Mascarponetorte mit dunkler Ganache (klein)

Kuchen mit Mascarpone & dunkler Ganache_klein

Je mehr Bilder ich von meinem Essen mache, desto eindeutiger wird es – ich mag weiß. Weiße Tortenplatte, weißer Teller, weißer Beistelltisch, nicht mehr ganz so weiße Vorhänge. Merkwürdig.

Gibt es Küchenpsychologen unter euch, die das analysieren können?

Zutaten für  ein kleines Törtchen (20 cm ∅):

Biskuitmasse
100 g Butter (geschmolzen)
3 mittelgroße Eier (das gemeine Volk würde die Größe wohl mit M klassifizieren)
3 EL Milch
1 Prise Salz
100 g Zucker
125 g Mehl
1 gestrichenen TL Backpulver
20 g Kakaopulver
2 EL Marillenmarmelade

Mascarponecreme
150 g Mascarpone
25 g Zucker
1 Pckg. Vanillezucker
180 g Schlagobers

Ganache (Glasur)
200 g Schlagobers
150 g Kochschokolade (zB. von Manner und nicht Männer wie vom Rechtschreibprogramm automatisch korrigiert)

Das Backrohr auf 160°C (Heißluft) vorheizen. Den Boden einer kleinen Tortenform mit Backpapier auslegen und die Seiten mit Butter einfetten (da eh Butter geschmolzen werden muss, einfach mit einem Silikonpinsel im Töpfchen rumfahren und damit die Tortenform einfetten).

Butter vorsichtig schmelzen, Eier trennen, Eiweiß zu Schnee schlagen und zur Seite stellen. Eidotter mit Milch und Salz schaumig mixen. Anschließend den Zucker einrieseln lassen. Mehl, Back- und Kakaopulver auf die Eimasse sieben und unterheben. Nun die flüssige Butter langsam dazugeben und unterrühren.

1/3 vom Eischnee wild mit dem Teig verrühren, die restlichen 2/3 vorsichtig unterheben. Teig in die Form füllen und für ca. 30 – 35 Minuten auf mittlerer Schiene backen.

Danach auf ein Kuchengitter stürzen und auskühlen lassen.

Mascarpone, Zucker und Vanillezucker glatt rühren. Schlagobers steif schlagen und unterheben. Sobald der Biskuitteig ausgekühlt ist, 2 mal horizontal durschneiden, sodass 3 Lagen entstehen.

Die unterste Lage auf einen Teller oder Tortenplatte geben. 1 EL Marillenmarmelade darauf verstreichen und die Hälfte der Mascarponecreme darauf verteilen. Nun legt man den 2. (mittleren) Tortenboden darauf und verstreicht wieder einen EL Marillenmarmelade darauf. Die 2 . Mascarponecremehälfte darauf verteilen und zum Abschluss den 3. Tortenboden darauf legen.

Für die dunkle Ganache (oder Pariser Creme) Schlagobers in einem Topf erhitzen und die dunkle Kuvertüre darin schmelzen und auskühlen lassen. Danach mit einem Mixer aufschlagen und das Törtchen damit einstreichen.

Über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen oder für mindestens 3 Stunden.

Das Ursprungsrezept habe ich aus dem Buch “Kleine Wochenend & Festtags Torten” – ich habe es ein wenig abgewandelt.

 

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Stinknormaler Schokokuchen

stinknormaler Schokokuchen

Es muss ja nicht immer ein besonderer Kuchen sein. Vor allem, wenn man die Eltern besucht und DEN besten Kuchen der Welt versprochen hat – dann aber erst spät am Abend realisiert, dass der eigentlich über Nacht im Kühlschrank ruhen soll, irgendwie gerade überhaupt keine Lust hat den Kadaver auch nur einen Millimeter von der Couch zu bewegen und somit der Prokrastination frönt und einfach nur zur Dekoration des Wohnzimmers beiträgt.

Stress am nächsten Tag? Bei weitem nicht. Her mit dem kleinen Buch namens “Express-backen”. Ah, da ist er ja schon – der stinknormale, 0815, alle Zutaten vorrätig Schokokuchen.
Den Eltern hat’s geschmeckt und alle waren zufrieden.

Zutaten für ein ordinäres Küchlein:

250 g weiche Butter
180 g Zucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillezucker
4 Eier
250 g Mehl
1 TL Backpulver
40 g Kakaopulver (bitter)
100 mL Milch
75 Schokodrops
100 g Zartbitterkuvertüre
50 g Vollmilchschoki + 1 TL Butter

Backrohr auf 180 °C Umluft vorheizen. Eine Kranzform mit Butter einfetten.

Ich bin ja meist nicht so gut organisiert und backe eher recht spontan. Daher bin ich nie in Besitz von zimmerwarmer Butter. Das erfordert ja Planung – uuuäääääh! Also schneide ich Butter in Würfel und gebe sie für 30 Sekunden in die Mikrowelle – tadaaaaa! Zimmerwarme Butter.

Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz mit der Küchenmaschine hellgelb, schaumig aufschlagen (lassen). Eier einzeln dazugeben und unterrühren, bis eine sehr helle Masse entstanden ist.

Mehl, Backpulver und Kakao zusammen mit der Milch und den Schokodrops unter den Teig rühren.

Teig in die Form geben und ca. 40 – 45 Minuten auf  mittlerer Schiene backen. Auf ein Kuchengitter stürzen und auskühlen lassen.

Schoki und Butter über einem Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen und den abgekühlten (bei mir lauwarm – Geduld ist mir fremd) Kuchen damit überziehen, bzw. einfach nur obendrauf schütten.

Fertig ist der kleine Kuchen, den ich echt unter Wert verkauft habe. Denn er ist wirklich köstlich!

Backt euch die Seele aus dem Leib!

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Wochen(glück)-Rückblick 220315

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Was hat dich in dieser Woche glücklich gemacht?

Diese Frage stellt sich jede Woche Denise aka Fräulein Ordnung.

Diesmal wollte ich das auch mal ausprobieren und habe die ganze Woche fleißig schöne Momente eingefangen.

Los geht’s:

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Eine Kollegin, nennen wir sie Mrs. Enzo-Besitzerin, hat sich über meinen strengen Blick am Montag echauffiert. Ääääähm, ja – das nennt sich Montag-Morgen-Depression. Jedenfalls musste sie bei ihrem wöchentlichen Garfield-Comic an mich denken. Pffff! ;)

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Mitte der Woche hat mich Mr. KissTheCook ins Kino entführt zu einem romantischen Film “Kingsman – The Secret Service”. 500 Liter Filmblut und Gehirnmasse halten doch jede Ehe jung und glücklich. *räusper*

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Der Anblick dieser Orchidee hat mein Herz erwärmt. Wieso? Einfach weil sie noch lebt :) und das schon seit 1 1/2 Monaten. Normalerweise kill ich Grünzeug innerhalb einer Woche. Die Schenkerin kennt meinen schwarzen Daumen nicht.

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Ich lebe wohl im Keller. Irgendwie habe ich die SoFi 2015 völlig  verpennt. Mrs. Enzo-Besitzerin (ja, schon wieder DIE!) und ihr unerreichbares Level an geistiger Kompetenz, war so klug eine Schutzbrille mitzunehmen und mich an dieses Naturschauspiel zu erinnern. Somit ein netter Zeitvertreib am Freitag Vormittag im Büro.

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Das Wetter an sich ist mir egal. Die Tatsache, dass Samstag ist und ich nicht arbeiten muss, macht mich glücklich. Aber ein kleiner Spaziergang auf den Steinhofgründen samt Abstecher zur Kirche am Steinhof an einem netten Frühlingstag – ja was soll ich sagen? Herrlich!

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Dieses Bild ist zwar noch von vorletzter Woche, samt hungriger Gäste – aber ich liiiiiiebe liebe liiiiiebe Brunch! :) Somit feiern Mr. KissTheCook und ich morgen (am Sonntag – morgen ist erst, NACHDEM ich geschlafen habe!) ein gemütliches Siebenschläferfrühstück for two – yeeehaaa.

Habt noch ein schönes Wochenende!

Eure Mrs. KissTheCook

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Partysnacks (Motto: Russenparty)

 

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Vor einiger Zeit fand im Hause KissTheCook eine wilde Party statt. Man wird ja nicht so schnell *hust*und*hustzig* (beliebigen runden Geburtstag hier einfügen).

Nun kann man natürlich Geburtstag X auch in der XY-Variante feiern. Aber das ist mir zu langweilig. Nachdem sich 2 Kolleginnen (die Avocadosüchtlerin und die andere, die ich liebevoll “mon rêve” nenne) darüber beschwert haben, dass sich nie eine Gelegenheit bietet ihre hübschen Cocktailkleidchen auszuführen, kam mir/uns/wem auch immer die Idee den Mrs.KissTheCook’schen Geburtstag schick zu feiern – eine Cocktailparty! Pre-Halloween als der liebe Vodka und ich noch nicht auf Kriegsfuß standen und ich noch ein gut gefülltes Vodkalager mein Eigentum nannte, lag es nah die Cocktailparty russisch anzuhauchen. Daraus wurde eine feuchtfröhliche Sause im wilden Gold- und Animalprintlook *Vorurteile juhe*.

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Bei einer waschechten Foodbloggerin setzt man ja nun voraus, dass sie mit ihren eigenen, mehr oder weniger “begabten” Händen für das kulinarische Wohl der Gäste sorgt. Tja, da blieb mir wohl nichts anderes übrig. Essen für ca. 30 Personen zuzubereiten kann dennoch in Stress ausarten. Deswegen habe ich mich für unkomplizierte Gerichte entschieden. Schwägerin-KissTheCook (die mit den unsichtbaren High Heels – erinnert ihr euch noch?) ist ein Küchenengel, der mir mit Rat und Tat und vor allem guter Laune und der  heißesten und engsten Tigerhose weit und breit bei den Vorbereitungen zur Seite stand.
Davon gibt es diesmal kein Foto ;) die bleiben in meinem Privatbesitz *rrroooaarrrr*. Ich schweife ab.

Was für Snacks passen nun zu so einer Party? Ans russische Motto habe ich mich nur Dekomäßig gehalten. Das Essen war eine wilde Mischung aus “was geht schnell und schmeckt und sieht den ganzen Abend hübsch aus?”.

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Rechts in der Fleischecke bietet sich uns dieser Anblick.
Von links nach rechs:

Roastbeefwraps, Zwiebelquiche, Aufschnittplatte, Lachsspinatröllchen, Knabberzeugs, Liptauer, Rohkost, diese Champignontarte in groß und ohne Pesto und natürlich Brot (Brot und Aufstriche sind nie verkehrt).

Links auf dem Veggietisch gab es folgendes:

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Wackelvodka (Vodkagötterspeise) – O-Ton berühmter Cocktailkollege: mmmmmmh das schmeckt wie Hustensaft :)). Ja, sowas hört man gern :-D 1 Liter Vodka verteilt auf 40 Schnapsgläschen. Nach Stamperl Nr. 10 schmeckt das sogar recht gut.

Wieder die Zwiebelquiche und Champignontarte. Avocado- und Capresewraps. Die kommen immer gut an. Egal ob Brunch, Party, Vorspeise usw. –  die schmecken wirklich allen und in allen Lebenslagen. Klare Zubereitungs- und Essempfehlung!

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Ich entschuldige mich erst gar nicht für die schlechten Fotos. Bei so einer Party liegen die Prioritäten woanders (z.B. nach dem 12. Wackelvodka noch geradeaus gehen zu können).

So, kommen wir zu den Roastbeefwraps. Als Veggie habe ich das Fleisch gekauft und nicht selbst zubereitet. Mengenangaben kann ich euch nicht geben. Pro Wrap nimmt man eine Weizentortilla, 1-2 EL Frischkäse mit Kren, Salatblätter und 1-2 Scheiben Roastbeef. Einen Teil vom oberen Rand freilassen, sonst quillt alles über beim Zusammenrollen. Die Rolle in Frischhaltefolie wickeln und bis kurz vor Partybeginn im Kühlschrank lassen. Danach quer in 4-5 Stücke schneiden und Partyspießchen reinstecken.

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Die Idee zu diesen Spießchen habe ich aus dem schönen Buch  vegetarisch kochen für  Gäste.
Tortellini-Spießchen mit Büffelmozzarella und getrockneten Tomaten. Dazu Petersilienöl.

Gute Tortellini (meine waren mit Spinat und Ricotta gefüllt) kaufen und al dente kochen. Büffelmozzarella und trockene Tomaten in Stücke reißen. Alles auf einen Spieß geben. Eine Handvoll Petersilie, 1 Knoblauchzehe, Salz und Öl in einen Mixer oder Häcksler geben und zu einem eher flüssigem Pesto mixen.

Das Öl gibt man erst kurz bevor die Gäste kommen auf die Spieße.

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Tomaten-Mozzarella-Spieße mit Avocadocreme. Reife Avocado von der Schale befreien, in einer Schüssel mit einer Gabel oder Kartoffelstampfer zerquetschen und mit  Salz und Pfeffer abschmecken. Knoblauch und Zitronensaft dazu. Fertig ist die G’schicht.

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Hier fahren sie, gemeinsam mit dem Wackelvodka, noch ein wenig auf dem Foodtruck durch die Gegend ;)

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Für die Lachswraps  habe ich Frischkäse mit Kren, Salatblätter, ein wenig Zitronensaft und natürlich Räucherlachs verwendet. Das Prinzip ist immer das gleiche. Aufrollen, in Alufolie einwickeln, min. eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen und kurz bevor  die Gäste kommen aufschneiden und servieren.

Die Spinat-Lachsröllchen waren ein wenig aufwendiger.

Zutaten:

350 g TK Spinat
3 Eier
abgeriebene Schale und Saft einer Zitrone
Salz, Pfeffer
Muskatnuss
Frischkäse mit Kren
Petersilie

Spinat auftauen und anschließend in einem Sieb gut ausdrücken.
Die Eier trennen und das Eiweiß zu Schnee schlagen.

Spinat, Eigelbe, Salz, Pfeffer und Muskatnuss miteinander verrühren. Eiweiß vorsichtig unterheben. Ein Backbleck mit Backpapier belegen und die Masse darauf verteilen. Bei 200° C (Umluft) für ca. 10-12 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Aus dem Ofen nehmen und auf ein frisches Backpapier stürzen und auskühlen lassen. Den Frischkäse mit dem Saft und der Schale der Zitrone und der Petersilie verrühren.

Den Frischkäse auf dem Spinatteig verteilen und mit Lachs belegen. Der Länge nach einrollen und in Frischhaltefolie wickeln. Wieder für 30 Minuten in der Kühlschrank legen und kurz bevor die Gäste kommen in Schnecken schneiden und servieren.

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Nachdem ich nicht meine eigene Geburtstagstorte backen wollte und Mr. KissTheCook mit dem Besorgen von Torten völlig überfordert war (ich frage mich, wie sich dieser Mann morgens alleine anziehen kann ;))) haben sich einige Gäste bereit erklärt für den Nachtisch zu sorgen. Ganz zurück halten konnte ich mich dann aber doch nicht. Deswegen habe ich die berühmten Erdnussbutterbömbchen und weiße Kokos-Rumkugeln spendiert.

Das Rumkugelrezept folgt dann später mal – ganz in hübsch und #ichbineineRumkugelichwillmeineigenesRezept.

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Es war schön, es war toll – ich bin jetzt eine alte Schachtel und das ist auch gut so. Nochmals vielen Dank an die besten und schönsten Gäste, die man sich nur wünschen kann.

Wie hat der Mann von mon rêve so schön gemeint? “Ich dachte, die Party wird fad, aber sie ist echt lässig!” – Butter für meine Hüften und Balsam für meine Seele ;) man merkt, “Komplimente” zu bekommen liegt mir.

Ein ei-ei für alles Sonntagsdepressionsgeplagten!

– Eure Mrs. KissTheCook

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Molekulare Cocktails (Erlebnisbericht)

Alkohol findet auf den unterschiedlichsten Wegen zu mir. In letzter Zeit meistens in Form von Eis. Wie in der “Ich schleck’ mich hackedicht!”-Reihe schon mehrfach bewiesen:

Baileyseis, Strawberry-Daiquiri-Sorbet, Eierliköreis, Zuckermelonen-Mango-Daiquiri-Sorbet, Grasshopper Icecream, Tequila Sunrise Eis, Himbeer-Rum-Sorbet, Orangen-Aperol-Sorbet, White Russian Eis, Wassermelonen-Campari-Sorbet und Blutorangen-Gin-Sorbet mit Schokostückchen.

Nun bot sich mir aber eine unwiderstehliche Gelegenheit. mydays.at* war so nett mir einen kleinen Gutschein zu spendieren. Da fiel die Wahl auf das passende Erlebnis nicht schwer.  Alkohol in Form von Cocktails – kein Problem, aber das haut mich (einige Lenzchen alt) jetzt nicht mehr so vom Hocker. Naja Cocktail Nr. *beliebige 2-stellige Zahl hier einfügen* wirft mich dann doch schon meist zu Boden ;).

Was? Blue Curaçao als Kaviar? Cocktailgel aus der Tube?  Alkoholischer Schaum mit Geschmack? Wie?

Und genau das wurde uns innerhalb von 3 feuchtfröhlichen Stunden beigebracht.

Nachdem ich mich ganz alleine in dieses Wagnis gestürzt habe (Mr. KissTheCook wäre schon am Hantieren mit dem Geschirrtuch gescheitert *fieser Seitenhieb der eigenen Ehefrau*) und alle anderen 11 Kursteilnehmer entweder Pärchen oder Freunde in Gruppenform waren, wurde ich aus der Ferne ein klein wenig bemitleidet – zudem ich auch noch die kleine Fingerhandschelle zu Hause auf der Waschmaschine vergessen habe und somit quasi wieder ledig ;) war.

Abgestempelt als einsamer MOF (Mensch ohne Freunde) galt mir die meiste Aufmerksamkeit des Kursleiters und übermenschliche Freundlichkeit (in Zuckerwatte verpacktes Mitleid) der anderen Molekularcocktailfrischlinge. Ich habe mich in diesem Bad der besonderen Zuwendung geaalt, gesuhlt, Kopfsprünge (quasi mehrfache Salti, Schrauben usw.) absolviert und präzise Arschbomben platziert. Ich schweife ab.

Willkommen geheißen wurden wir mit diesem herrlichen Anblick:

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Ich habe schon an die nächsten, möglichen Eissorten gedacht und heimlich die Sabberspuren beseitigt.

Begrüßt und willigt gemacht wurden wir mit einem Sektschaum und Likör (müsste Johannisbeere gewesen sein – ich lege meine Hand dafür aber nicht ins Feuer).

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Und schon ging es ans Eingemachte. Ein Erinnerungsfoto an den noch! sauberen Arbeitsplatz (*seufz* Hach ja, sie werden ja so schnell dreckig ;)).

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Als Vegetarierin mit 17-jähriger Erfahrung bin ich im Umgang mit Kaviar eine Niete. Aber bei diesem hier kann ich mir durchaus vorstellen zur Expertin zu mutieren.

Die Entscheidung zwischen Blue Curaçao und Aperol fiel mir nicht schwer. Her mit dem Schlumpfwasser!

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Präzise die gewünschte Menge an Zauberpulver (verleiht den Tropfen eine Haut) abmessen!

Präzise! Genau das Gegenteil von dem gemacht, was verlangt wurde und schon galt ich als abschreckendes Beispiel.

Das Pülverchen (kein Koks, hab’s getestet ;) *natürlich ein Späßchen, liebe Polizei* kommt ins gelbe Schüsselchen und wird mit einem Milchschaumvibrator gut vermischt und unerwünschterweise aufgeschäumt.

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Mit der Spritze tropft man vorsichtig ins bereitgestellte Glucowasser, sodass sich eine Haut um die Tropfen bilden kann. Anschließend geht’s ins Leitungswasserbad und zu leckerer Letzt in ein Gläschen mit Orangensaft.

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Wirklich gut. Man trinkt ein Schlückchen, zerbeißt oder zerquetscht die Kügelchen am Gaumen und hat eine kleine Geschmacksexplosion im Mund.

Als nächstes ging es an eine wilde Mischung aus Tequila und Obstsäften mit “Kleister” (Xanthanirgendwas) und Schokosplittern auf einer Schicht Kahlúa.

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Xanthan sei Dank befanden sich die Schokosplitter in einem Schwebezustand und verliehen dem Cocktail optisch das gewisse Etwas. Die Kleisterkonsistenz hat meine Geschmacksknospen leider abgeturnt. Deswegen wurden dann auch nur die Schokosplitter weggelöffelt ;)

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Weil wir so brav waren, gab es vom Kursleiter einen kleinen Tiramisu-Shot. Mmmmmmmmhundorgasmus. Mascarponeschaum auf Kaffee.

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Trotz Alkohol wurde uns “schweres Werkzeug” anvertraut. Die Bastelstunde hat begonnen. Wieder ein Foto vom Arbeitsplatz bevor alles durch die Gegend flog.

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Also, was sehen wir? Wieder ein Schüsselchen, Messbecher, Milchschaumvibrator, Spritze, eine gefährliche Zange, 2 Augensalbentuben (da schlägt mein altes Apoherz gleich wieder höher) und das jungfräuliche Brett zum Rumpatzen.

Diesmal war Eigenregie angesagt. Ein Cocktailgel selbst zusammenstellen. Nach dem Tequila-mit-verschiedenen-Obstsäften-Debakel, wollte ich mir einen einfachen Vodka Orange mischen. Pustekuchen. Das Xanthan-Kleisterzeug nimmt ziemlich viel vom Eigengeschmack weg. Also musste ich mit dem Johannisbeerlikör ein wenig nachhelfen. Pimp my Cocktailgel. Naja. Lassen wir einfach die Bilder sprechen.

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Tube, here I come!

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Dank jahrelanger Übung, war das Verschließen kein Problem. Im Kühlschrank halten sich die Cocktailgeltuben 3 Tage. Ich frage mich, wer 3 Tage für die Zwerge braucht? Einmal zu kräftig Einatmen und schon sind sie leer.

So, wie ging es weiter? Die nicht mehr ganz so nüchternen Erinnerungen sind lückenhaft.

Achja, Senor Kursleiter hat uns wieder mit einer Eigenproduktion abgefüllt. Dem Cocktailschaum namens Bounty mit Schokoknisterknusper obendrauf. Das Schokozeug knistert lustig auf der Zunge, wenn es schmilzt.

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Und dann kam das Finale. Tadaaaaaaaaa – flüßiger Stickstoff!

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Der übriggebliebene Bountyschaum fiel dem eiskalten Teufelszeug zum Opfer.

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Nach einem 10-Sekunden-Bad war es auch schon fertig.
Jetzt muss ich euch schocken. Ich konnte es leider nicht probieren
:-(.
Mein Zahnarzt hatte kurz zuvor entschieden, dass es Zeit wird mit meinem Weisheitszahn Schluss zu machen. Danke für die “Ooooooh”s. Aber die anderen Teilnehmer waren sehr angetan und haben auch witzig ausgesehen, als ihnen der “Dampf” aus der Nase geschossen ist, sobald sie draufgebissen haben.

Mit viel Alkohol  im Bauch und wunderbaren neuen Eindrücken hat mich Mr. KissTheCook vom Straßenrand aufgepickt und sicher nach Hause gebracht.

Für den täglichen Gebrauch ist die molekulare Küche natürlich nichts. Aber es macht unheimlich viel Spaß mal Reinzuschnuppern und neue Sachen auszuprobieren. Das Saufen ist natürlich auch toll – das wollen wir mal nicht vergessen ;)

*der Gutschein wurde mir von mydays.at zur Verfügung gestellt. mydays.at hatte keinerlei Einfluss auf die Auswahl des Erlebnisses oder auf den Inhalt und die Optik dieses Beitrages. Die Fotos und die gesammelten Eindrücke stammen von mir und spiegeln meine persönliche Meinung wider.

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Briochestriezel

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Angst in der Küche ist mir fremd. Neue Rezepte probiere ich am liebsten, wenn Gäste da sind. Im Kochbuchgesetz von Herrn Rach steht, dass man niemals (NIEMALS!) für Gäste Rezepte wählen sollte, die man vorher noch nicht probegekocht hat. Pffff!

Was soll schon passieren? Worst-Case-Szenario: entweder es schmeckt nicht (das passiert eher selten) oder es sieht scheiße aus (kommt schon häufiger vor ;) ). Aber für solche Fälle gibt es Kräuter und Staubzucker, die alles, was sich darunter befindet, verbergen.

Wie auch immer –  das hier ist das Endergebnis meines ersten Briochestriezelversuchs. Jaaaaa, ist ausbaufähig. Geschmacklich aber top. Nur Mr. KissTheCook hat mal wieder rumgemotschkert. Es war ihm nicht süß genug! Und das obwohl er sich eine 1 cm dicke Schicht Nutella aufs Brioche schmiert! ….nicht süß genug….

Also, los geht’s.

Rezept für 2 Striezel:

Teig:
500 g Mehl
1/4 TL gemahlene Vanille oder 1 TL Vanilleextrakt
18 g Germ (frisch)
200 mL kalte Milch
75 g Zucker (100 g Zucker für Süßmäuler)
1 Ei und 2 Eigelb
1 gehäufter TL Salz

Außerdem:
1 Ei zum Bestreichen
Mehl für die Arbeitsfläche
und Hagelzucker (oder Mandelblätter)

Der Teig muss (sollte) über Nacht gehen. Deswegen empfiehlt sich das Rezept eher fürs Wochenende. Am Freitag Nachmittag gemütlich anfangen und am Samstag in Ruhe genießen.

Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel schmeißen (hier ist eine Küchenmaschine wirklich empfehlenswert) – das Mehl aber unbedingt sieben. Einen Knethaken (für Germ-/Hefeteig) verwenden und bei niedriger Stufe (bei mir Stufe 1 1/2 von 6) 10 Minuten kneten. Dann die Stufe höher drehen (Stufe 4 von 6) und weitere 5 Minuten kneten. Passt auf eure Küchenmaschine auf. Meine hat dann kurz vor Schluss Rodeo gespielt.

Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und bei Zimmertemperatur eine Stunde gehen lassen.

Mehl auf die Arbeitsfläche streuen und den Teig darauf ein wenig durchkneten. So nun kann man entweder 2 große Striezel machen, falls der Haushalt aus mehr als 2 Personen besteht oder in 4 kleinere. Ein Mensch, wie Mr. KissTheCook, kann davon 2 Tage lang frühstücken.

Für 2 Große: den Teig halbieren und beide Hälften wiederum in 3  gleich große Stücke teilen (insgesamt 6 gleich große Teigstücke).

Briochestriezel 1

Die 3 Teigstücke zu ca. 25 cm langen Strängen rollen. Es sollte nicht zu viel Mehl auf der Arbeitsfläche sein (so wie bei mir), dann lässt es sich nicht gut rollen  und die Stränge sehen so aus wie im unteren Bild (es soll Schlimmeres geben).

Briochestriezel 2

Nun wird geflochten. Ich lasse mal die Bilder sprechen:

Briochestriezel 3

Briochestriezel 4

Briochestriezel 5

Die Prozedur wederholt sich mit der 2. Teighälfte und schon haben wir 2 mehr oder weniger hübsche Briochestriezel.

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Nun wird 1 Ei verquirlt und die Zöpfe damit bepinselt. mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Das verquirlte Ei aufheben und ebenfalls in den Kühlschrank stellen. Das brauchen wir morgen wieder.

Am nächsten Tag 1 Zopf rausnehmen und 1 Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen.  Den 2. Zopf kann man nun einpacken und in den Tiefkühler legen. Falls ihr ihn dann backen wollt, am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und wie beim frischen Zopf fortfahren.

Den Zopf wieder mit dem verquirlten Ei bestreichen und Hagelzucker darüber streuen.

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Backofen auf 180°C (Umluft) vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen und den Zopf darauf legen.

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Auf mittlerer Schiene ca. 30 – 35 Minuten backen. Herrlich!

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Viel Spaß beim Nachbacken. Vielleicht schaut es bei Euch beim ersten Versuch ja hübscher aus. Mein 2. Versuch hat übrigens auch schon besser geklappt, aber davon gibt es keine Fotos.

Das Ursprungsrezept stammt von Hannes Weber aus “Lust auf Backen”. Ich habe es ein wenig abgewandelt und die Rumrosinen weggelassen.

Tüdeldü!

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Blutorangensorbet mit Gin und Schokostückchen

Blutorangensorbet

Huhu – lange nicht gesehen. Aber so kurze Trennungen sind ja manchmal nicht schlecht. Ich hab’ mich nun extra geduscht, Haare gekämmt und mich in frische, sexy Schlabbertrainingshosen gequetscht (nur das Beste für Euch, meine Lieben) und die Eismaschine angeschmissen.

Eis isst man nur im Sommer? Pah! Eis mit Schuss geht immer. Zu dieser Eiskreation hat mich ein Kollege (der Ginsüchtler) genötigt.

Naja, für neue Eisrezepte bin ich immer offen. Also warum nicht? Wenn er mal wieder nervt, kann ich ihm eine Kugel ins Gesichtsloch stopfen und a Ruh’ is’!

Rezept für 600 mL Eis:

500 mL Blutorangensaft
100 mL Gin
80 g Staubzucker
50 g gehackte Vollmilchschoki (Zartbitter geht bestimmt auch. Aber ich bevorzuge Vollmilch)

Blutorangensaft, Zucker und Gin miteinander vermischen und in die Eismaschine schmeißen. Kurz bevor das Sorbet (nach ca. 20 Minuten) zu fest wird, noch schnell die Schokoladenstückchen dazu geben. Fertig.

Menschen ohne Eismaschine geben das Sorbet (ohne Schoki) in ein tiefkühlgeeignetes Gefäß und geben es für 3-4 Stunden in den Tiefkühler. 1x/Stunde alles mit einer Gabel verrühren, damit nicht einfach nur ein EIsklotz entsteht. Auch hier die Schoki, kurz bevor das Sorbet zu fest wird, dazu geben und umrühren.

Chin-Chin und Gin-Gin!

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Vanillesterne mit Dulce-de-leche-Creme

Vanillesterne mit Dulce-de-leche-Creme

Ab einem gewissen Alter freut man sich über jedes Kompliment – auch über die fragwürdigen. “Ich hätte gedacht, du wirst lesbisch aussehen. Aber nein, gar nicht!” hat eine Kollegin mein Outfit (schwarzer Smoking mit dunkelroter Fliege und dunkelrotem Kummerbund aka Partybund) für die Weihnachtsfeier kommentiert. Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen.

Zutaten für ca. 30 Stück:

Teig:
250 g Mehl
60 g Staubzucker
Mark von 1 Vanilleschote oder 1/2 TL gemahlene Vanille oder 1 Pckg. Vanillezucker
125 g weiche Butter
1 Eigelb

Creme:
400 mL gezuckerte Kondensmilch
oder ungezuckerte und 4 EL Zucker

Mehl, Staubzucker, Vanillemark (oder die Alternativen), Butter und Eigelb in eine Schüssel geben und rasch zu einem glatten Teig verkneten. Anschließend in Frischhaltefolie verpackt für ca. 2 Stunden in den Kühlschrank legen.

In der Zwischenzeit wird die Creme hergestellt. Die Kondensmilch in eine Metallschüssel geben und ca. 2 Stunden lang über dem Wasserbad cremig köcheln. Öfters umrühren.

Backrohr auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Den Keksteig aus dem Kühlschrank nehmen und ca. 3 mm dick ausrollen und in diesem Fall mit einem Sternchenkeksausstecher Sternchen ausstechen. Wählt die Form, die euch am besten gefällt.
In eine Hälfte der Sterne mit einem kleineren Sternenkeksausstecher Ministernchen ausstechen, muss aber nicht sein. Meine Faulheit hat mich nach der Hälfte der Hälfte dazu getrieben aufzugeben und auf die Löcher zu pfeifen ;) schaut auch schön aus.

Kekse auf mittlerer Schiene für ca.  10-12 Minuten backen und anschließend auskühlen lassen.

Die Mitlochhälften mit Staubzucker bestäuben und auf die Ohnelochhälften einen Klecks der Creme geben und verstreichen.
Mit- und Ohnelochhälften vereinen und freudig strahlen, weil das anstrengende Werk vollbracht ist.

In einer Keksdose halten die Sternchen eine gute Woche bis 10 Tage.

Das Rezept stammt aus “Frisch gekocht” 12/2014.

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Schokobällchen

Schokobällchen

Da ist man so nett und dekoriert den Arbeitsplatz des Kollegen während dieser auf einer Geschäftsreise ist und was ist der Dank?

Man droht mir um 07:18 (!!!) in der Früh per SMS, dass die Rache gigantisch sein wird und am Nachmittag werden meine Kekse beschimpft und schlecht gemacht. Eine bodenlose Frechheit, die ich so nicht durchgehen lassen werde.

Da müssen Erziehungsmaßnahmen her.
Wie ich den Platz verschönert habe? I love Justin Bieber-Poster so weit das Auge reicht. Auf dem Bildschirm, Bürosessel, an den Wänden. Das Telefon, Notizbuch, Stempel, Stiftebecher und Handysitzsack damit eingewickelt.

Die Schokolade auf dem Tisch (ein Geschenk vom Chef) mit Papier eingewickelt, auf dem 3 wirklich hübsche, leicht bekleidete Männer zu sehen waren. Offenbar waren sie sehr müde, denn alle 3 sind im Bett gelegen ;)

Alles völlig harmlos.

Wie auch immer.

Rezept für ca. 40 Stück.

Für die Kugeln:
50 g Zartbitterschoki (70%)
250 g Mehl
100 g gemahlene Haselnüsse
1 EL Kakaopulver
1 Prise geriebene Muskatnuss
175 g kalte Butter (in kleine Würfel geschnitten)
2 EL Schlagobers

Zum darin wälzen:
1 EL Kakaopulver
3 EL Zucker
1 Pckg. Vanillezucker

Alles in die Küchenmaschine schmeißen und zu einem glatten Teig verkneten lassen.
Zu 2 Rollen formen, in Frischhaltefolie einwickeln und für 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Backrohr auf 175° C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Teigrollen aus dem Kühlschrank nehmen und walnussgroße Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben.

Auf mittlerer Schiene für ca. 15 Minuten backen. Danach noch warm in der Kakao-Zucker-Vanillezuckermischung wälzen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Vorschläge für Kollegenerziehungsmethoden bitte in den Kommentaren oder auf meiner Facebookseite posten oder per Mail an info@kiss-the-cook.at schicken . Immer her damit!

 

 

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Pinienkern-Biscotti

Pinien-Biscotti

Hallo! Mein Name ist Mrs. KissTheCook und ich hasse es, Kekse zu backen.

Da, jetzt ist es raus. Und dennoch backe ich dieses Jahr wieder Unmengen. Total gestört! Mal ehrlich – wieso das Ganze? Teig kneten, in den Kühlschrank legen und ruhen lassen, ausrollen, ausstechen, backen, auskühlen lassen, bla bla. Ich bin schon ganz erschöpft nur vom Aufschreiben.

Aber dann – fuchtelt man mit der vollen Keksdose vor den Nasen der Familie, Freunden oder Kollegen rum und fragt “Naaaa? Riecht das gut? Hättest gerne ein Keksi?”. Das Sabbern deute ich dann meistens als ein ja. “Wie gerne hättest du denn ein Keksi? Die sind nämlich traumhaft gut.” Schön brav die Erwartungen schüren. Denn mal ehrlich – alle Kekse, die hier noch kommen, sind auch traumhaft gut. Machen wir uns nichts vor (btw, Bescheidenheit ist nicht so mein Ding).

Sobald die armen Opfer nun also ihr Hirn ausschalten und nur noch im Keksland leben, kann man alles von ihnen einfordern, was man will. Alles!

Und genau deswegen backe ich also Kekse!

Rezept für ca. 30 Stück:

200 g weiche Butter
50 g Staubzucker
1 Prise Salz
1 TL gemahlene Vanille (oder das Mark einer Vanilleschote)
200 g Mehl
3 EL brauner Zucker
4-5 EL Pinienkerne

Das Backrohr auf 180° C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Butter, Staubzucker, Salz, Vanille und Mehl in die Küchenmaschine schmeißen und zu einem krümeligen Teig verarbeiten lassen (die Betonung liegt auf lassen – wir heimsen das Lob  ein, lassen aber die Arbeit von anderen erledigen ;)).

Walnussgroße Stücke vom Teig nehmen, Kugeln formen und aufs Backblech (Backpapier nicht vergessen) legen.

Die Teigkügelchen mit braunem Zucker bestreuen und mit dem Boden eines Glasen ein wenig runterdrücken. Nun die Pinienkerne draufstreuen und die Kugerl mit dem Glas auf ca. 1 cm flach drücken.

Auf mittlerer Schiene für ca. 12 Minuten backen. Die Plätzchen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

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