Zitronen-Ricottakuchen

Zitronenricottakuchen

Bevor meine liebe Kollegin Olga noch Amok läuft, weil sie seit Wochen auf dieses Rezept hier wartet, werde ich  es doch schnell veröffentlichen.

Olga ist  ein ganz heißer Feger, der auf  Partys gerne Netzstrümpfe trägt und mit einem heißen Ostblockakzent aufwarten kann. Somit Traum aller Männer und betrunkener Mrs.KissTheCooks.

Die liebe Olga heißt ja in Wirklichkeit ganz anders, aber als überaus  engagierter und motivierter Partygast, hat sie  für meine Russenparty doch glatt eine eigene Partyfigur entwickelt, Perücke und knallroten Lippen inklusive. Ich muss jetzt noch die Klimaanlage einschalten, wenn ich an die Netzstrümpfe zurück denke. Solche Gäste lob ich mir.

Nach der Party hat sie mich mehrmals verzweifelt gebeten nach ihrem verlorenen Russenring zu suchen. So viel Zeit habe ich schon sehr lange nicht mehr auf meinen Knien verbracht ;) dennoch war er unauffindbar. Selbst den Staubsaugerbeutel habe ich halb würgend durchsucht. Nada.

Jetzt, fast  ein Jahr später, hat sie ihn in einem ihrer Schuhe gefunden. Die Frau hat entweder eindeutig schuhtechnisch zu viel Auswahl oder so viel Hornhaut an den Hüfchen, dass ihr dieser Fremdkörper beim Gehen nicht aufgefallen ist. Über diese Verfehlungen ihrerseits, sehe ich aber großzügig hinweg und heirate sie in meinem nächsten Leben. Hoffentlich trägt sie zur Hochzeit dann wieder ihre Netzstrümpfe.

Rezept für eine Kastenform (ca. 35 cm):

4 Eier (Größe M)
150 g weiche Butter
160 g Zucker
250 g Ricotta
abgeriebene Schale und Saft von 2 Zitronen (muss ich erwähnen, dass sie unbehandelt sein sollen?)
160 g gemahlene Haselnüsse
80 g Mehl (ich habe für Olga glutenfreies verwendet)
2 gestrichene TL Backpulver
1 Prise Salz
 Staubzucker zum Bestäuben

Die Kastenform entweder gut einfetten oder mit Backpapier auslegen (ich empfehle das Backpapier). Das Backrohr auf 180°C (Heißluft) vorheizen.

Die Eier trennen und das Eiweiß mit dem Salz zu Schnell schlagen. Danach zur Kühlung in den Kühlschrank stellen.

Eigelb, Butter und Zucker schaumig (hellgelb rühren) und anschließend mit dem Ricotta und der Zitronenschale und -saft verrühren.

Nun den Eischnee vorsichtig unter die Masse heben. Am besten zuerst 1/3 vom Schnee eher wild umrühren, dann lassen sich die letzten 2/3 leichter unterheben (behutsam).

Den Teig in die Form füllen, glatt streichen und für  ca. 50-55 Minuten in der unteren Hälfte des Backrohrs backen.

Danach in der Form auskühlen lassen und mit Staubzucker bestäuben.

Viel Spaß beim Nachbacken  und ein Bussi an Olga!

Das Originalrezept stammt aus dem Buch „Cake – Genial einfach und schnell“ von Ursula Furrer-Heim.

Share This:

Tarte mit Kürbis und süßem Knoblauch auf Walnussboden

 

KürbisKnoblauchWalnussTarte ganz

Dieses Essen habe ich mir hart verdient. Eigentlich ist, laut Rezept, ein Mandelboden vorgesehen, aber Oma-KissTheCook hat  mich reichlich  mit Walnüssen aus dem Garten beschenkt.  Über 1 Stunde habe im Schweiße meines Angesichts Walnüsse geknackt (und nur ca. 1/4 davon gleich geknabbert -ohne Knabbereinlagen meinerseits hätte es vielleicht auch nur eine halbe Stunde gedauert).

Das nächste Mal würde ich den Teig dünner „ausrollen“, die Ränder waren mir ein wenig zu dick. Möglicherweise wird es das nächste Mal eine ränderlose Tarte im normalen Springformtortenboden. Lassen wir uns  überraschen. Definitiv wird es ein nächstes Mal geben. In ein paar Wochen steigt eine kleine Party mit einigen Gästen, die sich glutenfrei ernähren.

Übrigens konnte man den Teig nicht ausrollen, da ich die  Walnüsse frisch gemahlen (im Food Processor pulverisiert) habe und  sie  dementsprechend recht feucht waren.

Rezept für  eine Tarte (ca. 28  cm Durchmesser):

Boden:
375 g gemahlene Walnüsse (oder Mandeln)
1 gestrichener TL Salz
1/2 TL Natron
30 g weiche Butter
2 Eier (Größe M)

Füllung:
250 g Kürbis (ich habe Stangenkürbis verwendet)
die geschälten Knoblauchzehen von 2 Knollen
30 g Butter
1 EL Ahornsirup
1 El Weißweinessig
2 Eier (Größe M)
250 g Naturjoghurt
60 g geriebener Käse (ich habe Red Leicester verwendet)
100 g Ziegenfrischkäse
1 EL gehackte Petersilie
Salz und Pfeffer

Für den Teig  die angegebenen Zutaten in die Küchenmaschine (Food Processor) schmeißen und zu einem Teig verarbeiten  (hat die Konsistenz von feuchtem Sand). Eine Tarteform (oder auch Tortenform) einfetten. Den Teig habe ich einfach so hineingegeben und mit den Fingern am Boden und den Wänden entlang flach gedrückt. Wie gesagt, habe ich schlampig gearbeitet und die Ränder sind zu dick geworden.

Form samt Teig für ca. 10-15 Minuten in den Kühlschrank geben. Währenddessen Backrohr auf 180°C Heißluft vorheizen.

Auf mittlerer Schiene den Boden 10 Minuten blindbacken und anschließend weitere 10 Minuten nackert (ohne Bohnen oder Erbsen) backen. Zur Seite stellen.

Für  die Füllung den Kürbis in 1 cm dicke Würfel schneiden und auf einem Backblech (Backpapier nicht vergessen)  für ca. 20-30 Minuten in den Ofen schieben (das habe ich parallel zum Blindbacken gemacht).

Die Knoblauchzehen in einem kleinen Topf mit  etwas Wasser (hmmmm ca. 75 mL) auf mittlerer Stufe köcheln – ca. 10-12 Minuten (bis der Knoblauch fast weich ist). Die Butter hinzufügen und ein wenig die Hitze raufdrehen, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist und der Knoblauch langsam braun wird.

Ahornsirup, Apfelessig und ein wenig Salz hinzufügen und etwa  10 Minuten köcheln, bis  ein dickflüßiger Sirup entsteht (köstlich!).

Joghurt, Eier, geriebenen Käse, Salz, Pfeffer und Petersilie miteinander verquirlen.
Kürbisstückchen auf dem Tarteboden verteilen und mit der Joghurt-Eimasse übergießen. Die karamellisierten Knoblauchzehen und den Ziegenfrischkäse in Tupfen darauf verteilen.

Für ca. 30 Minuten auf mittlerer Schiene bei 170°C im Ofen backen. 
Die Tarte kann  heiß oder lauwarm gegessen werden.

Das Rezept stammt aus dem Buch „Hemsley Hemsley – natürlich gut essen“. Der Kauf war eher ein Zufall, nachdem ich ursprünglich auf der Suche nach etwas ganz anderem war. Verlassen habe ich den Buchladen mit diesem Kochbuch, einem Häkelset (Süße Eule – selbst gemacht) und einem kleinen Wecker.
Aus der Eule ist ein winziger Schal für eine Eule geworden, nachdem ich einfach nur geradeaus stricken kann :).

Der kleine Wecker landet in einem meiner Weihnachtsschuhkartons.

Falls ihr zu viele Euronen habt (wem geht’s nicht so…?*hust* *Ironie*), gerne Weihnachtsgeschenke einkauft (ääääh – ihr seid mir suspekt) oder gerne anderen, insbesondere Kindern, eine Freude macht (willkommen in meiner Welt) – dann würde ich euch die  tolle Aktion Weihnachten im Schuhkarton ans Herz legen. Bis zum 15. November 2015 können die Geschenkkartons abgegeben werden. Sammelstellen findet ihr auf der Homepage.

Meinen Kartons fehlt nur noch ein kleines Spielzeug, dann können sie sich auch schon auf ihre Weihnachtsreise begeben.

(Die Organisation von Weihnachten im Schuhkarton hat diesen Post nicht gesponsert. Es war mir ein persönliches Bedürfnis euch darauf aufmerksam zu machen).

KürbisKnoblauchWalnussTarte Stück

Share This:

Schokokuchen mit Biss für Halloween

Schokokuchen Halloween

Ursprünglich hieß dieser Kuchen mal Zebrakuchen – und das auch berechtigt….wenn man denn die Kinderschokoriegel richtig angeordnet hätte (nämlich der Länge nach). So aber – BAM! – Hallo Halloweenkuchen mit Biss! Ich würde noch eine zweite Reihe an Zähnen empfehlen, damit wir auch ein hübsches Oberkiefer haben ;) aber hey, es war ursprünglich ein Unfall  und den könnt ihr ja noch bis zu eurer Party ausbauen.

Das Originalrezept (mit weniger Schokoriegeln – pfffft!) findet man im netten Büchlein „Cake“ von Ursula Furrer-Heim.

Zutaten für eine Kastenform (ca. 35 cm):

170  g weiche Butter
200 g Zucker
4  Eier (Größe L)
1 Prise Salz
200 g Mehl
30 g Kakao (bitte das gute Zeug ohne Zuckerzusatz)
2 gestrichene TL Backpulver
12-15 Kinderschokoriegel bzw. 24-30 Stück für Unter- und Oberkiefer (je nachdem wie lang eure Form ist und ihr eine doppelte Schicht für die oberen und unteren Beißerchen machen wollt)

Backrohr auf 180°C Umluft vorwärmen. Backform einfetten oder mit Backpapier auslegen (ich spreche mich für das Backpapier aus).

Butter, Zucker, Eier und Salz in die Küchenmaschine schmeißen und schaumig (hellgelb) mixen. Die trockenen Zutaten (Mehl, Kakao und Backpulver) vermischen und auf die Ei-Buttermischung sieben und alles miteinander verrühren.

Solltet ihr nur  eine Schokoriegelschicht nehmen, dann reicht es die Masse in die Form zu füllen und die Schokoriegel tief in die Masse zu drücken, bis sie verschwunden sind. Für eine 2. Reihe würde ich zuerst eine Hälfte des Teigs einfüllen, Schokoriegel reindrücken, 2. Teighälfte darüber streichen und die 2. Reihe an Schokoriegeln reindrücken und alles glatt streichen.

Für ca. 40 Minuten auf der unteren Schiene backen und in der Form vollständig auskühlen lassen.

Bis(s) zum nächsten Mal (lahmste Verabschiedung ever!)!

 

Share This:

Nachgebacken: Mohn-Zwetschkenkuchen

 

Mohn-Zwetschken-Kuchen_teil

Jaja, man bedient sich nicht nur an den geschätzten 300 Koch- und Backbüchern (vor allem, wenn man erst 4 Backbücher letzte Woche ergattert hat), die in den unendlichen Weiten der eigenen Bücherregale vor sich hinschlummern – nein, man durchstöbert auch die Blogs  der Konkurrenz.

Mama-KissTheCook hatte unlängst Geburtstag. So viel sei zum Alter verraten – sie  ist volljährig. Diese Dame, deren Hüften mich heute noch vorwurfsvoll anblicken, wird von mir  liebevoll „der Kuchenfriedhof“ genannt. Gute  Beschreibung für ihre quasi unbeschreibliche  Kuchenliebe?
Mohn hat es ihr besonders angetan, Zwetschken mussten aufgebraucht werden, mein Gehirn hat mir ausnahmsweise einen guten Dienst erwiesen und mir Maras Kuchenrezept ins Gedächtnis gezaubert. So schnell lassen sich die Diätabsichten der gnädigen Frau Mutter vernichten.

Ich habe Maras Rezept  ein wenig abgewandelt – ganz ehrlich, wozu sollte ich nur 150 g Mohn nehmen, wenn in der Packung 200 g enthalten sind und man de facto niemals zu viel Mohn in einen Kuchen stopfen kann:

Für den Mürbteig:
125 g kalte Butter in kleine Würfel geschnitten
1 kaltes Ei (Größe M)
75 g Zucker
1 Pckg. Vanillezucker
225 g Mehl
1/2 Pckg. Backpulver

Für die Füllung:
100 g Sauerrahm
400 g Magertopfen
2 Eier (Größe M)
150 g Zucker
200 g Mohn, gemahlen
2  EL Vanillepuddingpulver
500 g Zwetschken (Mara nimmt 1 kg – mein Haushalt konnte nicht mehr entbehren)

Für die Streusel:
125 g Mehl
75 g Zucker
100 g kalte Butter in Würfel geschnitten
25 g gemahlene Mandeln
50 g feine Haferflocken (zartschmelzend)

Den Boden einer 28cm Springform mit Backpapier auslegen und die Seiten mit  Butter einfetten.
Was den Mürbteig  betrifft, bin ich eine ganz eine Faule. Mara hat den Teig ganz fleißig mit ihren eigenen Händen verknetet. Ich habe alle Zutaten in die  Küchenmaschine (Häcksler) geschmissen (ja, nicht einmal liebevoll hineingleiten lassen) und die Maschine so lange arbeiten lassen, bis der Mürbteig die Konsistenz von feuchtem Sand hatte.
Anschließend hat Mara den Teig ganz vorbildlich ausgerollt. Auch das habe ich mir erspart und den Teig in die Form gegeben und mit den Händen glatt gedrückt.  Die Ränder wurden ca. 3-4 cm hoch mit Teig bekleidet. Mit der Rückseite eines Löffels habe ich alles glattgestrichen. Anschließend wandert der Teig samt Form für  eine halbe Stunde in den Kühlschrank.

Für die Füllung mixt (oder lässt mixen – ohne Küchenmaschine würde ich sterben) einfach alle Zutaten zusammen.

Die Zwetschken werden halbiert, entkernt  und einfach in Scheiben geschnitten (jegliches andere Steinobst oder auch Äpfel stelle ich mir genauso wunderbar vor).

Die Streusel habe ich genauso wie den Mürbteig zubereitet – Stichwort feuchter Sand.

Backrohr auf 180°C Umluft vorheizen. Füllung auf dem Mürbteig verteilen und glatt streichen. Obst schön darauf arrangieren und die  Streusel (ruhig auch gröbere Stücke mit den Händen formen) darauf verteilen.

Auf mittlerer Schiene für ca. 35 Minuten backen und vollständig in der Form auskühlen lassen. Anschließend für  ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen, oder (so wie  ich) über Nacht in der kühlen Küche vergessen.

Mohn-Zwetschken-Kuchen_ganz

Übrigens waren nach dem Shooting weit weniger Streuseln auf dem Kuchen zu finden, als davor  *sabber* und das obwohl ich gar nicht dürfte #VerboteneFrüchteSchmeckenAberSoGut

Share This:

Erdnussbutterkekse

Erdnussbutterkekse

Huch! Da kommt ja noch ein Cookierezept. Aber dieses hier kann ich euch nicht vorenthalten. Mein Blog – meine Regeln. Wenn’s sein muss, veröffentliche ich ein Jahr lang täglich ein Keksrezept. Wer will mich schon aufhalten?

Es werden sowieso noch einige süße Rezepte folgen. Ich habe einen kleinen „Umtrunk“ (=Kuchen, Kekse und Cocktaileis) im Büro abgehalten und die lieben Kollegen gemästet und abgefüllt.

Rezept für (in meinem Fall) 27 Kekse:

130 g weiche Butter
200 g brauner Zucker
1 Ei
1 TL Vanilleextrakt (oder das Mark einer Vanilleschote)
200 g Mehl
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
300 g cremige Erdnussbutter (ohne Stückchen)
150 g gesalzene und geröstete Erdnüsse

Los geht’s. Backrohr auf 170°C Umluft vorheizen.
Butter und Zucker in der Küchenmaschine oder mit einem Mixer schaumig rühren. Ei und Vanilleextrakt/mark hinzufügen und weiterrühren. Anschließend die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver und Natron) vermischen und auch unterrühren.
Zu guter Letzt wird die Erdnussbutter hineingegeben aber nicht zu lange gerührt.

Den Teig formt man nun zu Kugeln (golfballgroß), legt sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und drückt sie ein wenig flach.
Die Erdnüsse grob hacken und auf den Teigscheiben verteilen.

Auf ausreichend Abstand achten. Ich habe jeweils 9 Kekse auf ein Backblech verteilt und für ca. 12 Minuten gebacken.

Heiß sind die Kekse noch ganz weich – 5 Minuten ruhen lassen und dann vorsichtig auf ein Kuchengitter legen und auskühlen lassen, damit die nächste Fuhre gebacken werden kann.

Die Kekse schmecken wunderbar zu Eis – hmmmm, wie wäre es schlicht und einfach mit Vanilleeis – vielleicht ein wenig darüber bröseln *sabber* – merkt man, dass ich seit Monaten auf Zuckerentzug bin? *seufz*

Gutes Gelingen und viel Spaß beim Nachbacken.

Übrigens stammt das Rezept aus dem Buch „Baking made easy“ von Lorraine Pascale. Ich besitze nur das englischsprachige Buch, daher weiß ich leider nicht wie das deutschsprachige heißt. Obendrein bin ich zu faul es zu googeln.

Share This:

Nigellas ultra-giga-mega-schokoladige Chocolate Chip Cookies

Schokokekse Nigella

Ich glaube, es ist kein Geheimnis, dass ich ein großer Fan (*hust* Groupie *hust*) von Nigella Lawson bin. Wie kann man diese Frau auch nicht vergöttern? Mit 50+ so auszusehen – würde ich auch gerne mit 50- (wie  jetzt) schaffen ;)

Sie  ist eine der wenigen Köchinnen, der ich es auch abkaufe, dass sie gerne kocht UND isst (!).  Natürlich habe ich nichts gegen schlanke, kochende Menschen einzuwenden – aber die mit kleinen Speckröllchen erobern mein Herz leichter. Man liegt auf ihnen auch viel bequemer. Ich schweife ab.

Nachdem ich ja Süßes derzeit umschiffen muss, aber dennoch gerne backe, profitieren eben meine Gäste davon.

Erst letzte Woche habe ich 4 hübsche Damen quasi zwangsernährt. Eine davon ist Schneebällchens Frauchen, die Käse liebt und mir nicht abkaufen wollte, dass Käsestückchen in den Cookies sind. Recht hatte sie – glaubt keiner Frau, die keinen Zucker essen darf! Die druckt nur Geschichten.

Rezept für (in meinem Fall – weil ich den Keksteig bundesheergenau mit dem Eisportionierer aufs Backblech befördert habe) 21 Kekse:

Übrigens, nachdem ich mich ausnahmsweise mal ganz genau an ein Rezept gehalten habe, könnt ihr das Original in englisch direkt auf Nigellas Homepage nachlesen (ich habe es aus ihrem Buch Nigella Express).

125 g Zartbitterschoki (70%)
150 g glattes Mehl
30 g Kakaopulver (lt. Rezept gesiebt, dafür war ich zu faul)
1 gestrichener TL Natron
1/2 TL Salz
125 g weiche Butter
70  g brauner Zucker
50 g weißer Zucker
1 Pckg. Vanillezucker
1 kaltes Eis (Größe L)
350 g Schokodrops (backfest)

Das Backrohr auf 170°C (Umluft) vorheizen. Schoki in der Mikrowelle oder über dem Wasserbad schmelzen.

Die trockenen Zutaten (Mehl, Natron, Kakao) in einer Schüssel miteinander vermischen. Butter und Zucker (alle 3 Sorten)  in die Küchenmaschine geben und schaumig aufschlagen. Die geschmolzene Schoki dazugeben, anschließend das kalte Ei unterrühren, dann die Mehlmischung und zum Schluss die Schokodrops unterheben.

Das Backblech mit Backpapier auslegen, einen Eisportionierer und ein Buttermesser schnappen.

Mit dem Eisportionierer Keksteig aus der Schüssel entnehmen und mit dem Messer glattstreichen. Den Teigklumpen aufs Backblech plumpsen lassen und nicht flach drücken! So entstehen lauter gleichgroße, hübsche Coookies, die außen knusprig und innen noch saftig weich sind. Mindestabstand von 4-5 cm einhalten!

Ca. 16-18 Minuten backen, aus dem Ofen holen und noch für 5 Minuten auf dem Blech ruhen lassen. Anschließend auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Diese Kekse habe ich zu meinem Himbeer-Mascarpone-Eis serviert.

Share This:

Wochen(glück)-Rückblick 300815

WRB-

Was hat dich in dieser Woche glücklich gemacht?

Diese Frage stellt sich jede Woche Denise aka Fräulein Ordnung.

Nun auch wieder meine schönsten Momente der Woche:

1 (2)

Mitten unter der Woche um 10 Uhr ein romantisches Kaffee-/Kakao-Date mit Mr. KissTheCook. Für ihn übrigens schon der 2. (!) Kakao des Tages :-D und ein Marillencroissant darf natürlich auch nicht fehlen (hachja, die Jugend kann sichs leisten).

3 (2)

Dann gab es noch ein Mädelsmittagessen, samt kleinem, 1 3/4-jährigem Charmeur, der als Hahn im Korb fungierte und zu allen 3 Gängen mit einem lauten und überzeugten „Ja!“ auf die Frage, ob es ihm denn schmeckt, geantwortet hat. Der Gesichtsausdruck hat leider nicht immer zum „Ja!“ dazu gepasst, aber daran arbeiten wir noch.

2 (2)

Einmal war dann abends auch die Familie zu Besuch – lauter Fleischfresser, die mit frisch gekauften Grillhenderln verköstigt wurden. Mein Beitrag: Teller, Besteck und dieser serbische Hirtensalat (Šopska salata), bestehend aus: geschälter Salatgurke, rotem Spitzpaprika, Paradeisern, fein gehackter Zwiebel, neutralem Pflanzenöl, Salz und geriebenen Weichkäse in Salzlake (vom Türken).

4 (2)

Und ich weiß, ich bin ein langweiliger Mensch, aber der Schlossgarten Schönbrunn ist quasi mein eigener Garten. Hier habe ich schon als 2-jährige die Steinchen gelutscht, wenn Mama-KissTheCook nicht hingeschaut hat. Jeder Spaziergang (wenn das Wetter passt, also unter 25°C und bewölkt) zaubert mir ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht.

Einen schönen Sonntagnachmittag wünscht euch Mrs. KissTheCook.

Share This:

Warmer Kürbissalat mit Champignons und Avocado

Warmer Kürbis-Pilzsalat

Die Temperaturen sind zwar immer noch hochsommerlich (leider!), aber Klimaanlage sei Dank, sind wir schon den ganzen Sommer herbstlich unterwegs – warum also nicht auch auf dem Teller?

Zutaten für 2 Hauptspeisen oder 4 Vorspeisen (oder Beilagen):

1 kleiner Kürbis (hier Butternuss. Warum? Muss man nicht schälen ;) Faulheit siegt)

ca. 300 g Champignons (hier Egerlinge)
ca. 100 g Rucola
1 Avocado (weil sie gerade im Kühlschrank rumgekugelt ist)
1 Mozzarella (Blauschimmelkäse passt auch hervorragend, so schlägt es auch das Originalrezept vor)

Croutons (aus 1-2 Scheiben Vollkornbrot – einfach getoastet und in Würfel geschnitten, damit man auch was zum Beißen hat und nicht das ganze Essen an ein Gericht aus dem Altersheim erinnert – zahnlosfreundlich)

2 Knoblauchzehen
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Balsamicoessig

Kürbis in mundgerechte Würfel schneiden, Knoblauch in dünne Scheiben schneiden und gemeinsam mit etwas Olivenöl und einer großzügigen Prise Salz und Pfeffer in eine ofenfeste Form geben und für ca. 40 Minuten bei 180°C im Backrohr weich garen.

In der Zwischenzeit die Champignons putzen und in dicke Scheiben schneiden. In einer heißen Pfanne mit etwas Öl goldbraun braten – kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

Kürbis und Champignons lauwarm werden lassen, Vollkornbrot toasten und in Würfel schneiden. Avocado in Würfel schneiden (die Technik überlasse ich euch – ich halbiere die Avocado, schneide kreuzförmig das Fleisch in der Schale und hole die Würfel mit einem Löffel raus).

Mozzarella in kleine Stücke zupfen und alle Zutaten in eine Schüssel geben.

3 Teile Öl und 1 Teil Essig (hier reichen 3 EL Öl und 1 EL Essig) miteinander vermischen und über den Salat gießen.

Den Salat auf einem Teller anrichten und mit den Croutons dekorieren.

Das Originalrezept mit Blauschimmelkäse, ohne Croutons und anderen Mengenangaben stammt von Hugh Fearnley-Whittingstall (diesen Nachnamen muss ich ausnahmslos jedes Mal googlen) und seinem tollen Buch „Täglich vegetarisch“.

Share This:

Himbeer-Mascarpone-Eis (zuckerfrei)

Himbeer-Mascarpone-Eis zuckerfrei

Die neue no-sugar-Diät? Nope, manchmal muss das weiße Gold einfach fernbleiben – aber es gibt ja genug Alternativen. In diesem Fall kein Birkenzucker oder Stevia oder sonstige Ersatzprodukte, sondern stinknormales Flüssigkandisin.

Bei diesem Rezept wird auch keine Eismaschine benötigt, sondern einfach nur ein Tiefkühler und ein wenig Geduld.

Zutaten für ca. 8 Personen:

1 Ei (L)
4 Eidotter (auch Größe L)
nach Gusto 5-8 Spritzer Flüssigsüße, oder 2 1/2 EL Stevia
80 g Mascarpone
1 Verschlusskäppchen Vanilleextrakt oder 1/4 TL gemahlene Vanille oder das Mark einer Vanilleschote
400 g Schlagobers
ca. eine großzügige Handvoll frische oder TK Himbeeren

Ei, Eidotter und Süßungsmittel miteinander verquirlen und über einem Wasserbad hellgelb, schaumig aufschlagen, bis die Masse etwas dicker wird. In einem kalten Wasserbad 2 Minuten weiterrühren und abkühlen.

Mascarpone, Vanille und Schlagobers miteinander verrühren und ein wenig schaumig aufschlagen. Nun die  Eimasse unter die Mascarpone-Schlagobersmischung vorsichtig unterrühren und in gefriergeeignete Formen Füllen. Die Himbeeren drüberstreuen (sie versinken eh von selbst) und für mindesten 3-4 Stunden in den Tiefkühler schieben.

Da dieses Eis eben nicht in der Eismaschine gemacht wird, ist es auch nicht ganz so cremig und wird recht hart. Das Eis muss vor dem Servieren mindestens 10-15 Minuten antauen – aber danach ist es in sekundenschnelle aufgeschnupft ;).

Das Rezept stammt aus meiner neuesten Anschaffung  „Die zuckerfreie Küche“ – die samtige Avocado-Schokoladen-Creme steht schon auf meiner to-do-Liste!

Cooles Gelingen wünscht Mrs. KissTheCook,

Share This:

Wochen(glück)-Rückblick 230815

WRB-

Was hat dich in dieser Woche glücklich gemacht?

Diese Frage stellt sich jede Woche Denise aka Fräulein Ordnung.

Nun hatte ich endlich wieder mehr Zeit und teile mit euch meine schönsten Momente der Woche.

7

In dieser Woche war ich so brav, dass ich mich mit einem schönen Blumenstrauß quasi belohnen musste.

6

Bei schönstem Sommerwetter (Regen und 19°C- das ist wirklich mein Lieblingswetter und nicht ironisch gemeint) wurde mein Körper durch den Schönbrunner Schlossgarten dirigiert, vorbei am Palmenhaus.

5 (2)1

Ja, so schön ist es in Wien.

2

Und wie so oft in letzter Zeit, hatten wir wieder Gäste zu Besuch. Ich koche furchtbar gerne für Gäste. Da kann ich immer neue Gerichte ausprobieren, ohne dass Mr. KissTheCook motschkern kann (mehehehe).

Und keine Sorge – es gab mehr zu essen, als nur ein paar aufgeschnittene Avocado- und Caprese-Wraps.

Habt  noch einen schönen Sonntagnachmittag.

-Mrs. KissTheCook

Share This:

Social Widgets powered by AB-WebLog.com.