Schoko-Karamell-Tarte

Ein Protokoll.
Schwiegervater hat Geburtstag. Schwiegervater liebt Pariser Creme Torte. Schwiegermutter macht die beste Pariser Creme Torte der Welt. An Konkurrenz nicht zu denken. Nie im Leben.
Und trotzdem. Eine zweite Nachspeise darf es sein. Gar vom Schwiegervater persönlich erwünscht! Oder geduldet?

Tarte für pffffff mindestens 20 Personen (so vollmundig schokoladig)

1 Portion Mürbteig:
250 g glattes Mehl
150 g kalte Butter (in kleine Würfel geschnitten)
1 Eidotter (Eiweiß habe ich für die Weihnachtsbäckerei eingefroren)
50 g Kristallzucker
1 Packung Vanillezucker
1 Prise Salz

Creme:
400 ml Kondensmilch (gesüßt, oder ungesüßt dann aber zusätzlich noch 2 EL Kristallzucker)
50 g Butter
280 g Zartbitterschoki (70%)
3 Eidotter (Eiweiß eingefroren)
50 g Zucker
250 ml Vollmilch

1 Prise Fleur de Sel

Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und mit einander verkneten. Ich habe das händisch gemacht und heute noch einen Muskelkater.
Laut Rezept sollte man den Teig zu einem Ziegel formen. Das war mir dann zu mühsam. Es wurde eine Kugel. Die habe ich in Frischhaltefolie gewickelt und über Nacht (30 Minuten laut Rezept) in den Kühlschrank gelegt. Danach wieder rausgenommen. Tja, leider waren keine Einbrecher in der Nähe, die ich damit hätte erschlagen können.

Also die Kugel mal draußen lassen, bis sie sich ausrollen lässt.
Backrohr auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit und ein wenig Gewalt, lies sich der Teig doch ausrollen und in eine gefettet Tortenform geben.
Mehrmals mit der Gabel einstechen und für ca. 25 Minuten im Rohr backen.
Danach samt Form auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Für die Schokocreme zuerst die Schokolade in grobe Stücke teilen/hacken und in eine feuerfeste Schüssel geben.
Eidotter und Zucker mit dem Mixer cremig aufschlafen, bis die Masse hellgelb und dicklich ist.
Milch aufkochen und ein Drittel davon zur Ei-Zuckermasse gießen. Zurück in den Topf zur restlichen Milch geben und unter ständigem Rühren solange erhitzen (aber nicht kochen) bis die Masse dicklich wird. Dann gießt man die heiße Masse über die Schokolade und verrührt alles vorsichtig bis die Schokolade geschmolzen ist und eine schöne Creme entstanden ist.

Die, in meinem Fall, ungesüßte Kondensmilch mit 50 g Butter und 2 Esslöffeln Zucker in einem Topf erhitzen und so lange unter ständigem Rühren vor sich hinköcheln lassen bis ein leuchtend-goldener und cremiger Karamell entstanden ist.

Interessanterweise hatte ich mehr Schokocreme als Karamell. Also habe ich  zuerst den Boden der Tarte mit der Hälfte der Schokocreme bedeckt. Dann habe ich abwechselnd löffelweise einen Batzen von der Schokocreme und einen von der Karamellcreme auf der Tarte verteilt. Mit einer Gabel werden die Cremen ineinandergezogen damit ein schönes Muster entsteht.

Die Tarte wird nun für 4 Stunden in den Kühlschrank gestellt. Kurz vor dem Servieren noch eine Prise Fleur de Sel darüber streuen.

Man wird direkt und ohne Umwege in die süße Schoko-Karamell-Hölle katapultiert.
Edit: das Urpsrungsrezept stammt aus dem Heft „Frisch gekocht“ 12/2012

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2 Gedanken zu „Schoko-Karamell-Tarte“

  1. Tja, nachdem das Törtchen auf dem Törtchenfiredhof ruht, wird das wohl ein schwieriges Unterfangen ;)

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