Kategorie-Archiv: Gastköche

Blog-Freunde veröffentlichen ihre Lieblingsrezepte

Weisses Schokoladeneis mit Sternanis nach Cornelia Poletto (Känns Braut)

weißes Schokosternaniseis

Dies hier ist der 2. Gastbeitrag von unserer lieben Känns Braut. Viel Spaß!

Känns Braut hat natürlich – genau wie Mrs. KissTheCook – eine Eismaschine. Werbung darf sein: eine Nemox Gelatissimo K-Tech. Ein Prachtstück! (Aber Känns Braut hatte sie zuerst und hat sie Mrs. KissTheCook empfohlen!)

Jedenfalls versteht der gelegentlich etwas humorlose Mr. Känns Braut nicht, dass Frau einfach eine ordentliche Eismaschine braucht. (Nicht bloß so ein billiges Ding, das man im Tiefkühler vorfrieren muss und das bestenfalls kühle Oberssuppe bereitet…). Spricht etwas von Kaufpreis, rentieren und „wie oft machst Du bitte Eis?“ und kauft sich trotzig beim mittelmäßigen Italiener ums Eck sein Eis.

Känns Braut, nicht weniger trotzig, hat also eine neue Devise: egal, welcher Gast; egal, welches Menü; egal, welches Dessert – Eis muss sein. Am besten noch ein kleines Sorbet zwischen dem 3. und 4. Gang, um die absolute Notwendigkeit einer Eismaschine zu beweisen.

Immerhin, es stellt sich Erfolg ein: ein gern gesehener Gast im Hause Mr. Känns Braut (Motto dankbarer Esser und auch sonst eigentlich irgendwie ganz nett) stellte unlängst fest, Känns Brauts Eis sei einfach das Beste! (So qualifiziert man sich im Haus Mr. Känns Braut für Doggie Bags…).

Da Känns Braut ja immer ausgefallene Kreationen auf den Teller oder in die Eismaschine bringen muss und Mrs. KissTheCook nicht nachstehen möchhte, musste sie also auch mal ihr eigenes Rezept erfinden. Ja, ich gebe zu, es basiert auf einem Rezept der sehr verehrten Cornelia Poletto (von der übrigens das BESTE Vitello Tonnato-Rezept, das es gibt, stammt!). Ich nenne es also

Weißes Schokoladeneis mit Sternanis nach Cornelia Poletto

(Es gab übrigens Diskussionen, ob es Sternanís mit Betonung auf dem „i“ oder Sternánis mit Betonung auf dem „a“ heißt, Känns Braut was froh, als Tim Mälzer wenige Tage, nachdem Känns Braut mit Vehemenz für das betonte „i“ eingetreten was, ebenfalls von Sternanís sprach. Strike!)

Also, here we go:
Zutaten für 6 Personen
3-4 Sternanis
900 mL Milch
100 g Obers (ich nehme immer die fettreduzierte Variante…)
150 g Zucker
250 g weiße Kuvertüre

Den Sternanis in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anrösten, bis er knistert und duftet. Mit Milch und Obers ablöschen. Den Zucker unterrühren und alles aufkochen. Die Pfanne vom Herd nehmen. Die Kuvertüre klein hacken und im Wasserbad schmelzen. Die flüssige Kuvertüre unter die Milch-Obers-Mischung rühren. Alles durch ein Sieb gießen, erkalten lassen und in der Eismaschine gefrieren lassen.

Nicht vergessen: die Eismaschine MUSS in jedem Stadium der Entstehung unbedingt gekostet werden. Am besten mehrfach!

Eis und Foto vom Eis: Mrs. KissTheCook
Rezept und Geschichte: Känns Braut

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Marmorguglhupf (Känns Braut)

Hier haben wir den aller-aller-aller-aller-ersten Gästekochbeitrag! Was ist das? Menschen schicken mir ihre liebsten (und geheimsten) Rezepte. Ich koche/backe sie nach, schieße ein Foto und stelle sie hier rein. Den Text zum Rezept schreiben die Menschen. Ich bin froh, dass Känns Braut die erste Mutige ist :)
Ich hoffe, es folgen noch viele weitere.
Viel Vergnügen!
Mrs.KissTheCook

Känns Braut:

Ich gebe es gleich zu: ich bin süchtig nach Kochbüchern! Derzeit kratze ich an der 1000 Stück- Marke, die ich dieses Jahr sicher erreichen werde. Nicht umsonst machen die Verkäufer in meiner zweiten Heimat Thalia die Welle,  wenn ich komme… Und ich komme oft!
Von meiner Mutter habe ich das nicht. Deren Kochbuchsammlung war klein (und nicht besonders fein), was mich aber nicht davon abhielt, bereits als Kind stundenlang ehrfürchtig die Bücher durchzublättern…. Im wesentlichen bestand ihre Sammlung aus einigen Backbüchern, einem Gundel-Kochbuch ( mhhhh Gundel palacsinta- aber die sind ein eigenes Kapitel), einer Prato aus 1911, einer ‚Wiener Küche‘ von Adolf und Olga Hess aus 1949 (lt. dem sehr verehrten und leider viel zu früh verstorbenen Christoph Wagner immer noch das beste Kochbuch der Wiener Küche….) und der ‚Wiener Küche‘ von Eva Bakos. Die Jüngeren hier im Forum (also ab etwa 35 abwärts) können ihre Mütter fragen: Eva Bakos hatte in den Achtziger Jahren unter anderem eine Kolumne im Gusto, der österreichischen Kochzeitschrift.
In ebendiesem sehr unterhaltsamen Kochbuch findet sich (neben so illustren Rezepten wie dem zur Zubereitung von Fischottern) auch das allerbeste Rezept für Marmorguglhupf! Mein Tipp: doppelte Menge Teig machen, dann gehen sich ein normal großer Gugelhupf und ein kleiner Gugelhupf aus UND (sehr wichtig) es bleibt genug Teig übrig, dass man sich den Magen beim Naschen ordentlich verderben kann…

Übrigens: den Hess hat mir meine Mutter zur Sponsion geschenkt, nachdem ihr mein Gebettel auf die Nerven gegangen ist. Da sie noch im vordigitalen Zeitalter lebt, kann ich jetzt und hier ruhig gestehen, dass ich ihr die Prato und Bakos geklaut habe… Ich bin immer noch fest davon überzeugt, dass diese Bücher unbedingt zusammen bleiben wollten :-)

Rezept für einen Guglhupf:
100 g Butter
300 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
Schale 1 Zitrone
3 Eier
300 g Weizenmehl
1 Päckchen Backpulver
Milch
1-3 TL Kakaopulver

Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
100 g Butter werden mit 270 g Zucker, einem Päckchen Vanillezucker und der angeriebenen Schale einer Zitrone schaumig gerührt. 3 Dotter dazu rühren, 300 g Weizenmehl, 1 Päckchen Backpulver und so viel Milch einrühren, dass ein lockerer Teig entsteht.

Den Schnee von 3 Eiklar und 30g Zucker steif schlagen, unter die Masse ziehen und die Hälfte der Masse mit 1-3 Kaffeelöffel Kakaopulver färben.
Abwechselnd einen Schöpflöffel dunklen und einen Schöpflöffel hellen Teig in die gefettete, mit Bröseln bestreute Gugelhupfform füllen.

In das erhitzte Rohr schieben und bei 180° C circa 60 Minuten backen. Stürzen, auskühlen lassen und überzuckert servieren.

 Gehet hin und backet!

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