Marmorguglhupf (Känns Braut)

Hier haben wir den aller-aller-aller-aller-ersten Gästekochbeitrag! Was ist das? Menschen schicken mir ihre liebsten (und geheimsten) Rezepte. Ich koche/backe sie nach, schieße ein Foto und stelle sie hier rein. Den Text zum Rezept schreiben die Menschen. Ich bin froh, dass Känns Braut die erste Mutige ist :)
Ich hoffe, es folgen noch viele weitere.
Viel Vergnügen!
Mrs.KissTheCook

Känns Braut:

Ich gebe es gleich zu: ich bin süchtig nach Kochbüchern! Derzeit kratze ich an der 1000 Stück- Marke, die ich dieses Jahr sicher erreichen werde. Nicht umsonst machen die Verkäufer in meiner zweiten Heimat Thalia die Welle,  wenn ich komme… Und ich komme oft!
Von meiner Mutter habe ich das nicht. Deren Kochbuchsammlung war klein (und nicht besonders fein), was mich aber nicht davon abhielt, bereits als Kind stundenlang ehrfürchtig die Bücher durchzublättern…. Im wesentlichen bestand ihre Sammlung aus einigen Backbüchern, einem Gundel-Kochbuch ( mhhhh Gundel palacsinta- aber die sind ein eigenes Kapitel), einer Prato aus 1911, einer ‚Wiener Küche‘ von Adolf und Olga Hess aus 1949 (lt. dem sehr verehrten und leider viel zu früh verstorbenen Christoph Wagner immer noch das beste Kochbuch der Wiener Küche….) und der ‚Wiener Küche‘ von Eva Bakos. Die Jüngeren hier im Forum (also ab etwa 35 abwärts) können ihre Mütter fragen: Eva Bakos hatte in den Achtziger Jahren unter anderem eine Kolumne im Gusto, der österreichischen Kochzeitschrift.
In ebendiesem sehr unterhaltsamen Kochbuch findet sich (neben so illustren Rezepten wie dem zur Zubereitung von Fischottern) auch das allerbeste Rezept für Marmorguglhupf! Mein Tipp: doppelte Menge Teig machen, dann gehen sich ein normal großer Gugelhupf und ein kleiner Gugelhupf aus UND (sehr wichtig) es bleibt genug Teig übrig, dass man sich den Magen beim Naschen ordentlich verderben kann…

Übrigens: den Hess hat mir meine Mutter zur Sponsion geschenkt, nachdem ihr mein Gebettel auf die Nerven gegangen ist. Da sie noch im vordigitalen Zeitalter lebt, kann ich jetzt und hier ruhig gestehen, dass ich ihr die Prato und Bakos geklaut habe… Ich bin immer noch fest davon überzeugt, dass diese Bücher unbedingt zusammen bleiben wollten :-)

Rezept für einen Guglhupf:
100 g Butter
300 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
Schale 1 Zitrone
3 Eier
300 g Weizenmehl
1 Päckchen Backpulver
Milch
1-3 TL Kakaopulver

Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
100 g Butter werden mit 270 g Zucker, einem Päckchen Vanillezucker und der angeriebenen Schale einer Zitrone schaumig gerührt. 3 Dotter dazu rühren, 300 g Weizenmehl, 1 Päckchen Backpulver und so viel Milch einrühren, dass ein lockerer Teig entsteht.

Den Schnee von 3 Eiklar und 30g Zucker steif schlagen, unter die Masse ziehen und die Hälfte der Masse mit 1-3 Kaffeelöffel Kakaopulver färben.
Abwechselnd einen Schöpflöffel dunklen und einen Schöpflöffel hellen Teig in die gefettete, mit Bröseln bestreute Gugelhupfform füllen.

In das erhitzte Rohr schieben und bei 180° C circa 60 Minuten backen. Stürzen, auskühlen lassen und überzuckert servieren.

 Gehet hin und backet!

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