Kategorie-Archiv: Quiche the Cook!

Erraten! Quiche, Tarte und Co.

Tarte mit Kürbis und süßem Knoblauch auf Walnussboden

 

KürbisKnoblauchWalnussTarte ganz

Dieses Essen habe ich mir hart verdient. Eigentlich ist, laut Rezept, ein Mandelboden vorgesehen, aber Oma-KissTheCook hat  mich reichlich  mit Walnüssen aus dem Garten beschenkt.  Über 1 Stunde habe im Schweiße meines Angesichts Walnüsse geknackt (und nur ca. 1/4 davon gleich geknabbert -ohne Knabbereinlagen meinerseits hätte es vielleicht auch nur eine halbe Stunde gedauert).

Das nächste Mal würde ich den Teig dünner „ausrollen“, die Ränder waren mir ein wenig zu dick. Möglicherweise wird es das nächste Mal eine ränderlose Tarte im normalen Springformtortenboden. Lassen wir uns  überraschen. Definitiv wird es ein nächstes Mal geben. In ein paar Wochen steigt eine kleine Party mit einigen Gästen, die sich glutenfrei ernähren.

Übrigens konnte man den Teig nicht ausrollen, da ich die  Walnüsse frisch gemahlen (im Food Processor pulverisiert) habe und  sie  dementsprechend recht feucht waren.

Rezept für  eine Tarte (ca. 28  cm Durchmesser):

Boden:
375 g gemahlene Walnüsse (oder Mandeln)
1 gestrichener TL Salz
1/2 TL Natron
30 g weiche Butter
2 Eier (Größe M)

Füllung:
250 g Kürbis (ich habe Stangenkürbis verwendet)
die geschälten Knoblauchzehen von 2 Knollen
30 g Butter
1 EL Ahornsirup
1 El Weißweinessig
2 Eier (Größe M)
250 g Naturjoghurt
60 g geriebener Käse (ich habe Red Leicester verwendet)
100 g Ziegenfrischkäse
1 EL gehackte Petersilie
Salz und Pfeffer

Für den Teig  die angegebenen Zutaten in die Küchenmaschine (Food Processor) schmeißen und zu einem Teig verarbeiten  (hat die Konsistenz von feuchtem Sand). Eine Tarteform (oder auch Tortenform) einfetten. Den Teig habe ich einfach so hineingegeben und mit den Fingern am Boden und den Wänden entlang flach gedrückt. Wie gesagt, habe ich schlampig gearbeitet und die Ränder sind zu dick geworden.

Form samt Teig für ca. 10-15 Minuten in den Kühlschrank geben. Währenddessen Backrohr auf 180°C Heißluft vorheizen.

Auf mittlerer Schiene den Boden 10 Minuten blindbacken und anschließend weitere 10 Minuten nackert (ohne Bohnen oder Erbsen) backen. Zur Seite stellen.

Für  die Füllung den Kürbis in 1 cm dicke Würfel schneiden und auf einem Backblech (Backpapier nicht vergessen)  für ca. 20-30 Minuten in den Ofen schieben (das habe ich parallel zum Blindbacken gemacht).

Die Knoblauchzehen in einem kleinen Topf mit  etwas Wasser (hmmmm ca. 75 mL) auf mittlerer Stufe köcheln – ca. 10-12 Minuten (bis der Knoblauch fast weich ist). Die Butter hinzufügen und ein wenig die Hitze raufdrehen, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist und der Knoblauch langsam braun wird.

Ahornsirup, Apfelessig und ein wenig Salz hinzufügen und etwa  10 Minuten köcheln, bis  ein dickflüßiger Sirup entsteht (köstlich!).

Joghurt, Eier, geriebenen Käse, Salz, Pfeffer und Petersilie miteinander verquirlen.
Kürbisstückchen auf dem Tarteboden verteilen und mit der Joghurt-Eimasse übergießen. Die karamellisierten Knoblauchzehen und den Ziegenfrischkäse in Tupfen darauf verteilen.

Für ca. 30 Minuten auf mittlerer Schiene bei 170°C im Ofen backen. 
Die Tarte kann  heiß oder lauwarm gegessen werden.

Das Rezept stammt aus dem Buch „Hemsley Hemsley – natürlich gut essen“. Der Kauf war eher ein Zufall, nachdem ich ursprünglich auf der Suche nach etwas ganz anderem war. Verlassen habe ich den Buchladen mit diesem Kochbuch, einem Häkelset (Süße Eule – selbst gemacht) und einem kleinen Wecker.
Aus der Eule ist ein winziger Schal für eine Eule geworden, nachdem ich einfach nur geradeaus stricken kann :).

Der kleine Wecker landet in einem meiner Weihnachtsschuhkartons.

Falls ihr zu viele Euronen habt (wem geht’s nicht so…?*hust* *Ironie*), gerne Weihnachtsgeschenke einkauft (ääääh – ihr seid mir suspekt) oder gerne anderen, insbesondere Kindern, eine Freude macht (willkommen in meiner Welt) – dann würde ich euch die  tolle Aktion Weihnachten im Schuhkarton ans Herz legen. Bis zum 15. November 2015 können die Geschenkkartons abgegeben werden. Sammelstellen findet ihr auf der Homepage.

Meinen Kartons fehlt nur noch ein kleines Spielzeug, dann können sie sich auch schon auf ihre Weihnachtsreise begeben.

(Die Organisation von Weihnachten im Schuhkarton hat diesen Post nicht gesponsert. Es war mir ein persönliches Bedürfnis euch darauf aufmerksam zu machen).

KürbisKnoblauchWalnussTarte Stück

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Champignontartelettes mit Ricotta

Champignontartelettes

Heute gab es was Feines. Niedliche kleine Champignontartelletes mit Ricotta – mit einem sommerlichen Salat ergibt das ein herrliches Mittagsessen.

Der Mürbteig reicht für 6 Tartelettes – ich habe aber nur 4 gemacht und den restlichen Teig eingefroren. Von den 4 herzhaften Törtchen habe ich auch nur eines gegessen und die restlichen 3 im Tiefkühler versteckt. Einige Minuten in den Ofen schmeißen und zack! das schnellste fast Food ever!

Rezept für 4 kleines Tartes oder eine große:

Mürbteig (reicht für 6 kleine Förmchen oder 1 große):
300 g Dinkelvollkornmehl (normales Weizenmehl geht auch –  Dinkel und Vollkorn muss nicht sein)
180 g kalte Butter in kleine Würfel geschnitten
1/2 TL Salz
1 Eigelb (mittelgroß)
3 EL kaltes Wasser

Füllung (reicht für 4 Tartelettes):
6-7 Egerlinge (braune Champignons)
2 Knoblauchzehen
3 mittelgroße Eier
125 mL Milch
4 EL Ricotta
Salz und Pfeffer

Für den Teig nimmt man am Besten eine Küchenmaschine, küchenmaschinenlose erwartet ein gutes Armtraining.
Mehl, Butter und Salz  in die Maschine geben und zu einem bröseligen Teig verarbeiten. Während die Maschine noch läuft Eigelb und Wasser hinzufügen bis sich ein Teig  bildet.

Teig  aus der Maschine nehmen und ein wenig durchkneten. Zu einer Scheibe formen, in Folie einwickeln und für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Teig zwischen 2 Blättern Backpapier auf ca. 3-4 mm Dicke ausrollen. Die Förmchen ein wenig  mit Butter einfetten,mit dem Teig auskleiden und mit einer Gabel Löcher reinstechen.
Bei 180°c (Heißluft) für 10 Minuten blind backen und weitere 15 Minuten nackig backen.
Währenddessen die Pilze putzen und in Scheiben schneiden. Eine Pfanne mit  ein wenig Öl erhitzen und die Pilze mit Salz und Pfeffer goldbraun brutzeln. Kurz vor Schluss noch den Knoblauch schälen, in dünne Scheiben schneiden und mitbraten.

Eier und Milch miteinander verquirlen und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

Auf je ein Tartelette kommt 1 EL Ricotta, dann die Champignons und zu guter Letzt die Ei-Milchmischung.

Auf mittlerer Scheine bei 180°C für ca.  25 Minuten goldgelb backen.
Dazu einen Salat servieren.

Dieses Rezept habe ich aus dem schönen Buch „Die neuen Klassiker“ von Donna Hay. Ich habe es ein wenig abgewandelt.

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Kürbis-Quiche

Kürbis Quiche

Sonntag = Kürbistag. 4,5 kg Butternusskürbis – monstermäßig viel Suppe (ohne Scharf) – 1 x Kürbis-Quiche und 1 x Kürbis-Schokokuchen. Ich würde sagen, dieser Sonntag war ein guter Sonntag. Wäre ich nicht schon verheiratet, würde ich einen riesigen Kürbis heiraten, der ein wenig Ähnlichkeit mit Mr. KissTheCook hat.

Würde es unter Mord fallen, wenn man seinen Kürbisehemann isst? Ms. Känns Braut, bitte um Auskunft.

Also, Rezept für eine Quiche:

Teig:
200 g Dinkelvollkornmehl
2 EL geriebener Parmesan
100 g kalte Butter (in Würfel geschnitten)
4-5 EL kaltes Wasser
Salz
Mehl zum Ausrollen

Füllung:
1 kg Kürbis (z.B. Butternuss – geputzt, geschält und gewürfelt)
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
125 mL Schlagobers
2 Eigelb
Salz, weißer Pfeffer
1/2 EL getrockneter Majoran
2 Paradeiser
1 Mozzarella

Für den Teig Mehl, Parmesan, Salz und die klein gewürfelte Butter auf ein Brett geben und schnell zu einem Teig kneten.
In Folie einwickeln und für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

In dieser Zeit kann man in Ruhe die Füllung zubereiten. Kürbis mit etwas Wasser in  einem Topf für ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze weich dünsten. Überschüssiges Wasser abgießen und mit einer Gabel zergatschen oder durch eine Kartoffelpresse jagen und in einem Sieb auskühlen lassen.

Paradeiser in Scheiben schneiden, auf Küchenpapier legen, salzen und stehen lassen. Mozzarella ebenfalls in Scheiben schneiden.

Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel- und Knoblauchstückchen bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Mit dem Schlagobers ablöschen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz aufkochen und vom Herd nehmen und etwas auskühlen lassen.

Eigelb und Kürbispürree unter die Schlagoberssauce mischen und nochmals mit Salz, Pfeffer und Majoran abschmecken.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und dünn ausrollen, in eine gefettete Quicheform geben und fest an den Rand drücken. Nochmals für ca. 10 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Ofen auf 220°C Umluft vorheizen. Füllung in die Form geben, Paradeiser und Mozzarella darauf verteilen und auf unterster Schiene für ca. 25-30 Minuten backen.

Känns Braut hat eine riesige Kochbuchsammlung. Hin und wieder schleicht sich ein 2. Exemplar in ihre Sammlung. Ich bin dann Nutznießerin und erhalte das doppel gemoppelte. In diesem Fall „Wunderbare Kürbisküche“ von Karin Messerli.

Das Rezept habe ich für meine Zwecke abgewandelt.

Viel Spaß beim Nachkochen.

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Brokkoli-Erbsen-Quiche, Level: Restlkochen

Brokkoli-Erbsen-Quiche

Keine Sorge. Die „Ich schleck‘ mich hackedicht“-Reihe wird verlängert.
Das hier ist mein liebstes Rezept, um Gemüse loszuwerden. In diesem Fall wurden die TK-Laden geplündert. Meine ganzen Cocktaileisvorräte wurden an die Kollegen verfüttert und nun geht es dem Gemüse an den Kragen.

Rezept für 6 Personen oder  2x Hauptgericht, 2 Portionen für Mama-KissTheCook und ein Monsterstück fürs Büro.

1 Portion Mürbteig (selbstgemacht oder für Faule (ja, auch ich) eine Packung Fertigteig)
400 g TK Brokkoli
200 g TK Erbsen
250 g Sauerrahm
150 ml Schlagobers
3 Eier
100 g geriebener Stinkikäse (Eure Wahl, zB: Bergkäse)
Salz, Pfeffer
1/2 TL Sambal Oelek

Falls ihr euch für den selbstgemachten Mürbteig entschieden habt, muss der als erstes zubereitet werden, da er ja noch für eine halbe Stunde in den Kühlschrank muss bevor man ihn ausrollen kann. Die Faulen haben’s leicht und kümmern sich gleich um die Füllung.

Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Brokkoli und Erbsen nach Packungsbeilage auftauen. Ich schmeiße das Zeug für 5 Minuten in die Mikrowelle und gut ist. Eier, Sauerrahm, Schlagobers, Salz, Pfeffer und Sambal Oelek miteinander verrühren.

Eine Tarteform mit Butter einfetten. Teig ausrollen oder einfach aus der Verpackung nehmen und die Backform damit auskleiden. Dabei einen 2 cm hohen Rand bilden. Brokkoli und Erbsen gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Alles mit der Sauerrahm-Ei-Masse übergießen und mit dem gerieben Stinkikäse bestreuen.

Für ca. 35 Minuten (bis die Quiche goldbraun ist) auf mittlerer Schiene backen.

Dazu passt Salat oder Paradeiser – was auch immer ihr wollt. Noch ist das ein freies Land.

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Paradeis Basilikum Tarte Tatin

Hitzefrei – vorbei!
Ich gebe es ja zu, ich habe auch bei der Hitze hin und wieder was gekocht. Von irgendwas muss frau ja leben.

Dieses nette Rezeptchen habe ich beim komplizierten „Multitasking-Couch-Tablet-TV-surfing“ aufgeschnappt.

Eine große, beneidenswert schlanke, dunkle, britische Schönheit hat das in ihrer Kochsendung zubereitet.
Ich kann zwar nur mit der Größe dienen (den Rest muss man sich dazu denken ;)), aber ich habe es geschafft das Ding aus dem Gedächtnis nachzukochen. Nicht, dass es besonders schwer wäre.

Portion für 2 (Hauptspeise) oder 4 (Vorspeise) Personen:

1 Packung Blätterteig
5 Pflaumenparadeiser
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1EL Honig
ein paar Basilikumblätter

Blätterteig aus dem Kühlschrank holen, sonst bricht er beim ausrollen. Paradeiser in Scheiben schneiden. 2 EL Oivenöl in eine Pfanne geben und erhitzen. Paradeisscheiben vorsichtig rein geben, mit Salz und Pfeffer würzen, Honig hinzufügen und für ein paar Minuten braten.

Ofen auf 180°C Ober/Unterhitze aufwärmen. Den Boden einer Tortenform mit Backpapier auslegen, die Ränder mit Olivenöl einpinseln. Die Paradeisscheiben schön in die Form schlichten.

Den Blätterteig kreisförmig ausschneiden und als Deckel auf die Paradeiser legen.

Für ca. 15-20 Minuten backen, bis der Blätterteig goldbraun ist. Noch heiß auf einen Teller stürzen, mit Basilikum dekorieren und eeeeeesseeeeeeen.

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Pariser Flan

Was macht man, wenn eine Kollegin Urlaub in Marokko macht und man selbst zu Hause versauern UND arbeiten muss (gibt es eine schlimmere Kombination?!)?

Man macht sich eine Nachspeise mit dem wohlklingenden Namen Pariser Flan, schießt ein Foto und schickt es der Kollegin per Mail mit einem frechen „Äääääääätsch!“

Für 6 Nicht-Urlauber:
1 Portion Mürbteig (selbstgemacht, oder gekauft)
500 mL Milch
1 EL Butter (gesalzen, oder später noch eine Prise Salz hinzufügen)
3 Eier
100 g Zucker
1/2 TL gemahlene Vanille
40 g Mehl
1 Packung Vanillepuddingpulver

Eine Tortenform (28 cm Durchmesser) mit Butter einfetten und den Teig hineingeben. Einen ca. 2 cm hohen Rand bilden und  in den Kühlschrank geben.

Milch und Butter (und evt. Salz) vorsichtig aufkochen und nicht überkochen lassen. Meine ist natürlich übergekocht, weil ich mit Mr. KissTheCook diskutieren musste. Er konnte sich nicht mehr erinnern, wohin er meinen Teigschaber geräumt hat. Nach einem kurzen „Du bist Schuld! Nein, DU bist Schuld!!….“-Wechsel *hehehe*, ging es weiter.

Eier, Zucker und Vanille mit dem Mixer schaumig schlagen. Vorsichtig Mehl und Puddingpulver hinzufügen. Nachdem die Milch ein wenig abgekühllt ist, auch diese nach und nach einrühren.

Ofen auf 160°C (Umluft) vorheizen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und die Vanillemasse rein füllen.

Für ca. 35. Minuten backen. Auskühlen lassen und am Besten kalt genießen.

Das Grundrezept stammt aus dem schönen Buch „Sophies Tartes, Quiches und Salate“.

So, und Mr. KissTheCook darf nochmals ein „Wie räume ich Küchenutensillien richtig weg?“-Seminar über sich ergehen lassen.

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Christkind-Rotkraut-Quiche

Wenn es zu Weihnachten jedes Jahr Ente (oder Gans) mit Kartoffelknödel und Rotkraut gibt, will man als Veggy nicht zum 100. Mal Knödel mit Rotkraut essen. Aber auch nicht völlig aus der Reihe tanzen.

Deswegen kam mir dieses Rotkraut-Quiche-Rezeptchen gerade recht.

Am 24.12. habe ich gerade gemütlich gefrühstückt (es war noch VOR 12:00, also Frühstück!), als mich Mr. KissTheCook plötzlich fragt: „Wann machst du dann dein Essen heut‘?!“
„Ich ess‘ doch grad.“
„Nein Lustige! Dein Essen für heute Abend!!“
„Sch‘!$§§%%=?//&!!! Ganz vergessen! Wir müssen nochmal einkaufen!“
„*Seeeeeeuuuuuuufz*“

Rezept für 4 Personen:
1 Portion Mürbteig (gekauft oder selbst gemacht)
450 g TK-Rotkraut (oder 400 g frisches Rotkraut, frisches gab es bei mir nicht mehr)
100 mL Gemüsebrühe
1 Zwiebel
2 EL Butter
100 g Ziegenfrischkäse (zB: Chavroux)
1 TL getrockneter Thymian (auch keinen frischen mehr gefunden)
300 mL Schlagobers
100 mL Milch
4 Eier
Salz, Pfeffer
etwas Öl
Backpapier
Springform 28 cm Ø

Mürbteig zubereiten. Ofen auf 200 °C Umluft vorheizen. Das TK-Rotkraut lt. Packungsanweisung auftauen und anschließend in ein Sieb geben und die überschüssige Flüßigkeit ausdrücken.

Zwiebel schälen und fein hacken und in heißer Butter anschwitzen. Rotkraut dazugeben und mit der Brühe aufgießen. 5 Minuten schwach köcheln lassen. Dann vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Die Eier mit dem Schlagorbers und der Milch verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen, die Ränder mit ein wenig Öl bepinseln. Teig ausrollen und in die Form geben, dabei einen 2 cm hohen Rand bilden.

Rotkraut auf dem Boden verteilen (ca. 2 EL übrig lassen), mit Thymian besträuen und die Ei-Schlagobers-Mischung darüber gießen. Nun mit einem TL kleine Batzen vom Ziegenfrischkäse nehmen und oben auf der Quiche verteilen. Zum Schluss ebenfalls mit einem TL das restliche Rotkraut auf der Quiche verteilen.
Das Ganze für ca. 45 Minuten (mittlere Schiene) ins Rohr schieben und goldbraun backen.

Oh du Köstliche!

Das Ursprungsrezept stammt aus dem Heft „köstlich vegetarisch“ Nr. 1/2010

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Schoko-Karamell-Tarte

Ein Protokoll.
Schwiegervater hat Geburtstag. Schwiegervater liebt Pariser Creme Torte. Schwiegermutter macht die beste Pariser Creme Torte der Welt. An Konkurrenz nicht zu denken. Nie im Leben.
Und trotzdem. Eine zweite Nachspeise darf es sein. Gar vom Schwiegervater persönlich erwünscht! Oder geduldet?

Tarte für pffffff mindestens 20 Personen (so vollmundig schokoladig)

1 Portion Mürbteig:
250 g glattes Mehl
150 g kalte Butter (in kleine Würfel geschnitten)
1 Eidotter (Eiweiß habe ich für die Weihnachtsbäckerei eingefroren)
50 g Kristallzucker
1 Packung Vanillezucker
1 Prise Salz

Creme:
400 ml Kondensmilch (gesüßt, oder ungesüßt dann aber zusätzlich noch 2 EL Kristallzucker)
50 g Butter
280 g Zartbitterschoki (70%)
3 Eidotter (Eiweiß eingefroren)
50 g Zucker
250 ml Vollmilch

1 Prise Fleur de Sel

Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und mit einander verkneten. Ich habe das händisch gemacht und heute noch einen Muskelkater.
Laut Rezept sollte man den Teig zu einem Ziegel formen. Das war mir dann zu mühsam. Es wurde eine Kugel. Die habe ich in Frischhaltefolie gewickelt und über Nacht (30 Minuten laut Rezept) in den Kühlschrank gelegt. Danach wieder rausgenommen. Tja, leider waren keine Einbrecher in der Nähe, die ich damit hätte erschlagen können.

Also die Kugel mal draußen lassen, bis sie sich ausrollen lässt.
Backrohr auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit und ein wenig Gewalt, lies sich der Teig doch ausrollen und in eine gefettet Tortenform geben.
Mehrmals mit der Gabel einstechen und für ca. 25 Minuten im Rohr backen.
Danach samt Form auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Für die Schokocreme zuerst die Schokolade in grobe Stücke teilen/hacken und in eine feuerfeste Schüssel geben.
Eidotter und Zucker mit dem Mixer cremig aufschlafen, bis die Masse hellgelb und dicklich ist.
Milch aufkochen und ein Drittel davon zur Ei-Zuckermasse gießen. Zurück in den Topf zur restlichen Milch geben und unter ständigem Rühren solange erhitzen (aber nicht kochen) bis die Masse dicklich wird. Dann gießt man die heiße Masse über die Schokolade und verrührt alles vorsichtig bis die Schokolade geschmolzen ist und eine schöne Creme entstanden ist.

Die, in meinem Fall, ungesüßte Kondensmilch mit 50 g Butter und 2 Esslöffeln Zucker in einem Topf erhitzen und so lange unter ständigem Rühren vor sich hinköcheln lassen bis ein leuchtend-goldener und cremiger Karamell entstanden ist.

Interessanterweise hatte ich mehr Schokocreme als Karamell. Also habe ich  zuerst den Boden der Tarte mit der Hälfte der Schokocreme bedeckt. Dann habe ich abwechselnd löffelweise einen Batzen von der Schokocreme und einen von der Karamellcreme auf der Tarte verteilt. Mit einer Gabel werden die Cremen ineinandergezogen damit ein schönes Muster entsteht.

Die Tarte wird nun für 4 Stunden in den Kühlschrank gestellt. Kurz vor dem Servieren noch eine Prise Fleur de Sel darüber streuen.

Man wird direkt und ohne Umwege in die süße Schoko-Karamell-Hölle katapultiert.
Edit: das Urpsrungsrezept stammt aus dem Heft „Frisch gekocht“ 12/2012

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Mascarponecremetarte mit Weichseln

Obst ist gesund! Und die Mascarponecreme wollen wir mal getrost ignorieren. Den Hauch von Schokostreuseln nimmt man ja fast gar nicht wahr. Und da Kalorien bekanntermaßen sehr kälteempfindlich sind, sterben sie während des Aufenhalts im Kühlschrank einfach ab.

Das lästige Kalorienzählen fällt somit weg und alle sind rundum glücklich und zufrieden. Hach, wie ich solche Rezepte doch liebe.

Rezept für 6-8 Kalorienmörder:

1 Portion Mürbteig (selbstgemacht, oder gekauft)
500 g Mascarpone
200 ml Schlagobers
1 Packung Agartine
6 Eigelb
1 EL Honig
160 g Zucker
eine handvoll entkernte Weichseln aus dem Glas
30 g geraspelte Vollmilchschokolade

Mürbteig zubereiten und ausrollen. Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen und die Ränder mit Butter einfetten. Mürbteig auf den Boden der Springform geben und mit dem restlichen Teig einen ca. 2 cm hohen Rand formen.

Mir ist noch Teig übrig geblieben. Mit einem Keksausstecher in Sternform habe ich kleine Sternchen gemacht, mit Zucker bestreut und auf ein, mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt.

Den Mürbteig bei 200°C für 18 Minuten blind backen. 10 Minuten vor Schluss auch das Backblech mit den Zuckersternen in den Ofen schieben und knusprig backen.

Währenddessen Schlagobers und 30 g Zucker in einem kleinen Topf erwärmen und gemeinsam mit der Agartine vorsichtig zum Kochen bringen. Unter ständigem Rühren 2 Minuten köcheln lassen. Danach zur Seite stellen.

Eigelb, Honig und den restlichen Zucker 5 Minuten lang über dem Wasserbad mit dem Schneebesen schaumig schlagen, bis die Masse hellgelb ist. Mascarpone und die Schlagobers-Agartinemischung vorsichtig unterrühren.

Die Weichseln gut abtropfen lassen und auf dem Mürbteigboden geben. Die Mascarponecreme darauf verteilen. Mit den Knuspersternen und geraspelter Schokolade dekorieren und über Nacht in den Kühlschrank stellen – damit auch ja alle Kalorientierchen erfrieren.

Die Obstpause kann beginnen.

Das Ursprungrezept ohne Weichseln und Schi-Schi stammt aus dem Buch Raffinierte Tartes – süß und pikant (ISBN: 978-3-8310-1633-4)

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Schwebende Tomatentorte

Woran erkennt man, dass jemand im KissTheCook-Haushalt keine Oliven mag?
Jaja, der unscharfe Kuchen im Hintergrund zeigt es deutlich. Meine Hälfte ist mit Oliven, seine Hälfte ohne. Es ist zwar bestimmt schon mehr als 20 Jahre her, dass er welche probiert hat (falls er überhaupt jemals welche gekostet hat) und trotzdem weicht er keinen Millimeter von seiner Abneigung.

Gut, darauf habe ich mich freiwillig eingelassen, nun muss ich auch damit leben.

Tomatentorte für 4 hungrige Olivenfans/-hasser-Esser:

1 Portion Mürbteig (selbstgemacht hier, oder gekaufter von guter Qualität)
350 g Paradeiser (z.B. Eiertomaten oder Ochsenherztomaten) (toll, wie ich ohne mit der Wimper zu zucken von Paradeiser zu Tomaten wechseln kann und wieder retour ;))
4 EL geriebener Parmesan
2 EL Semmerbrösel
1 Kugel (Büffel)mozzarella
150 g Provolone dolce (oder ein anderer Käse nach Gusto)
2 Eier
1/2 Bund gehacktes Basilikum
1/2 EL getrockneter Oregano
5 gehackte schwarze Oliven für die Halbe Torte, oder 10 für die Ganze ;)
Salz, Pfeffer

Ofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Paradeiser in Scheiben schneiden, auf einen Teller mit Küchenrolle schlichten, salzen und abtropfen lassen. Parmesan reiben und 2 EL vom Parmesan mit den Semmelbröseln mischen.

Mozzarella in kleine Stücke reißen, Provolone dolce reiben oder in kleine Stücke schneiden. Basilikum hacken.
In einer Schüssel die Eier, Mozzarella, Käse, Basilikum, Oregano und Salz und Pfeffer (nach Geschmack) verrühren.

Den Boden einer Tortenform mit Backpapier auslegen und die Ränder mit Butter einfetten. Mürbteig in die Form geben und einen ca. 1,5 – 2 cm dicken Rand formen.

Die Parmesan/Semmelbrösel-Mischung auf dem Teig verteilen. Die Paradeisscheiben auf dem Boden verteilen und die Ei-käsemischung darauf geben.

Oliven hacken und auf eine oder beide Hälften streuen. Zum krönenden Abschluss noch die restlichen 2 EL vom gerieben Parmesan über die Torte streuen.

Für ca. 40 Minuten in den Ofen schieben und heiß essen.
Wenn man nicht ganz so gierig ist wie ich, schafft man das vielleicht auch ohne Brandblasen auf der Zunge.

Ciao!

Übrigens stammt das Grundrezept wieder aus dem schönen Buch „La cucina verde“.

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