllten Palatschinken noch einen knusprigen Parmesanmantel zu verpassen.

Und so geht’s:

Rezept für 6 Palatschinken

Palatschinkenteig (jajaja, jedeR hat ein anderes Rezept, aber hier kommt meins):
1 Ei
ca. 1/4 L Milch
1 Schuss Mineralwasser
ca. 120 g Mehl
1 Prise Salz
ehrlich gesagt, mache ich das immer nach Gefühl…ich kann gar keine genauen Mengenangaben geben

Füllung:
ca. 450 g Spinat
4 Tomaten
250 g Ricotta
Salz, Pfeffer

Parmesanmantel:
Parmesan
Semmelbrösel
1Ei

Zuerst Palatschinkenteig und dann Palatschinken machen. Den frischen Spinat ca. 5 Minuten in einem großen Topf dünsten, bis er zusammenfällt (oder TK-Spinat auftauen) mit Salz würzen und kurz abkühlen lassen. Anschließend gut abtropfen lassen, zusätzlich noch ausdrücken und klein schneiden. 4 Tomaten für 30 Sekunden in kochendes Wasser legen und danach sofort mit kaltem Wasser abschrecken. Tomaten häuten und in kleine Würfel schneiden. Tomaten, Spinat und Ricotta in eine Schüssel geben, mit Salz und Pfeffer würzen und gut vermischen.

Palatschinken zu 2/3 mit der Füllung bestreichen und fest einrollen. Ca. 50g Parmesan und 50g Semmelbrösel mischen und 1 Ei verquirlen. Die Palatschinkenrollen zuerst ins Ei tauchen und anschließend mit der Parmesan-Semmelbröselmischung panieren. Eine Pfanne mit Öl erhitzen und die Palatschinkenrollen bei mittlerer Hitze goldbraun backen. Auf einem Teller mit Küchenrolle abtropfen lassen.

Dazu passt ein Schnittlauch-Sauerrahmdip.

Sauerrahm mit Schnittlauchröllchen, Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft verrühren.

So überlistet man jeden Spinatverweigerer.

 

 

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Zucchini-Letschotürmchen

Meine Oma hat einen wunderbaren Garten in Serbien. Im Gegensatz zu mir, hat sie den grünen Daumen – was da bei mir wohl schief gelaufen ist? Derzeit erntet sie Unmengen an Zucchini, Paprika und Paradeiser. Als Enkelin profitiert man natürlich davon ;)

Bei der letzten Lieferung waren die Paradeiser ziemlich weich, daher entschied ich mich Tomatensauce daraus zu machen. Mein Zucchini-Letschotürmchen war geboren. Und so bringt man das Baby zur Welt:

1 großen Zucchino (große Scheiben sind wichtig)
2-3 Spitzpaprika
Tomatensauce (selbst gemacht oder auch nicht)
1 große Gemüsezwiebel
Basilikum
30 g Cheddarkäse
Salz, Pfeffer

Zuallererst habe ich Omas Monsterzucchino geschält und in etwa 0,5 cm dicke Scheiben geschnitten. Diese habe ich auf ein Blech mit Backpapier nebeneinander geschlichtet und mit Salz gewürzt und Öl beträufelt. Bei 200°C im Ofen weich backen.

Währenddesser schneidet man die Zwiebel und die Paprikaschoten in kleine Stücke. Bei starker Hitze 2 Minuten lang in der Pfanne scharf anbraten. Eine Prise Zucker hinzufügen und mit 500 ml Tomatensauce ablöschen. Mit Salz und Pfeffer würzen und bei kleiner Hitze köcheln lassen (bis die Zucchinischeiben weich sind).

Cheddar in dünne Scheiben schneiden. Sobald die Zucchinischeiben weich sind, aus dem Ofen nehmen und kurz ruhen lassen. Für diese Türmchenform habe ich Vorspeisen/Dessert-Metallringe genommen und in eine Auflaufform gegeben. Dann habe ich abwechselnd eine Zucchinischeibe, 2 EL Letscho und ein Basilikumblatt geschlichtet – bis zum oberen Rand des Metallringes. Ganz obendrauf kommt eine Scheibe Cheddarkäse. Das Ganze kommt dann wieder zurück ins Backrohr, bis der Käse geschmolzen ist.

Mit einem schönen Basilikumblatt anrichten und mit allen Sinnen ins Gemüseparadies fliehen.

Mahlzeit!

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Kürbisauflauf

Diese nette Idee stammt von einer lieben Kollegin. Ich nenne sie mal Känns Braut (ein Insider ;)). Wenn man ein fauler Mensch und somit auch eine faule Köchin ist, bringt dieses Rezept die ideale Lösung für ein schnelles Mittagessen. Natürlich habe ich einen Hokkaido gekauft, da man diese Kürbissorte nicht schälen muss – und wieder einen Arbeitsschritt gespart.

Rezept für 2-3 Esser:

1 Hokkaido
1 Kugel Büffelmozzarella (natürlich geht auch normaler Kuhmilchmozzarella)
Parmesan
Cherrytomaten (eine Handvoll)
Basilikum oder Petersilie
Chilliöl
Mehl zum Bestäuben
Salz, Pfeffer

Backofen auf 180°C vorheizen. Kürbis in Würfel schneiden und mit Mehl bestäuben. In Chiliöl anbraten und mit Salz würzen. Eine Hälfte der Kürbiswürfel in eine Auflaufform geben. Büffelmozzarella in Stücke reißen und über die Kürbiswürfel streuen. Eine zweite Schicht Kürbiswürfel und wieder Mozzarella. Cherrytomaten vierteln und mit Basilikum/Petersilie, Salz und Pfeffer abschmecken und auf den Auflauf geben. Zu guter Letzt wird noch reichlich Parmesan gehobelt, damit eine schöne Kruste entstehen kann.

Ab in den Backhofen und garen bis der Kürbis weich ist.

Buon Appetito!

 

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