Molekulare Cocktails (Erlebnisbericht)

Alkohol findet auf den unterschiedlichsten Wegen zu mir. In letzter Zeit meistens in Form von Eis. Wie in der “Ich schleck’ mich hackedicht!”-Reihe schon mehrfach bewiesen:

Baileyseis, Strawberry-Daiquiri-Sorbet, Eierliköreis, Zuckermelonen-Mango-Daiquiri-Sorbet, Grasshopper Icecream, Tequila Sunrise Eis, Himbeer-Rum-Sorbet, Orangen-Aperol-Sorbet, White Russian Eis, Wassermelonen-Campari-Sorbet und Blutorangen-Gin-Sorbet mit Schokostückchen.

Nun bot sich mir aber eine unwiderstehliche Gelegenheit. mydays.at* war so nett mir einen kleinen Gutschein zu spendieren. Da fiel die Wahl auf das passende Erlebnis nicht schwer.  Alkohol in Form von Cocktails – kein Problem, aber das haut mich (einige Lenzchen alt) jetzt nicht mehr so vom Hocker. Naja Cocktail Nr. *beliebige 2-stellige Zahl hier einfügen* wirft mich dann doch schon meist zu Boden ;).

Was? Blue Curaçao als Kaviar? Cocktailgel aus der Tube?  Alkoholischer Schaum mit Geschmack? Wie?

Und genau das wurde uns innerhalb von 3 feuchtfröhlichen Stunden beigebracht.

Nachdem ich mich ganz alleine in dieses Wagnis gestürzt habe (Mr. KissTheCook wäre schon am Hantieren mit dem Geschirrtuch gescheitert *fieser Seitenhieb der eigenen Ehefrau*) und alle anderen 11 Kursteilnehmer entweder Pärchen oder Freunde in Gruppenform waren, wurde ich aus der Ferne ein klein wenig bemitleidet – zudem ich auch noch die kleine Fingerhandschelle zu Hause auf der Waschmaschine vergessen habe und somit quasi wieder ledig ;) war.

Abgestempelt als einsamer MOF (Mensch ohne Freunde) galt mir die meiste Aufmerksamkeit des Kursleiters und übermenschliche Freundlichkeit (in Zuckerwatte verpacktes Mitleid) der anderen Molekularcocktailfrischlinge. Ich habe mich in diesem Bad der besonderen Zuwendung geaalt, gesuhlt, Kopfsprünge (quasi mehrfache Salti, Schrauben usw.) absolviert und präzise Arschbomben platziert. Ich schweife ab.

Willkommen geheißen wurden wir mit diesem herrlichen Anblick:

M-C_17

Ich habe schon an die nächsten, möglichen Eissorten gedacht und heimlich die Sabberspuren beseitigt.

Begrüßt und willigt gemacht wurden wir mit einem Sektschaum und Likör (müsste Johannisbeere gewesen sein – ich lege meine Hand dafür aber nicht ins Feuer).

WP_20150221_13_11_38_Pro (2)

Und schon ging es ans Eingemachte. Ein Erinnerungsfoto an den noch! sauberen Arbeitsplatz (*seufz* Hach ja, sie werden ja so schnell dreckig ;)).

M-C_1

Als Vegetarierin mit 17-jähriger Erfahrung bin ich im Umgang mit Kaviar eine Niete. Aber bei diesem hier kann ich mir durchaus vorstellen zur Expertin zu mutieren.

Die Entscheidung zwischen Blue Curaçao und Aperol fiel mir nicht schwer. Her mit dem Schlumpfwasser!

M-C_3

Präzise die gewünschte Menge an Zauberpulver (verleiht den Tropfen eine Haut) abmessen!

Präzise! Genau das Gegenteil von dem gemacht, was verlangt wurde und schon galt ich als abschreckendes Beispiel.

Das Pülverchen (kein Koks, hab’s getestet ;) *natürlich ein Späßchen, liebe Polizei* kommt ins gelbe Schüsselchen und wird mit einem Milchschaumvibrator gut vermischt und unerwünschterweise aufgeschäumt.

M-C_5

Mit der Spritze tropft man vorsichtig ins bereitgestellte Glucowasser, sodass sich eine Haut um die Tropfen bilden kann. Anschließend geht’s ins Leitungswasserbad und zu leckerer Letzt in ein Gläschen mit Orangensaft.

M-C_7

Wirklich gut. Man trinkt ein Schlückchen, zerbeißt oder zerquetscht die Kügelchen am Gaumen und hat eine kleine Geschmacksexplosion im Mund.

Als nächstes ging es an eine wilde Mischung aus Tequila und Obstsäften mit “Kleister” (Xanthanirgendwas) und Schokosplittern auf einer Schicht Kahlúa.

M-C_8

Xanthan sei Dank befanden sich die Schokosplitter in einem Schwebezustand und verliehen dem Cocktail optisch das gewisse Etwas. Die Kleisterkonsistenz hat meine Geschmacksknospen leider abgeturnt. Deswegen wurden dann auch nur die Schokosplitter weggelöffelt ;)

M-C_9

Weil wir so brav waren, gab es vom Kursleiter einen kleinen Tiramisu-Shot. Mmmmmmmmhundorgasmus. Mascarponeschaum auf Kaffee.

M-C_10

Trotz Alkohol wurde uns “schweres Werkzeug” anvertraut. Die Bastelstunde hat begonnen. Wieder ein Foto vom Arbeitsplatz bevor alles durch die Gegend flog.

M-C_11

Also, was sehen wir? Wieder ein Schüsselchen, Messbecher, Milchschaumvibrator, Spritze, eine gefährliche Zange, 2 Augensalbentuben (da schlägt mein altes Apoherz gleich wieder höher) und das jungfräuliche Brett zum Rumpatzen.

Diesmal war Eigenregie angesagt. Ein Cocktailgel selbst zusammenstellen. Nach dem Tequila-mit-verschiedenen-Obstsäften-Debakel, wollte ich mir einen einfachen Vodka Orange mischen. Pustekuchen. Das Xanthan-Kleisterzeug nimmt ziemlich viel vom Eigengeschmack weg. Also musste ich mit dem Johannisbeerlikör ein wenig nachhelfen. Pimp my Cocktailgel. Naja. Lassen wir einfach die Bilder sprechen.

M-C_12

Tube, here I come!

M-C_13

Dank jahrelanger Übung, war das Verschließen kein Problem. Im Kühlschrank halten sich die Cocktailgeltuben 3 Tage. Ich frage mich, wer 3 Tage für die Zwerge braucht? Einmal zu kräftig Einatmen und schon sind sie leer.

So, wie ging es weiter? Die nicht mehr ganz so nüchternen Erinnerungen sind lückenhaft.

Achja, Senor Kursleiter hat uns wieder mit einer Eigenproduktion abgefüllt. Dem Cocktailschaum namens Bounty mit Schokoknisterknusper obendrauf. Das Schokozeug knistert lustig auf der Zunge, wenn es schmilzt.

M-C_14

Und dann kam das Finale. Tadaaaaaaaaa – flüßiger Stickstoff!

M-C_15

Der übriggebliebene Bountyschaum fiel dem eiskalten Teufelszeug zum Opfer.

M-C_16

Nach einem 10-Sekunden-Bad war es auch schon fertig.
Jetzt muss ich euch schocken. Ich konnte es leider nicht probieren
:-(.
Mein Zahnarzt hatte kurz zuvor entschieden, dass es Zeit wird mit meinem Weisheitszahn Schluss zu machen. Danke für die “Ooooooh”s. Aber die anderen Teilnehmer waren sehr angetan und haben auch witzig ausgesehen, als ihnen der “Dampf” aus der Nase geschossen ist, sobald sie draufgebissen haben.

Mit viel Alkohol  im Bauch und wunderbaren neuen Eindrücken hat mich Mr. KissTheCook vom Straßenrand aufgepickt und sicher nach Hause gebracht.

Für den täglichen Gebrauch ist die molekulare Küche natürlich nichts. Aber es macht unheimlich viel Spaß mal Reinzuschnuppern und neue Sachen auszuprobieren. Das Saufen ist natürlich auch toll – das wollen wir mal nicht vergessen ;)

*der Gutschein wurde mir von mydays.at zur Verfügung gestellt. mydays.at hatte keinerlei Einfluss auf die Auswahl des Erlebnisses oder auf den Inhalt und die Optik dieses Beitrages. Die Fotos und die gesammelten Eindrücke stammen von mir und spiegeln meine persönliche Meinung wider.

Briochestriezel

Briochestriezel 11

Angst in der Küche ist mir fremd. Neue Rezepte probiere ich am liebsten, wenn Gäste da sind. Im Kochbuchgesetz von Herrn Rach steht, dass man niemals (NIEMALS!) für Gäste Rezepte wählen sollte, die man vorher noch nicht probegekocht hat. Pffff!

Was soll schon passieren? Worst-Case-Szenario: entweder es schmeckt nicht (das passiert eher selten) oder es sieht scheiße aus (kommt schon häufiger vor ;) ). Aber für solche Fälle gibt es Kräuter und Staubzucker, die alles, was sich darunter befindet, verbergen.

Wie auch immer –  das hier ist das Endergebnis meines ersten Briochestriezelversuchs. Jaaaaa, ist ausbaufähig. Geschmacklich aber top. Nur Mr. KissTheCook hat mal wieder rumgemotschkert. Es war ihm nicht süß genug! Und das obwohl er sich eine 1 cm dicke Schicht Nutella aufs Brioche schmiert! ….nicht süß genug….

Also, los geht’s.

Rezept für 2 Striezel:

Teig:
500 g Mehl
1/4 TL gemahlene Vanille oder 1 TL Vanilleextrakt
18 g Germ (frisch)
200 mL kalte Milch
75 g Zucker (100 g Zucker für Süßmäuler)
1 Ei und 2 Eigelb
1 gehäufter TL Salz

Außerdem:
1 Ei zum Bestreichen
Mehl für die Arbeitsfläche
und Hagelzucker (oder Mandelblätter)

Der Teig muss (sollte) über Nacht gehen. Deswegen empfiehlt sich das Rezept eher fürs Wochenende. Am Freitag Nachmittag gemütlich anfangen und am Samstag in Ruhe genießen.

Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel schmeißen (hier ist eine Küchenmaschine wirklich empfehlenswert) – das Mehl aber unbedingt sieben. Einen Knethaken (für Germ-/Hefeteig) verwenden und bei niedriger Stufe (bei mir Stufe 1 1/2 von 6) 10 Minuten kneten. Dann die Stufe höher drehen (Stufe 4 von 6) und weitere 5 Minuten kneten. Passt auf eure Küchenmaschine auf. Meine hat dann kurz vor Schluss Rodeo gespielt.

Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und bei Zimmertemperatur eine Stunde gehen lassen.

Mehl auf die Arbeitsfläche streuen und den Teig darauf ein wenig durchkneten. So nun kann man entweder 2 große Striezel machen, falls der Haushalt aus mehr als 2 Personen besteht oder in 4 kleinere. Ein Mensch, wie Mr. KissTheCook, kann davon 2 Tage lang frühstücken.

Für 2 Große: den Teig halbieren und beide Hälften wiederum in 3  gleich große Stücke teilen (insgesamt 6 gleich große Teigstücke).

Briochestriezel 1

Die 3 Teigstücke zu ca. 25 cm langen Strängen rollen. Es sollte nicht zu viel Mehl auf der Arbeitsfläche sein (so wie bei mir), dann lässt es sich nicht gut rollen  und die Stränge sehen so aus wie im unteren Bild (es soll Schlimmeres geben).

Briochestriezel 2

Nun wird geflochten. Ich lasse mal die Bilder sprechen:

Briochestriezel 3

Briochestriezel 4

Briochestriezel 5

Die Prozedur wederholt sich mit der 2. Teighälfte und schon haben wir 2 mehr oder weniger hübsche Briochestriezel.

Briochestriezel 6

Nun wird 1 Ei verquirlt und die Zöpfe damit bepinselt. mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Das verquirlte Ei aufheben und ebenfalls in den Kühlschrank stellen. Das brauchen wir morgen wieder.

Am nächsten Tag 1 Zopf rausnehmen und 1 Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen.  Den 2. Zopf kann man nun einpacken und in den Tiefkühler legen. Falls ihr ihn dann backen wollt, am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und wie beim frischen Zopf fortfahren.

Den Zopf wieder mit dem verquirlten Ei bestreichen und Hagelzucker darüber streuen.

Briochestriezel 7

Backofen auf 180°C (Umluft) vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen und den Zopf darauf legen.

Briochestriezel 8

Auf mittlerer Schiene ca. 30 – 35 Minuten backen. Herrlich!

Briochestriezel 10

Viel Spaß beim Nachbacken. Vielleicht schaut es bei Euch beim ersten Versuch ja hübscher aus. Mein 2. Versuch hat übrigens auch schon besser geklappt, aber davon gibt es keine Fotos.

Das Ursprungsrezept stammt von Hannes Weber aus “Lust auf Backen”. Ich habe es ein wenig abgewandelt und die Rumrosinen weggelassen.

Tüdeldü!

Blutorangensorbet mit Gin und Schokostückchen

Blutorangensorbet

Huhu – lange nicht gesehen. Aber so kurze Trennungen sind ja manchmal nicht schlecht. Ich hab’ mich nun extra geduscht, Haare gekämmt und mich in frische, sexy Schlabbertrainingshosen gequetscht (nur das Beste für Euch, meine Lieben) und die Eismaschine angeschmissen.

Eis isst man nur im Sommer? Pah! Eis mit Schuss geht immer. Zu dieser Eiskreation hat mich ein Kollege (der Ginsüchtler) genötigt.

Naja, für neue Eisrezepte bin ich immer offen. Also warum nicht? Wenn er mal wieder nervt, kann ich ihm eine Kugel ins Gesichtsloch stopfen und a Ruh’ is’!

Rezept für 600 mL Eis:

500 mL Blutorangensaft
100 mL Gin
80 g Staubzucker
50 g gehackte Vollmilchschoki (Zartbitter geht bestimmt auch. Aber ich bevorzuge Vollmilch)

Blutorangensaft, Zucker und Gin miteinander vermischen und in die Eismaschine schmeißen. Kurz bevor das Sorbet (nach ca. 20 Minuten) zu fest wird, noch schnell die Schokoladenstückchen dazu geben. Fertig.

Menschen ohne Eismaschine geben das Sorbet (ohne Schoki) in ein tiefkühlgeeignetes Gefäß und geben es für 3-4 Stunden in den Tiefkühler. 1x/Stunde alles mit einer Gabel verrühren, damit nicht einfach nur ein EIsklotz entsteht. Auch hier die Schoki, kurz bevor das Sorbet zu fest wird, dazu geben und umrühren.

Chin-Chin und Gin-Gin!

Vanillesterne mit Dulce-de-leche-Creme

Vanillesterne mit Dulce-de-leche-Creme

Ab einem gewissen Alter freut man sich über jedes Kompliment – auch über die fragwürdigen. “Ich hätte gedacht, du wirst lesbisch aussehen. Aber nein, gar nicht!” hat eine Kollegin mein Outfit (schwarzer Smoking mit dunkelroter Fliege und dunkelrotem Kummerbund aka Partybund) für die Weihnachtsfeier kommentiert. Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen.

Zutaten für ca. 30 Stück:

Teig:
250 g Mehl
60 g Staubzucker
Mark von 1 Vanilleschote oder 1/2 TL gemahlene Vanille oder 1 Pckg. Vanillezucker
125 g weiche Butter
1 Eigelb

Creme:
400 mL gezuckerte Kondensmilch
oder ungezuckerte und 4 EL Zucker

Mehl, Staubzucker, Vanillemark (oder die Alternativen), Butter und Eigelb in eine Schüssel geben und rasch zu einem glatten Teig verkneten. Anschließend in Frischhaltefolie verpackt für ca. 2 Stunden in den Kühlschrank legen.

In der Zwischenzeit wird die Creme hergestellt. Die Kondensmilch in eine Metallschüssel geben und ca. 2 Stunden lang über dem Wasserbad cremig köcheln. Öfters umrühren.

Backrohr auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Den Keksteig aus dem Kühlschrank nehmen und ca. 3 mm dick ausrollen und in diesem Fall mit einem Sternchenkeksausstecher Sternchen ausstechen. Wählt die Form, die euch am besten gefällt.
In eine Hälfte der Sterne mit einem kleineren Sternenkeksausstecher Ministernchen ausstechen, muss aber nicht sein. Meine Faulheit hat mich nach der Hälfte der Hälfte dazu getrieben aufzugeben und auf die Löcher zu pfeifen ;) schaut auch schön aus.

Kekse auf mittlerer Schiene für ca.  10-12 Minuten backen und anschließend auskühlen lassen.

Die Mitlochhälften mit Staubzucker bestäuben und auf die Ohnelochhälften einen Klecks der Creme geben und verstreichen.
Mit- und Ohnelochhälften vereinen und freudig strahlen, weil das anstrengende Werk vollbracht ist.

In einer Keksdose halten die Sternchen eine gute Woche bis 10 Tage.

Das Rezept stammt aus “Frisch gekocht” 12/2014.

Schokobällchen

Schokobällchen

Da ist man so nett und dekoriert den Arbeitsplatz des Kollegen während dieser auf einer Geschäftsreise ist und was ist der Dank?

Man droht mir um 07:18 (!!!) in der Früh per SMS, dass die Rache gigantisch sein wird und am Nachmittag werden meine Kekse beschimpft und schlecht gemacht. Eine bodenlose Frechheit, die ich so nicht durchgehen lassen werde.

Da müssen Erziehungsmaßnahmen her.
Wie ich den Platz verschönert habe? I love Justin Bieber-Poster so weit das Auge reicht. Auf dem Bildschirm, Bürosessel, an den Wänden. Das Telefon, Notizbuch, Stempel, Stiftebecher und Handysitzsack damit eingewickelt.

Die Schokolade auf dem Tisch (ein Geschenk vom Chef) mit Papier eingewickelt, auf dem 3 wirklich hübsche, leicht bekleidete Männer zu sehen waren. Offenbar waren sie sehr müde, denn alle 3 sind im Bett gelegen ;)

Alles völlig harmlos.

Wie auch immer.

Rezept für ca. 40 Stück.

Für die Kugeln:
50 g Zartbitterschoki (70%)
250 g Mehl
100 g gemahlene Haselnüsse
1 EL Kakaopulver
1 Prise geriebene Muskatnuss
175 g kalte Butter (in kleine Würfel geschnitten)
2 EL Schlagobers

Zum darin wälzen:
1 EL Kakaopulver
3 EL Zucker
1 Pckg. Vanillezucker

Alles in die Küchenmaschine schmeißen und zu einem glatten Teig verkneten lassen.
Zu 2 Rollen formen, in Frischhaltefolie einwickeln und für 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Backrohr auf 175° C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Teigrollen aus dem Kühlschrank nehmen und walnussgroße Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben.

Auf mittlerer Schiene für ca. 15 Minuten backen. Danach noch warm in der Kakao-Zucker-Vanillezuckermischung wälzen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Vorschläge für Kollegenerziehungsmethoden bitte in den Kommentaren oder auf meiner Facebookseite posten oder per Mail an info@kiss-the-cook.at schicken . Immer her damit!

 

 

Pinienkern-Biscotti

Pinien-Biscotti

Hallo! Mein Name ist Mrs. KissTheCook und ich hasse es, Kekse zu backen.

Da, jetzt ist es raus. Und dennoch backe ich dieses Jahr wieder Unmengen. Total gestört! Mal ehrlich – wieso das Ganze? Teig kneten, in den Kühlschrank legen und ruhen lassen, ausrollen, ausstechen, backen, auskühlen lassen, bla bla. Ich bin schon ganz erschöpft nur vom Aufschreiben.

Aber dann – fuchtelt man mit der vollen Keksdose vor den Nasen der Familie, Freunden oder Kollegen rum und fragt “Naaaa? Riecht das gut? Hättest gerne ein Keksi?”. Das Sabbern deute ich dann meistens als ein ja. “Wie gerne hättest du denn ein Keksi? Die sind nämlich traumhaft gut.” Schön brav die Erwartungen schüren. Denn mal ehrlich – alle Kekse, die hier noch kommen, sind auch traumhaft gut. Machen wir uns nichts vor (btw, Bescheidenheit ist nicht so mein Ding).

Sobald die armen Opfer nun also ihr Hirn ausschalten und nur noch im Keksland leben, kann man alles von ihnen einfordern, was man will. Alles!

Und genau deswegen backe ich also Kekse!

Rezept für ca. 30 Stück:

200 g weiche Butter
50 g Staubzucker
1 Prise Salz
1 TL gemahlene Vanille (oder das Mark einer Vanilleschote)
200 g Mehl
3 EL brauner Zucker
4-5 EL Pinienkerne

Das Backrohr auf 180° C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Butter, Staubzucker, Salz, Vanille und Mehl in die Küchenmaschine schmeißen und zu einem krümeligen Teig verarbeiten lassen (die Betonung liegt auf lassen – wir heimsen das Lob  ein, lassen aber die Arbeit von anderen erledigen ;)).

Walnussgroße Stücke vom Teig nehmen, Kugeln formen und aufs Backblech (Backpapier nicht vergessen) legen.

Die Teigkügelchen mit braunem Zucker bestreuen und mit dem Boden eines Glasen ein wenig runterdrücken. Nun die Pinienkerne draufstreuen und die Kugerl mit dem Glas auf ca. 1 cm flach drücken.

Auf mittlerer Schiene für ca. 12 Minuten backen. Die Plätzchen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Macadamiastangerl

Macadamiastangerl

Es beginnt – das große WeihnachtsbäckereirezepteaufsAugdrücken! Es gibt kein Entkommen. Niemand wird verschont. Alle werden mit Kalorien beworfen und gemästet. Es soll ja nicht nur meine Figur ruiniert werden. Wo kämen wir da hin?!

Starten wir also mit diesen süßen, kleinen Macadamiastangerl. Im Original heißen sie Juwelenstangen, aber ich pfeife auf Glitzerzeug! Bling-Bling akzeptiere ich nur in Form von echten Juwelen und/oder Gold (Mr.KissTheCook! *Wink mit dem Zaunpfahl”).

Rezept für ca. 50 Stück:
110 g weiche Butter
90 g brauner Zucker
1 Packg. Vanillezucker
1 Ei
175 g Mehl
2 Prisen Salz
100 g Macadamianüsse

Butter, Eigelb, Zucker, Vanillezucker, Mehl und Salz in eine Rührschüssel schmeißen und miteinander Verrühren (Handmixer oder Küchenmaschine). Eiweiß in eine separate Schüssel geben und vorerst kühl stellen.

Den Teig in Frischhaltefolie geben und für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Ich habe nur gesalzene Macadamianüsse gefunden (ich gebe zu, ich habe mir beim Suchen auch nicht viel Mühe gegeben) und diese einfach in einem Sieb unter fließenden Wasser vom Salz befreit. Sollten ein paar gesalzene Nüsse in den Mund springen (einfach so), kann das auch nicht so verkehrt sein.

Die Macadamianüsse trocken tupfen und hacken. Es ist schön, wenn auch noch ein paar grobe Stückchen übrig bleiben. Dann hat man was zum Beißen.

Backrohr auf 175°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen und das Backblech mit Backpapier auslegen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 0,5 cm dick ausrollen und mit einem Messer Stangerl (ca. 2×5 cm) rausschneiden. Ich bin mir sicher, man kann auch Keksausstecher (was auch immer euch gefällt) nehmen und runde/eckige/whatever Kekse ausstechen.

Das Eiweiß verquirlen. Die Stangerl darin tunken und dann von beiden Seiten mit den Macadamianüssen bestreuen oder wie ein Schnitzerl darin wenden.

DIe Stangerl auf mittlerer Schiene ca. 12-15 Minuten backen. Tadaaaa – Kekssorte Nr. 1 ist fertig. Bleiben noch 20 *seufz*.

KännsBraut hat mal wieder den Vogel abgeschossen (so wie immer) und hier ist ihr diesjähriges Ergebnis:

Kekse_KännsBraut

Letztes Jahr waren es über 30 Sorten. Und dieses? Wer zählt schnell durch?

Erbsenkuchen

Erbsenkuchen

Jaha, da hat sich jetzt niemand verlesen. Da steht Erbsenkuchen. Mrs. KissTheCook und ein gesunder Kuchen? Keine Schokolade, kein Alkohol? Ist sie krank? Ja ist sie…..aber nur verkühlt. Und trotzdem. Irgendwie unheimlich. Wie auch immer – genug der Skepsis. Das grüne Zeug da oben ist echt gut. Auch kalt, mit ein paar eingelegten Zwiebeln oder Paradeisern oder beides. Mr.-Salami ist auch fast Gemüse-KissTheCook hat’s  mit *Überraschung*  Salami gegessen.

Rezept für ein grünes Küchlein:

400 g TK-Erbsen (selbstverständlich kann man in der passenden Jahreszeit auch frische nehmen. Wo kein Kläger, da kein Richter)
4 Eier
2 EL gehackte Petersilie
ein paar Chiliflockerl
100 g geriebener Parmesan
2 EL Semmelbrösel
Olivenöl
Salz, Pfeffer

DIe TK-Erbsen ca. 5-6 Minuten in gesalzenem Wasser kochen und anschließend abgießen. Eier trennen und das Eiweiß  steif schlagen.

Erbsen im Häcksler oder mit dem Mixstab pürieren und mit der Petersilie, den Chiliflocken, Eigelb und dem Parmesan verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Eischnee vorsichtig unterheben (wie immer zuerst 1/3 wild mit der Masse verrühren, dann lässt sich der Rest leichter unterheben).

Backrohr auf 180°C Heißluft vorheizen. Eine Tortenform (26 cm Durchmesser) einfetten und mit den Semmelbröseln ausstreuen. Die Erbsenmasse hinein füllen und auf mittlerer Schiene für ca. 30-35 Minuten backen.

Fertig. Danach könnt ihr euch ja noch immer Schoko reinstopfen und einen hinter die Binde kippen. Ich verrate es niemandem.

Übrigens stammt das Urspungsrezept wieder einmal aus einem meiner Lieblingskochbücher “La Cucina verde”. Ich habe es leicht abgeändert.

Apfel-Sauerrahmkuchen…

Apfel-Sauerrahmkuchen

…oder Mr. KissTheCooks Kadaver ist wieder ein Jahr älter. Es soll sie geben – diese Pärchen, die immer nett über den Partner reden und auch sonst immer nett zueinander sind. Jaaaaa, nein, danke. Das ist nichts für mich und Mr. KissTheCook. (Der Esel nennt sich selbst zuerst!). Wir halten uns an das Motto “Was  sich liebt, das neckt sich”. Selten verlässt das Wort “Ehemann” meine Lippen – meist nur “der Mitbewohner” oder “der Mann, der bei mir lebt”. Er hingegen spricht von mir als “die Präsidentin”. Keiner hat ihn dazu gezwungen – zumindest nicht aktiv ;). Aber er ist wohl immer auf der Hut, nachdem im KissTheCook-Haushalt ich die einzige bin, die halbwegs mit Lebensmitteln umgehen und daraus was Essbares zaubern kann.

Was sollen diese ganzen schnulzigen Höfichkeiten? Naja, Mr. KissTheCook wird einmal im Jahr halbwegs menschlich von mir behandelt. In diesem Sinne, alles Liebe, mein kleines Scheißerl! Cmok

Rezept für einen Kuchen:

Teig:
5 Eier
190 g Butter
225 g Zucker
225 g Mehl
1 Prise Salz

Belag:
1 kg Äpfel (Ich habe solche genommen, die auch nach dem Backen noch schön fest und knackig sind – aber das ist Geschmackssache)
Zitronensaft
500 mL Milch
50 g Zucker
1 Pckg. Vanillepuddingpulver
1 Ei
1 Eigelb

Topping:
250 g Sauerrahm
50 g Zucker
2 Pckg. Vanillezucker
3 Eier

Butter und Semmelbrösel fürs Blech
Staubzucker für das Siegerfoto

Die Geburtstagskerzen sind natürlich kein Muss ;)

Backofen auf 175° C (Heißluft) vorheizen. Backblech oder eure Lieblingskuchenform mit Butter einfetten und Semmelbröseln bestreuen. Eier trennen und Eiweß steif schlagen.
Butter schmelzen und nicht zu heiß werden lassen – sonst muss sie wieder auskühlen und wer ist schon so geduldig? Eigelb, Zucker und die Prise Salz mit der Küchenmaschine oder Handmixer cremig rühren. Vorsichtig das Mehl unterrühren und anschließend die flüßige  Butter einrühren. 1/3 des Eischnees mit der Masse verrühren. Hierbei müsst ihr nicht vorsichtig sein. Es macht die Masse flüßiger und luftiger und der Rest des Eischnees lässt sich dann einfacher unterheben. Bei den restlichen 2/3 müsst ihr dann natürlich vorsichtiger sein, damit nicht zu viel Luft entweicht.

Äpfel schälen, halbieren und in Spalten schneiden. Muss ich dazu schreiben, dass das Kerngehäuse entfernt gehört? Die Apfelspalten mit Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.

Pudding nach Packungsanleitung zubereiten (Puddingpulver, Milch und Zucker). Das ganze Ei und Eigelb miteinander verquirlen und schnell unter den fertigen und noch heißen Pudding rühren.

Den Teig nun auf das Backblech streichen. Dann den Pudding drüber gießen und die Apfelspalten mehr oder weniger dekorativ darauf verteilen.

Sauerrahm, Zucker, Vanillezucker und Eier miteinander verrühren und diese Masse vorsichtig auf den Äpfeln verteilen.
Den Kuchen auf der unteren Schiene ca. 40 Minuten backen.  Mit Zucker bestreuen und heiß servieren. Wobei er kalt am nächsten Tag auch noch gut schmeckt.

Das Ursprungsrezept stammt aus dem Buch “111 Kuchen aus 1 Teig”.

Kürbis-Schoko-Kuchen

Kürbis-Schoko-Kuchen

Sonntag Abend – bäh. Kreativität – irgendwo unterm Bett. Mitten in einer Entspannungsübung vom frechen Mr. KissTheCook unterbrochen. Laune – grrrrrrr. Ist Mord immer noch strafbar?!

Rezept für einen kleinen Schoko-Kürbis-Kuchen (20 cm Ø)

ca. 800 g Kürbis (geputzt) (ich habe einen Hokkaido genommen)
150 g Zartbitterschoki
150 g Staubzucker
150 g weiche Butter
2 EL Kakaopuler
1 Pckg Vanillezucker
1 Msp. Zimt

Für die Glasur:
125 g Crème fraîche
75 g Zartbitterschoki
4 EL Staubzucker

Kürbis schälen, entkernen und in grobe Würfel schneiden. Mit etwas Wasser (ca. 3 EL) zugedeckt 20 Minuten weich garen. Durch eine Kartoffelpresse drücken und das Mus in ein feines Sieb geben und gut abtropfen lassen (man kann ruhig ein wenig nachhelfen). Es sollten ca. 450 g trockenes Kürbismus übrig bleiben (Nachwiegen kann nicht schaden).

Schoki in Stücke brechen und (ich bin faul)  in der Mikrowelle schmelzen (1 Minute sollte reichen). Staubzucker zur Schoki sieben und gründlich miteinander verrühren. Stückchenweise die weiche Butter unterrühren, danach Kakaopulver, Vanillezucker, Zimt und Kürbismus dazugeben.

Den Boden einer kleinen Springform mit Backpapier auslegen, Rand mit Butter einfetten. Kürbis-Schokomasse in die Form füllen, mit  Frischhaltefolie zudecken und über Nacht (min. 8 Stunden) in den Kühlschrank geben.

Am nächsten Tag Schoki schmelzen und mit Crème fraîche und Staubzucker verrühren.  Die Torte damit überziehen und wieder für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Tja, jetzt kann man das Küchlein entweder essen oder dem frechen Mr. KissTheCook ins Gesicht klatschen. Im schlimmsten Fall macht man wohl 2 Kuchen und kann beide Ideen in Erfüllung gehen lassen :).

Ich wünsche euch eine ruhige Woche.

Social Widgets powered by AB-WebLog.com.